Deutsche Meisterschaften sind „ein ganz netter Test“ für Alfred Achtelik

Leichtathletik

Echte Konkurrenz? Fehlanzeige. Für Stabhochspringer Alfred Achtelik sind die Deutschen Hallenmeisterschaften nur ein Einspringen.

Nordkirchen

, 27.02.2019, 16:51 Uhr / Lesedauer: 2 min
Deutsche Meisterschaften sind „ein ganz netter Test“ für Alfred Achtelik

Alfred Achtelik bei den Deutschen Hallenmeisterschaften der Senioren im vergangenen Jahr. Damals sprang er ohne große Mühe zum Titel. So soll es nach Achtelik auch in diesem Jahr sein. © Görlitz

Deutsche Meisterschaften. Für die meisten Leichtathleten der Höhepunkt des Wettkampfjahres und die Chance, einen vielleicht einmaligen Titel zu gewinnen. Etwas anders geht Alfred Achtelik, Stabhochspringer des FC Nordkirchen, den Wettbewerb (Samstag, 13 Uhr) in der Alterklasse M55 an.

Am Wochenende reist er zu den Deutschen Hallenmeisterschaften der Senioren – die passenderweise auch noch in Halle (Saale) steigen. „Es hört sich immer ein bisschen blöd an“, aber ich werde dort schon ein bisschen an meiner Taktik für die Weltmeisterschaft experimentieren“, sagt Achtelik. Die steigt Ende März im polnischen Torun – und hat für Achtelik deutlich mehr Stellenwert als die Deutsche Meisterschaft.

Keine Gefahr in Deutschland

In Deutschland, so kann man trotz aller Vorsicht meinen, hat Achtelik seinen Titel sicher. Mit 4,21 Metern ist er für die Deutsche Meisterschaft gemeldet. 3,70 Meter beträgt die Höhe von Lutz Herrmann, der an Position zwei geführt wird – gut 50 Zentimeter Unterschied also. „In Deutschland gibt es eigentlich niemanden, der mir gefährlich werden kann“, sagt Achtelik.

Er plant, bei einer Höhe von um die vier Meter einzusteigen. Oft würde er gefragt, warum er nicht bei einer geringeren Höhe einsteige, die er sicher überspringe und trotzdem zum Titel reiche. Achtelik hat Angst, dass er die folgenden Höhen nicht schaffen könnte. „Dann bleibt da eine Höhe stehen, die indiskutabel ist“, so Achtelik. Es wird klar: Im Deutschland-Vergleich springt er nicht gegen seine Gegner, sondern nur gegen sich selbst. Das wurde nicht zuerst bei den Titelkämpfen 2018 deutlich. 4,17 Meter übersprang Achtelik. Der Zweitplatzierte schaffte 3,40 Meter. Natürlich ist Achtelik Titelverteidiger.

„Das ist ein ganz netter Test“, sagt Achtelik zu „den Deutschen“. Was er am Wettbewerb schätzt: die Organisation. Callroom-Zeiten, Innenraumverbot ab einer gewissen Zeit – der Ablauf ist strikt geregelt und gleicht in diesem Punkt dann doch Europa- und Weltmeisterschaften. „Es bleibt besonders“, sagt Achtelik.

Auch Lenz dabei

Neben Nordkirchens Alfred Achtelik schickt auch der SuS Olfen einen Athleten bei den Titelkämpfen in Halle ins Rennen. Rüdiger Lenz wird in zwei Wettkämpfen das Olfener Emblem tragen. Beim Weitsprung der Altersklasse M50 gehört er nicht zu den Favoriten. Etwas anders sieht es da beim Sprint über 60 Meter in der gleichen Konkurrenz aus. Hier liegt Lenz näher an der Spitze als am Ende des Feldes.

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