Die Derby-Woche beginnt: Was für Olfen und was für Nordkirchen spricht

mlzFußball-Bezirksliga

Am Sonntag ist es wieder so weit: Der FC Nordkirchen empfängt den SuS Olfen zum Bezirksliga-Derby. Doch wer hat vor der Partie die besseren Karten? Jeweils fünf Gründe sprechen für beide Teams

von Nico Ebmeier

Nordkirchen, Olfen

, 10.03.2020, 14:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

Klar, auf den ersten Blick ist der FC Nordkirchen im Derby am Sonntag der haushohe Favorit. Doch genau das macht den SuS richtig gefährlich. Fünf Gründe, wieso die drei Punkte nach Olfen gehen oder wieso sie im Schlosspark bleiben.

Das spricht für einen Derbysieg des SuS Olfen:

Grund 1: Olfen muss siegen. Während man in Nordkirchen nur hoffnungsvoll auf die Tabellenspitze schaut, geht es für die Mannschaft von der Hoddenstraße in diesen Wochen um alles. Der SuS hat weiterhin nur noch drei Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang und könnte bei einer hohen Niederlage in den „roten Bereich“ abrutschen.

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Grund 2: Dennoch ohne Druck. Trotz der prikären Situation erwartet keiner einen Sieg der Olfener. „Die nächsten Spiele werden wichtiger, eigentlich haben wir keinen Druck“, sagt Trainer Michael Krajczy. Drei Punkte für die Gäste wären durchaus eine große Überraschung.

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Grund 3: Die Personalsituation. Mit dem verletzten Matthias Potthoff und dem gelb-gesperrten Felix Schröder fehlen dem SuS zwar zwei wichtige Spieler im Derby. Den FCN traf es aber in letzter Zeit noch schlechter. Woche für Woche muss Issam Jaber seinen Kader neu zusammenpuzzlen.

Grund 4: Der Wert des Duells. „Derbys haben ihre eigenen Gesetze“, ist Stammvokabular eines jeden Fußballers, doch ist das Duell am Sonntag nun ein Derby? Aus Nordkirchen kommt als Antwort stets ein klares „Nein!“ In Olfen ist man da schon anderer Meinung. „Es ist schon was Anderes, wenn du nur fünf Minuten zum Auswärtsspiel fahren musst“, sagt Krajczy. „Das ist schon besonders für die Spieler.“

Grund 5: Das letzte Spiel. Nach der 1:4-Klatsche gegen Lüdinghausen musste der SuS ein anderes Gesicht zeigen und die Antwort kam gegen den Zweiten aus Stadtlohn. Auch, wenn das Spiel mit 0:2 verloren ging, war es eine Olfen-Leistung, die durchaus Hoffnung auf eine Überraschung macht.

Das spricht für einen Derbysieg des FC Nordkirchen:

Grund 1: Die Rückrunde. „Was spricht nicht für uns“, fragte FCN-Coach Issam Jaber etwas sarkastisch. Und tatsächlich - wer sich die Ergebnisse in diesem Jahr anschaut, muss eingestehen, dass es bei Nordkirchen momentan einfach rund läuft. Vier Spiele, vier Siege. Der FCN ist die beste Bezirksliga-Mannschaft des neuen Jahres.

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Grund 2: Robin Schwick. Wenn es ein Gesicht gibt, das für den Nordkirchener-Aufschwung steht, muss im ersten Zug Robin Schwick genannt werden. Der 20-Jährige blüht aktuell auf und traf schon in den ersten vier Rückrundenpartien gleich vier mal. „Es macht momentan einfach richtig Spaß“, sagt er selbst.

Grund 3: Heimstärke. Der FC Nordkirchen ist nicht nur auf Platz drei der Tabelle, sondern ist auch die drittbeste Heimmannschaft der Bezirksliga. Neun Siege stehen nur zwei Niederlagen gegenüber. Dazu schoss der FCN starke 38 Tore auf dem heimischen Gelände. Ligabestwert.

Grund 4: Derbysieger. 5:0 und 2:0 endeten die beiden Hinrundenderbys gegen Lüdinghausen und Olfen aus Nordkirchener Sicht in der Hinrunde. Heißt: Der FCN weiß, worauf es in solchen Spielen ankommt und möchte auch in der Rückrunde in diesen Duellen makellos bleiben.

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Grund 5: Jabers Ideen funktionieren. Es scheint momentan so, als würde Trainer Issam Jaber machen können, was er will und trotzdem gewinnt sein Team. Da stellte er Lorenz Jücker in die Startelf und zog Florian Fricke in die Offensive und es funktionierte perfekt. Und auch alle anderen Ideen, die Jaber gerade aufgrund der mauen Personalsituation im Kopf rumschwirren, scheinen zu passen.

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