Ex-Trainer Jens Fritsche: In der Mannschaft des SV Südkirchen schlummert riesiges Potenzial

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Im Frühjahr diesen Jahres gab Jens Fritsche sein Traineramt beim SV Südkirchen ab. Sein ehemaliges Team verfolgt er aber weiterhin regelmäßig - und traut der Mannschaft einiges zu.

von Christopher Baczyk

Südkirchen

, 30.09.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Anfang März wurde bekannt, dass Jens Fritsche gemeinsam mit seinem Trainerkollegen Stephan Kriesinger den Fußball-B-Ligisten SV Südkirchen verlässt. Nach dem Ausscheiden spricht Fritsche über freie Zeit, was er seiner ehemaligen Mannschaft noch zutraut und ob er sich ein Trainer-Comeback zutraut.

Herr Fritsche, Sie sind jetzt knapp sechs Monate nicht mehr Trainer beim SV Südkirchen. Was vermissen Sie am meisten?

Ich habe von Kindesbeinen an immer Fußball gespielt, das war schon ein wichtiger Bestandteil in meinem Leben. Zwei, drei Mal die Woche sich mit den Jungs sportlich zu betätigen, vermisse ich schon irgendwo, aber es gibt ja noch andere schöne Dinge.

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Was machen Sie jetzt mit der freien Zeit?

Ich habe im Sommer viel Zeit gehabt, meinem anderen Hobby, dem Tennis, intensiver nachzugehen. Ich konnte die Trainingseinheiten unter der Woche intensiver wahrnehmen und endlich mal an den Meisterschaftsspielen teilnehmen. Das ging vorher nicht so, da hat mich der Fußball dann doch immer ein bisschen eingeschränkt. Gerade die Zeit nach dem Feierabend verbringe ich dann natürlich mit dem Nachwuchs, mit unserer kleinen Tochter.

Zusammen mit Jens Fritsche hörte auch Stephan Kriesinger auf.

Zusammen mit Jens Fritsche hörte auch Stephan Kriesinger auf. © Sebastian Reith

Haben Sie noch Kontakt zu Ihren ehemaligen Spielern?

Ja, ich habe noch intensiven Kontakt zu meinem Trainer-Kollegen Stephan Kriesinger. Wir haben uns über die Zeit wirklich angefreundet und uns jetzt auch schon ein paar Mal getroffen. Drei meiner ehemaligen Spieler arbeiten auch in meiner Firma. Felix Lohmann und Jonas Verworn machen bei mir die Ausbildung und Moritz Schulte ist bei uns fest angestellt. Ein bis zwei Mal war ich jetzt auch schon bei den Jungs zugucken, der Kontakt ist also schon noch da.

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Blicken wir noch einmal zurück: Wie sind Sie damals Trainer beim SV geworden?

Das war ein bisschen kurios. 2015 hatte ich noch beim FC Nordkirchen gespielt und für mich eigentlich die Schuhe schon gedanklich an den Nagel gehangen. Es sah damals ja auch nicht ganz so rosig für den SV Südkirchen aus. Die mussten dann ein Jahr später die erste Mannschaft abmelden und sind dann 2016 in der Kreisliga B neu gestartet.

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Christian Kallwey war damals Trainer beim SV Südkirchen und der hatte mir ein bisschen Honig um den Bart geschmiert, dass ich doch nochmal anfangen soll, weil er auch Kontakt über meinem Bruder hatte. Dann habe ich eigentlich nur nochmal als Spieler angefangen und irgendwie hatte Christian schnell für sich entschieden, dass er den Trainerjob nicht weitermachen möchte. Dann bin ich im September 2016 Spielertrainer geworden zusammen mit Felix Windmeier. Das kam also alles sehr überraschend für mich.

Ihr guter Freund Stephan Kriesinger hat bei uns im Interview gesagt, dass er dem SV Südkirchen den Aufstieg in die Kreisliga A zutraut. Jetzt sind die ersten Spiele ja schon um und das Team ist eher mittelmäßig in die neue Saison gestartet. Was trauen Sie dem Team in dieser Saison noch zu?

Grundsätzlich schlummert in der Mannschaft riesiges Potenzial, sodass ich vom Leistungsniveau der Mannschaft auch sagen würde: Sie können auf jeden Fall um den Aufstieg mitspielen. Klar, da ist immer auch ein Quäntchen Glück dabei. Wichtig wird aber sein, dass man in den engen Spielen und gegen „leichte“ Gegner konstant punktet und die richtige Mentalität zeigt. Das hat jetzt am Wochenende gegen Albachten noch nicht so geklappt. Wenn man da oben mitspielen will, muss man auch konstant spielen und immer an das eigene Leistungsmaximum kommen.

Werden wir Sie in Zukunft nochmal als Trainer oder Spieler auf dem Platz sehen?

Nach dem Motto „Man soll niemals nie sagen“ würde ich das jetzt nicht verneinen. Aktuell ist aber nichts geplant. Ich lasse mich da gerne überraschen, was die Zukunft noch bringt, aber im Moment gibt es da auch keine Anfragen oder Kontakte.

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