Schwere Geburt: FC Nordkirchen erkämpft sich 4:3-Sieg gegen den TuS Wüllen

mlzFußball: Bezirksliga

Der FC Nordkirchen tut sich abermals auswärts schwer, schafft aber einen 4:3-Erfolg gegen Wüllen. Mann des Spiels ist Marcel Voß, der doppelt getroffen hat. Der Trainer lobt die Moral.

Nordkirchen

, 01.12.2019, 19:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Issam Jaber, Nordkirchens Trainer, nannte den 4:3-Auswärtssieg des FC Nordkirchen beim Vorletzten der Fußball-Bezirksliga 11, dem TuS Wüllen, eine „schwere Geburt“. Dass der FCN sich auswärts schwer tut, ist aber auch nichts Neues. Es war erst der dritte Auswärtssieg.

Bezirksliga 11
TuS Wüllen - FC Nordkirchen 3:4 (2:1)

Es war ein verrücktes Spiel mit sieben Toren, zwei Platzverweisen und zwei völlig unterschiedlichen Trainerauffassungen. Während Jaber die Gelb-Rote Karte gegen Michael Theuring nach einem Foul an Geburtstagskind Thomas Eroglu als berechtigt ansah, benötigte Wüllens Trainer Uwe Stampfer Zeit, um nach dem Spiel gegen den FC Nordkirchen wieder „herunterzufahren“. Er haderte er mit einigen Schiedsrichterentscheidungen: „Ich halte mich ja meistens zurück. Doch heute hat der Schiedsrichter auf das Spiel Einfluss genommen.“ Theuring habe dreimal Foul gespielt und müsse gehen, so Stampfer. Lukas Mangels verwandelte den fälligen Elfmeter zum 1:1.

Jaber hätte die erste Hälfte gerne wieder vergessen, denn nach dem unnötigen 0:1 fiel das nicht minder unnötige 1:2 nur vier Minuten nach dem Nordkirchener Ausgleich. „Nach einem Freistoß diskutieren wir noch mit dem Schiedsrichter und haben uns nicht aufgestellt“, sagte Jaber. Trotz Überzahl kassierte der FC Nordkirchen so das 1:2.

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In der Halbzeit korrigierte Jaber dann das System vom 4-1-2-3 auf das eingespielte 3-4-3. Auf dem Rasenplatz griff der FCN zu ansonsten ungewöhnlichen Mitteln. Nicht der zauberhafte Kurzpass-Fußball sollte es richten, sondern dreckige lange Bälle waren diesmal das Motto – mit Erfolg: Simon Mors nahm einen Freistoß zum 2:2 ab. Auch am Nordkirchener 3:2 war Mors beteiligt. Er flankte auf den eingewechselten Marcel Voß. Voß, normalerweise Reservist, hatte gegen Wüllen seinen großen Auftritt. Per Kopf traf er auch zum 4:2.

Robin Schwick verpasste noch das fünfte Tor, als er nur den Pfosten traf. Durch den 3:4-Anschlusstreffer wurde es noch einmal knapp, aber als Wüllens Torwart Hendrik Vortkamp in der Nachspielzeit die Notbremse zog, Schwick foulte und Rot sah, war das Spiel endgültig entschieden.

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„Ich habe der Mannschaft nicht nur Leistung gratuliert, sondern zur Moral“, so Jaber, der sich deshalb eine Überschrift wünschte, die etwas zu lang war: „Die Mannschaft hat eine tolle Moral gezeigt auf einem schwierig zu bespielendem Platz gegen einen aggressiven Gegner.“

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