FC Nordkirchen schlägt Adler Weseke trotz verschossenen Elfmeters

mlzFußball: Bezirksliga 11

Der FC Nordkirchen zeigt starke 75 Minuten und hätte deutlich höher führen müssen als 3:0. Dann wird es noch einmal eng, weil der FCN fahrlässig wird - und einen Strafstoß verschießt.

Nordkirchen

, 03.11.2019, 19:29 Uhr / Lesedauer: 2 min


Marian Tüns flankt, Simon Mors nimmt den Ball an und legt ihn auf den eingewechselten Daniel Berger ab. Die gut 20 Meter Tordistanz sind für den schussstarken Linksfuß die perfekte Entfernung. Berger nimmt Maß und zirkelt den Ball zum 3:0 für den Fußball-Bezirksligisten FC Nordkirchen ins Netz.

Bezirksliga 11
FC Nordkirchen - Adler Weseke 3:1 (1:0)

Das Spiel gegen Adler Weseke (13.) war durch Bergers Treffer entschieden, dachten am Kunstrasenplatz in Nordkirchen die meisten Zuschauer. Woran sie nicht mehr glaubten, wäre aber fast passiert, rechnet man die Chancen zusammen, die Nordkirchen den Wesekern zugestand.

Zunächst foulte Mors Marius Lütjann mit einem leichten Schubser im Strafraum – eine überharte Entscheidung, ließ Lütjann sich doch recht theatralisch fallen. Nils Sterken hatte sich dann für andere Ecke als Torhüter Philipp Sandhowe entschieden (83.).

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Sandhowe hatte alle Mühe, die mittlerweile umgestellte Dreierkette nach Nils Vennekers Auswechslung (79.) zusammenzuhalten. Lautstark schnauzte er seine Vorderleute immer wieder zusammen. Doch erst zielte Mike Börsting zu hoch, dann klärte Tüns in höchster Not vor Stefan Radefeld (88.) und kurz darauf pfefferte Börsting das Leder noch einmal vor den Pfosten (90.) – Nordkirchens Fahrlässigkeiten wären fast bestraft worden. „Die letzten 20 Minuten waren nicht zufriedenstellend“, sagte Kapitän Florian Fricke hinterher.

Ansonsten war Nordkirchens Spiel 75 Minuten völlig dominant und die 1:0-Halbzeitführung viel zu niedrig. Bemerkenswert war Nordkirchens Umschaltspiel, gegenüber der Haltern-Niederlage klar verbessert. Das Tor hatte Dennis Närdemann erzielt, der völlig frei in der Mitte Tüns‘ Flanke einschob (29.). Zuvor war Mors schon zweimal aussichtsreich gescheitert. Und Benjamin Siegert hatte es aus 50 Metern versucht, Wesekes Torhüter André Späker eilte aber doch noch in die Tormitte und fing den Ball ab.

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Späker war so ziemlich der auffälligste Gästeakteur. Der 2,13 Meter große Torhüter hielt fast alles, was auf sein Tor flog und spielte verdammt gut mit. Auf der Linie und im Rauskommen war er enorm stark. So hielt er in der 34. Minute erst Robin Schwicks Schuss und auch Mors Nachschuss aus kurzer Distanz. „Dynmanischer als ich erwartet hätte. Vielleicht hat er sich ein bisschen in einen Rausch gespielt“, sagte Fricke. Und deswegen musste Benjamin Siegert auch Kopf und Kragen gegen Radefeld riskieren (39.), um die Halbzeitführung zu bewahren, traf aber bei seiner Grätsche klar den Ball – kein Strafstoß.

Nach der Pause fand Schwicks Freistoß den einlaufenden Mors – der Ball trudelte zum 2:0 ins lange Eck (50.). Und fast hätte sich Mors für einen engagierten Auftritt mit einem Doppelpack belohnt. Sein Kopfballtor (55.) gab der Unparteiische nicht, weil Mors sich aufgestützt haben soll. Die sichere Chance auf das 3:0 vergab Fernando Manfredi nach 62 Minuten. Nach Foul an Mors legte sich der Torschütze aus dem Haltern-Spiel vom Punkt den Ball zurecht und schoss rechts vorbei.

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