Halbzeitzeugnis des SV Südkirchen: Voll im Soll, aber irgendwie doch nicht ganz zufrieden

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Rein punktetechnisch sah es für den SVS in der Hinrunde richtig gut aus. Nur fünf Punkte Abstand gibt es aktuell zum Spitzenreiter. Die Platzierung ist aber noch verbesserungswürdig.

von Nico Ebmeier

Südkirchen

, 20.11.2019, 13:18 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wirklich demütig zeigten sich die Südkirchener vor Ligabeginn nicht. Nach dem neunten Rang in der Vorsaison sollte im Sommer 2020 schon Platz Fünf oder besser da stehen. Außerdem will sich Südkirchen am Ende der Spielzeit unbedingt vor den Gemeindenachbarn SC Capelle und FC Nordkirchen II platzieren. Nach 14 von 28 Spieltagen in der Kreisliga B3 Münster sind noch immer alle Ziele in greifbarer Nähe.

So lief die Hinrunde:

Wäre der September nicht gewesen, würde der SV Südkirchen jetzt vermutlich ganz oben in der Tabelle stehen. Allerdings gab es nach dem Auftaktsieg gegen Bösensell dann in fünf Wochen zwei Pleiten und zwei Remis gegen Mannschaften, die Südkirchen eigentlich schlagen müsste. Auf den ersten Blick tat besonders die 0:6-Schelte auf dem eigenen Platz gegen die Reserve des VfL Senden weh. Sobald es auf den Plätzen richtig kalt wurde, schien der SVS sich wieder gefangen zu haben.

Abgesehen von der Derbypleite in Capelle, verlor Südkirchen seit Anfang Oktober überhaupt nicht mehr. Nun steht Südkirchen nach 14 Spielen mit 24 Punkten auf Platz acht der Tabelle. Nur fünf Punkte hinter Ligaprimus Ottmarsbocholt und nur zwei Punkte hinter dem anvisierten Platz fünf, den aktuell noch der Nachbar aus Capelle belegt.

Das waren die Highlights:

„Definitiv die vergangenen drei Spiele“, meint Trainer Stephan Kriesinger. Beim SV Drensteinfurt lag Südkirchen über 70 Minuten mit 0:2 zurück, um dann doch noch mit 3:2 zu gewinnen. Auch am vergangenen Spieltag gegen den Werner SC II lag die Kriesinger-Elf 80 Minuten lang mit 1:2 in Rückstand, ehe der SVS, besonders mithilfe von Dreierpacker Julian Rohlmann, noch mit 5:2 siegte.

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Das beste Spiel allerdings gab es gegen den Tabellenführer aus Ottmarsbocholt. Auch dort lag Südkirchen mit 0:3 zurück und glich mit dem Schlusspfiff aus. „Wir haben extreme Comebackqualitäten bewiesen, das scheint uns auszumachen. Mir wäre es aber lieber, wenn wir einfach die gesamte Zeit so stark spielen würden“, sagt der Coach lachend.

Das waren die Rückschläge:

Wer sich die SVS-Ergebnisse anschaut, könnte meinen, dass die 0:6-Klatsche auf heimischem Boden gegen Senden II oder die Pleite in Capelle zu den schwärzesten Spielen der ersten Halbserie gehören, aber dem ist überhaupt nicht so: „Ich verliere lieber einmal richtig und kann so erkennen, was falsch war, als dumm Punkte liegen zu lassen“, so Kriesinger. Er spielt dabei besonders auf das späte Remis im Derby gegen Nordkirchen an. „Da waren wir das gesamte Spiel über die bessere Mannschaft und bekommen dann in der Nachspielzeit per Freistoß das 1:1 eingeschenkt. Das ist nervig.“ Genau so nervig sei das 1:1 gegen das bis dato noch punktlose Centro Espanol Hiltrup.

Das sind die Gewinner und Verlierer:

Generell sind wir im Kollektiv extrem stark, da möchte ich gar keinen speziell herausheben“, so Kriesinger. Dass es aber defensiv so gut läuft, hat der SVS besonders Moritz Schulte zu verdanken, der sich quasi aus dem Nichts zum Strippenzieher in der Verteidigung gespielt hat.

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Auf der anderen Seite schmerzt die Verletzung von Robin Dornhege sehr. Der Jungspund verletzte sich in der Partie gegen Ottmarsbocholt schwer und zog sich einen Kreuzbandriss zu. Davor hatte sich Dornhege in seinem ersten Seniorenjahr sofort in der Startelf etabliert und den einen oder andere Veteranen hinter sich gelassen.

Das sagt der Trainer:

„Eigentlich sind wir voll im Soll. Uns trennen nur fünf Punkte von Platz eins, das ist quasi nichts. Dennoch gab es einige Spiele, die wir hätten gewinnen müssen und daran müssen wir arbeiten. Das Ziel bleibt der fünfte Platz und wenn wir da weitermachen, wo wir in der Hinrunde aufgehört haben, werden wir das auch schaffen“, sagt Stephan Kriesinger.

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Das 5:2 gegen den Werner SC II erarbeitete sich der SV Südkirchen vor allem in der zweiten Hälfte. Zwischenzeitlich lag Südkirchen sogar im Rückstand. Von Matthias Kerk

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