Krügers Verletzung trübt beim FC Nordkirchen die Freude über 3:2-Sieg

mlzFußball: Bezirksliga

Statt großem Jubel herrschte nach dem Abpfiff allgemeine Betrübtheit. Daniel Krüger hat sich beim 3:2 gegen Billerbeck am Oberschenkel verletzt und fällt vorerst aus.

Nordkirchen

, 06.10.2019, 18:44 Uhr / Lesedauer: 3 min

Daniel Krüger liegt in der Nachspielzeit mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Nordkirchener Kunstrasen. Der Stürmer windet sich, hält sich immer wieder den linken Oberschenkel. Sofort ist klar: Der Stürmer des FCN hat sich verletzt. Und als eine Minute später abgepfiffen wird, freut sich im Nordkirchener Lager keiner über den hart erkämpften 3:2-Sieg.

Bezirksliga 11

FC Nordkirchen - DJK/VfL Billerbeck

3:2 (1:1)

Sekunden zuvor war Krüger in kämpferischer Manier einem Ball nachgejagt. Schon während des Sprints griff er sich an den Oberschenkel und ging dann schreiend zu Boden. Die nachfolgende Ecke, mit der der FC Nordkirchen die letzten Minuten des Bezirksliga-Spieltags herunterspielte, erlebte Krüger nur noch neben dem Tor mit. Er hielt sich die Hände vors Gesicht. Betreuer Andreas Schneider behandelte die hintere Oberschenkel-Muskulatur mit kaltem Wasser. Ersatzkeeper Marc Philipps und der ausgewechselte Flügel Robin Schwick, der das 1:0 vorbereitet und das 2:1 selbst erzielt hatte, halfen ihm. Nach Abpfiff kam auch noch Joachim Mrowiec dazu. Eine Traube bildete sich schnell um Krüger.

Trainer Issam Jaber fluchte angesichts des Ausfalls laut vor sich hin. „Ich stehe noch unter Schock. Da verliere ich lieber das Spiel als Daniel Krüger“, sagte er nach dem Schlusspfiff. Keine Freude über die drei Punkte beim Tabellendritten. „Für die nächsten Aufgaben ist das für uns ein herber Rückschlag. Er ist ein Führungsspieler“, sagte Jaber. Krüger hatte im Vorjahr 27 Tore für den FCN erzielt. Der Angreifer zählt auch in der Bezirksliga 11 zu den komplettesten auf seiner Position. „Er sagt, dass es richtig geknallt hat im Oberschenkel. Ich hoffe, es ist nichts Schlimmes“, so Jaber. Nach einer leichten Zerrung sah das aber nicht aus. Ein Faserriss dürfte eine mehrwöchige Pause nach sich ziehen.

Vor der Verletzung das Siegtor eingeleitet

Krüger selbst hatte neun Minuten vor dem Abpfiff den Siegtreffer eingeleitet und vorbereitet, indem er an der Mittellinie einen Zweikampf gewann und daraufhin von Benjamin Siegert geschickt wurde. Krügers Flanke wurde abgeblockt – und landete bei Tim Bröer, dem der Ball auf dem Elfmeterpunkt vor die Füße rollte. Krügers beste Chance, selbst ein Tor zu erzielen, hatte er mit einem Kopfball nach 34 Minuten. Ganz knapp flog der Ball am Pfosten vorbei.

Nordkirchen hatte so seine Probleme mit den gut eingestellten Billerbeckern, die ihre Herausforderung spielerisch zu lösen versuchten, robust und schnell waren und sich nicht versteckten. „Es war wirklich glücklich, dass wir da als Sieger vom Platz gegangen sind. Das war der beste Gegner, den wir bisher hatten“, sagte Siegert.

Nach der Führung den Faden verloren

Und es gab kräftige Mithilfe: Max Mertens im Billerbecker Tor verschätzte sich bei Schwicks Flanke, sodass Simon Mors nur noch den Fuß hinhalten musste (8.). Nach der Führung aber verlor Nordkirchen den Faden. „Ich habe in der Kabine gar nicht über die Probleme gesprochen. Es waren zu viele Fehler, die wir hatten“, sagte Jaber, „ich hatte das Gefühl, dass ich ein Déjà-vu vom Merfeld-Spiel hatte.“

Krüger brüllte nach 18 Minuten über den Platz: „Das sind 30 Prozent grad hier!“ Und symptomatisch traf Niklas Kuhlage zwei Minuten später aus halbrechter Position mit strammem Schuss ins lange Eck. Alle Nordkirchener hatten bei dem Treffer zugeguckt. Keeper Philipp Sandhowe stand wie angewurzelt in der anderen Ecke. Frust machte sich breit. Kurz danach pflaumte Jaber Schwick an, der den Ball weggedroschen hatte.

Nordkirchen mit der stärkeren zweiten Halbzeit

Nordkirchen hörte den Weckruf, stabilisierte sich bis zur Pause und kam mit mehr Elan in den zweiten Durchgang. Schwick profitierte von Mertens‘ zweitem Fehler des Tages. Billerbecks Schlussmann spielte einen katastrophalen Pass, den Schwick erlief und sofort ins Netz einschob. Nordkirchen verteilte trotzdem weiter Geschenkte. Nur eine Minute später hätte Max Vandieken das 2:2 erzielen können, vielleicht sogar müssen. Das fiel dann eine Viertelstunde vor Schluss, als Robin Roxin völlig frei Sandhowe überwand.

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