Lars Rustige könnte für den FC Nordkirchen noch richtig wichtig werden

mlzFußball-Bezirksliga

Zum Auftakt in die Fußball-Bezirksliga durfte Lars Rustige für den FC Nordkirchen direkt ran. Der FCN spielte durchwachsen, Rustige stach aber hervor. Das ist nicht selbstverständlich.

Nordkirchen

, 07.09.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Lange tat sich der FC Nordkirchen bei seinem 1:0 (0:0)-Auftaktsieg in der Fußball-Bezirksliga gegen den TuS Eichlinghofen trotz der langen Überzahl schwer. Nicht nur, dass der FCN in seinen Offensiv-Aktionen lange zu harmlos blieb. Auch defensiv ließen die Gastgeber Chancen trotz zu, obwohl sie ein Mann mehr waren.

Das änderte sich erst im zweiten Durchgang. Nordkirchen-Trainer Mario Plechaty stellte von einer Fünfer- auf eine Viererkette um, Lars Rustige rückte aus der Abwehr ins defensive Mittelfeld vor. Eine Maßnahme, die sich schnell bezahlt machte. Sofort stand die Plechaty-Elf sicherer, weil Rustige viele Angriffe der Eichlinghofer im Keim erstickte.

Rustige ist ein wenig euphorisch

Auch wenn Plechaty am Sonntag seiner Elf bescheinigte, kein gutes Spiel gemacht zu haben, war das für Rustige kein Grund, nicht ein wenig euphorisch zu sein, schließlich war es für den Sechser das erste Spiel nach über einem Jahr Verletzungspause wegen einer ausgekugelten Schulter: „Ich freue mich riesig über den Sieg. Es hat richtig Bock gemacht heute.“

Jetzt lesen

Nach dem Spiel nahm Plechaty Rustige auch ein wenig aus der Generalkritik an seiner Mannschaft. Bei dieser hatte er bei niemandem Normalform festgestellt. Bei Rustige sei diese noch am ehesten vorhanden gewesen, räumte Plechaty ein.

Lars Rustige baute in der ersten Hälfte das Spiel häufig von hinten auf.

Lars Rustige baute in der ersten Hälfte das Spiel häufig von hinten auf. © Jura Weitzel

Grund für diese Einschätzung dürfte wohl auch gewesen sein, dass Rustige in der ersten Hälfte, als dieser noch in der Innenverteidigung agierte, einer der auffälligeren Spieler gewesen war. Von hinten versuchte der im Sommer zusammen mit Coach Plechaty gewechselte Akteur das Spiel des FCN aufzubauen.

Plechaty lobt seinen Schützling

Auf die Frage, ob er gerne die Verantwortung für die Spieleröffnung übernimmt, zögert Rustige: „Eigentlich fühle ich mich da schon wohl“, sagt er, „aber man ist auch leichter ausrechenbar. Da wäre es gut, wenn wir ein paar Alternativen hätten.“

Jetzt lesen

Rustige zeichnet sich aber nicht nur durch Spielstärke und -intelligenz aus. Er ist vor allem einer, der sich voll reinhängt. „Er geht in jeden Zweikampf, spielt mannschaftsdienlich und bringt richtig Feuer rein“, sagt Plechaty über seinen Schützling, an dem er außerdem schätzt, dass er auf mehreren Positionen einsetzbar ist.

Lars Rustige geht keinem Zweikampf aus dem Weg.

Lars Rustige geht keinem Zweikampf aus dem Weg. © Jura Weitzel

Er selbst bezeichnet sich auch als Kämpfer - zurecht, wenn man seinen Einsatz auf dem Feld sieht. „Ich glaube, zu meinen Stärken gehören Zweikämpfe und Motivation“, mein Rustige und fügt, als wolle er das verdeutlichen, hinzu: „Ich will den Gegner einfach auffressen.“

Wichtig ist, dass Rustige gesund bleibt

Jetzt ist es für Rustige und den FC Nordkirchen aber erst mal wichtig, dass der Sechser gesund bleibt. Das meint auch Plechaty: „Wenn er fit ist, ist er ganz wichtig für die Mannschaft.“ Nach seiner langen Pause hofft Rustige selbst natürlich ebenfalls darauf, möglichst lange verletzungsfrei zu bleiben. Dann könnte er schnell zu einer der Säulen den Mannschaft heranwachsen.

Jetzt lesen

Ein erster Beleg dafür war das Spiel der Nordkirchener gegen Eichlinghofen. Lars Rustige war aber vor allem zufrieden, dass er sein Pflichtspiel-Comeback feiern konnte, dass er selbst gut spielte und - nicht zuletzt - dass Nordkirchen einen erfolgreichen Liga-Auftakt feierte. Oder wie Rustige es ausdrückte: „Es war ein geiler Sonntag!“

Lesen Sie jetzt