Marcel Stiepermann: Der treffsichere „Oldie“ beim FC Nordkirchen

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Sein Bruder spielt in der Premier League, Marcel Stiepermann selbst geht nun beim FC Nordkirchen auf Torejagd. Der 34-Jährige drückt aber erstmal auf die Euphoriebremse.

von Nico Ebmeier

Nordkirchen

, 03.08.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In den Tagen vor der Veröffentlichung des Transfers von Marcel Stiepermann zum Fußball-Bezirksligisten FC Nordkirchen sprach Mario Plechaty von einem echten Knaller. Und tatsächlich - schon beim zweiten Spiel mit seinem neuen Arbeitgeber traf der 34-Jährige direkt doppelt.

Nordkirchen-Kapitän Florian Fricke und Neuzugang Lars Rustige liefen gerade ihre Auslaufrunden, als Marcel Stiepermann im Strafraum des SuS Kaiserau zum Schuss ansetzte. Nach Zuspiel von Dominik Dupke schoss er das zwischenzeitliche 3:3. „Mit der Picke. So wird´s gemacht. Das sind 34 Jahre Erfahrung“, rief Fricke dem Torschützen lautstark zu.

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Marcel Stiepermann selbst kann sich mit dieser Rolle auch ganz gut Abfinden. „Es gibt ja noch den Daniel Eroglu. Der ist 36. Das ist schon alles ganz okay“, sagt der Mittelfeldspieler mit einem Lächeln. Denn die Fußball-Vita, die er in seinen 34 Jahre vorzulegen hat, kann sich wahrlich sehen lassen.

A-Jugend-Bundesliga bei der SG Wattenscheid, Regionalliga bei RW Oberhausen, dem SC Wiedenbrück und RW Essen. Durch Verletzungen gebeutelt reichte es danach „nur noch“ für die hiesigen Westfalen- und Landesligen. Über Mengede, Schüren und Kirchhörde führt sein Weg nun zum FC Nordkirchen.

Marcel Stiepermann: „Ich fühle mich hier richtig wohl.“

„Ich fühle mich richtig wohl hier. Es ist fußballerisch und menschlich eine super Truppe. Wenn ich sehe, wie gut hier alle Neuzugänge aufgenommen wurden. Ich kam hierhin, kannte hier keinen und jetzt bin ich längst ein richtiger Teil der Mannschaft“, lobt Stiepermann, dessen Bruder Marco übrigens bei Norwich City in der englischen Premier League gespielt hat und vor Kurzem abgestiegen ist.

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Wie wohl sich der Rechtsfuß beim FC Nordkirchen fühlt, zeigte das Testspiel am Sonntag beim SuS Kaiserau. In der 30. Minute traf er zum ersten Mal im schwarz-weißen Dress, zu Beginn der zweiten Halbzeit legte er direkt noch mal nach. „Die zwei Tore lege ich jetzt erst mal in den Hintergrund“, erklärt Stiepermann.

„Wir wollten jetzt erst mal an die Leistung vom vergangenen Dienstag gegen den Lüner SV anknüpfen und das lief so weit schon mal sehr gut. Auch, wenn wir alle etwas platt sind.“

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Trotz der Siege über einen Westfalen- und einen Landesligisten drückt der „Oldie“ aber dennoch erst mal auf die Euphoriebremse: „Das ist immer das große Problem. Da müssen wir jetzt versuchen, die Spannung hochzuhalten. Zwar nehmen wir den Sieg gerne mit, aber genau das ist das gefährliche. Man hört immer FC Nordkirchen, die haben viel vor. Aber wenn wir dann die ersten Ligaspiele verlieren, ist das alles nichts mehr Wert.“

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