Niklas Kaiser hat sich zu einer Säule entwickelt beim SC Capelle

mlzFußball-Kreisliga B

Niklas Kaiser war einer von drei Neuzugängen, die der SC Capelle im Sommer vorgestellt hat. Ein halbes Jahr später ist er der einzige, der noch da ist. Sportlich ist er eingeschlagen.

Capelle

, 11.02.2019, 10:47 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ende Juli 2018 stellte der gerade abgestiegene Fußball-B-Ligist SC Capelle den Kader vor - darunter auch fünf neue Gesichter. Auf dem Bild der Neulinge stand neben dem Trainergespann Daniel Knapp/Jörg Sudhaus in erster Reihe ein 1,73 Meter kleiner Blondschopf namens Niklas Kaiser, eingerahmt von den anderen beiden externen Neuzugängen Recep Alkan und Fabian Panne, die gegenüber Kaiser wie Türme wirkten.

Niklas Kaiser hat sich zu einer Säule entwickelt beim SC Capelle

Capelles Neue im Sommer (v.l.): Trainer Jörg Sudhaus, Recep Alkan, Niklas Kaiser, Fabian Panne und Trainer Daniel Knapp. © Reith

Ein halbes Jahr später trägt von dem Quintett nur noch einer den schwarzgelben Dress des SC Capelle: der kleine Blonde, Niklas Kaiser. Es hatte irgendwie nicht richtig gefunkt zwischen den anderen vier Protagonisten und dem Verein. Nach zehn Spielen an der Seitenlinie traten erst die beiden Trainer zurück. Mittelfeldspieler Recep Alkan verließ den Verein, nachdem er mit Reinhard Behlert eigenen Angaben zufolge nicht auf einer Wellenlänge lag. Und bei Ersatzkeeper Fabian Panne dürften sportliche Gründe nach nur zwei Einsätzen eine größere Rolle gespielt haben. Übrig blieb nur Niklas Kaiser.

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Niklas Kaiser ist wichtig für den SC Capelle geworden

Und er ist auch der einzige Neuzugang, der sportlich voll eingeschlagen ist. Der 20-jährige gebürtige Bergkamener, der vom VfK Weddinghofen nach Capelle gewechselt war, kannte hauptsächlich den Fußball in seiner Heimatstadt. „Ich wollte mich weiterentwickeln und mal eine Saison als Stammspieler spielen“, sagt er. Gelungen ist ihm das: 13 Mal stand der Offensivspieler in der Startelf. Nur Kapitän Simon Walter und Stammtorwart Maximilian Nölkenbockhoff standen öfter im ersten Aufgebot. Und Kaiser ist auch Top-Torjäger. Gemeinsam mit Toralf Streppel steht er zur Winterpause in der teaminternen Rangfolge mit sechs Treffern ganz oben.

Große Loyalität von Niklas Kaiser

An ihm lag es nicht, dass der SC Capelle mit nur elf Punkten als Tabellenvorletzter überwinterte. Und anders als seine Teamkollegen, die mit ihm bei dem Fototermin im Sommer noch neben ihm standen, entschied sich Kaiser gegen einen Wechsel im Winter. „Ich möchte mithelfen, dass der Verein nicht absteigt. Meine Loyalität ist groß. Ich möchte das hier zu Ende bringen“, sagt Kaiser.

Er sei in der Mannschaft gut aufgenommen worden und mit beiden Trainerteams, die den SC Capelle in dieser Saison bisher gecoacht haben, gut klargekommen. Auf eine Seite möchte er sich aber nicht schlagen. „Wenn die Ergebnisse nicht stimmen, müssen leider immer die Trainer dran glauben“, sagt er zum Aus von Sudhaus/Knapp im Oktober. Trainer Reinhard Behlert spielt in seinem Leben nicht nur im Sport eine Rolle. Denn Kaiser absolviert eine Ausbildung zum Chemikant bei Bayer in Bergkamen - hier arbeitet auch Behlert, auch wenn beide beruflich bislang noch nicht viel miteinander zu tun hatten.

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Man könnte sagen: Die Chemie stimmt. „Ich bin sehr zufrieden und könnte mir vorstellen, auch über das Saisonende hinaus zu bleiben“, sagt Kaiser. Kontra-Argumente gegen einen Verbleib des treffsichersten Capellers mit Zukunft und Potenzial ist die Pendelei. „Der Aufwand ist groß“, bestätigt Kaiser.

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