Nordkirchener Leichtathlet Alfred Achtelik hofft auf WM-Gold

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Bei den Leichtathletik-Hallenweltmeisterschaften der Senioren im polnischen Torun geht Alfred Achtelik als Favorit in den Wettkampf. Momentan ist der Nordkirchener Weltjahresbester.

von Nico Ebmeier

Nordkirchen

, 27.03.2019, 16:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine handelsübliche Tür ist zwei Meter hoch. Und trotz seiner mittlerweile 57 Jahre schafft es der Nordkirchener Stabhochspringer Alfred Achtelik immer wieder, sich auf mindestens die doppelte Höhe zu katapultieren. Auch deswegen geht er bei den diesjährigen Hallenweltmeisterschaften im polnischen Torun als Favorit ins Rennen.

Momentan ist er nämlich mit übersprungenen 4,21 Meter der Weltjahresbeste. Keiner seiner Konkurrenten hat also in diesem Jahr bei einem offiziellen Kräftemessen eine bessere Leistung gezeigt. Und da liegt das Problem, weiß Achtelik: „Die meisten meiner Konkurrenten sind in diesem Jahr noch nicht zu einem wirklichen Wettbewerb angetreten. Ich habe wirklich keine Ahnung, wie viel diese 4,21 Meter Wert sind.“

Alfred Achtelik geht fast ohne Training in den Wettbewerb

Die Halle wirklich kennenlernen kann der Nordkirchener bis zum Wettkampf am Donnerstag. „Ich bin grade auf dem Weg ins Hotel. Es war eine sehr lange Autofahrt bis nach Polen“, sagte er am Mittwochmittag. „Ich werde zwar heute Abend noch einmal in die Halle gehen, aber ein wirkliches Training wird nicht nötig sein.“ Seit Montag laufen die achten WMACI, die World Masters Athletics Championships Indoor bereits und am Donnerstag gegen 13 Uhr haben dann auch die Stabhochspringer endlich ihren großen Auftritt. Die Zuschauer haben die Möglichkeit, sich unter www.wmaci2019.com zu informieren oder sogar den Wettbewerb live auf dem YouTube-Channel „Sport TVTorun“ zu verfolgen.

Am Wettkampftag erwartet Achtelik einen durchaus harten Wettbewerb.

Über vier Meter sind das Ziel

Es wird eingestiegen bei 2,75 Meter und dann jeweils um fünf Zentimeter erhöht. „Die Einstiegshöhe sollte für die Meisten zu knacken sein. Aber die schnelle Erhöhung könnte einige früh an ihr Limit bringen“, sagt der deutsche Stabhochspringer. Auch das große Teilnehmerfeld birgt neue Schwierigkeiten: „Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, bei vier Metern einzusteigen, aber nun steige ich schon bei 3,80 Metern ein, um die Wartezeit zu verkürzen“, so Achtelik.

Wirklich Druck macht sich der Nordkirchener aber auch nicht. „Wenn ich irgendwo zwischen 4,10 und 4,20 Meter springe und Zweiter werde, bin ich auch sehr zufrieden.“

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