Prestigeträchtiges Duell zwischen dem SV Herbern und dem FC Nordkirchen endet Remis

Fuchs-Cup

Jan Hoenhorst hat dem SV Herbern in letzter Minute beim Fuchs-Cup noch den Punkt gegen den FC Nordkirchen gerettet. Die Nordkirchener hatten zuvor einen Rückstand gedreht.

Nordkirchen, Herbern

, 24.07.2019, 22:08 Uhr / Lesedauer: 2 min
Prestigeträchtiges Duell zwischen dem SV Herbern und dem FC Nordkirchen endet Remis

Nordkirchens Benjamin Siegert (r.) grätscht Eric Sabe vom SV Herbern den Ball ab. © Sebastian Reith

Fußball-Landesligist SV Herbern hat sich am Mittwoch mit 2:2 im prestigeträchtigen Vorrundenspiel des Fuchs-Cups vom Bezirksligisten FC Nordkirchen getrennt.

Den vierten Turniertag des Vorbereitungsturniers auf dem Herberner Naturrasen prägte am Nachmittag zunächst eine Absage. Kreisligist Davaria Davensberg, der Montag mit 0:5 gegen Gastgeber SV Herbern verloren hatte und am Mittwoch das erste Spiel um 18.15 Uhr gegen Westfalia Kinderhaus bestreiten sollte, hatte seine Turnierabsage bekanntgegeben - aus Personalgründen.

Davaria Davensberg zieht sich aus dem Turnier zurück

Der Verein bekomme nach Verletzungen und einer Sperre am Montag keine konkurrenzfähige Truppe auf den Rasen, hieß es. Und die Davaren schoben öffentlich gleich eine Schiedsrichter-Kritik hinterher. Am Rande des Abendspiels am Mittwoch zwischen Herbern und Nordkirchen ernteten die Davensberger dafür nur eins: Unverständnis.

Die Organisatoren des SV Herbern entschieden sich aufgrund des vorzeitigen Rückzuges dazu, das erste Spiel der Gruppe aus der Wertung zu nehmen und es aus Fairnessgründen wie die anderen Partien mit nur 0:2 zu werten. Für den FC Nordkirchen ergaben sich somit neue Chancen. Ein Sieg gegen Herbern würde den FCN plötzlich auf Platz zwei katapultieren können.

SV Herbern ist besser, trifft aber nicht

Nordkirchen präsentierte sich auch wesentlich besser als noch gegen Landesligist Kinderhaus am Montag (1:4). Dass Nils Venneker zurück in der - ungewohnten - Viererkette war, sorgte für spürbare Stabilität. Mehr Elan hatte trotzdem der SVH. Hochkarätige Canchen ergaben sich aber erst nach einer halben Stunde. Philipp Sandhowe lenkte Nika Amoevs nicht voll getroffenen Aufsetzerball mit einem Reflex noch an den Außenpfosten (34.). „In der ersten Halbzeit haben wir uns gute Chancen rausgespielt. Da hätten wir schon eher in Führung gehen können. Den Auftritt fand ich mehr als in Ordnung“, sagte SVH-Coach Holger Möllers.

Drei Minuten später hatte Daniel Krüger Nordkirchens beste Gelegenheit in Hälfte eins mit einem Kopfball. Dass Nordkirchen Herberns Fahrlässigkeit nicht bestrafte, rächte sich keine Minute später. Joe Breloh legte quer auf Amoev - der hatte Venneker mit einem Stoß aus dem Weg geräumt und somit freie Bahn - 1:0.

Daniel Krüger an zwei Toren beteiligt

Der Führungstreffer hatte aber nicht lange Bestand. Vier Minuten nach dem Seitenwechsel nahm Krüger den Arm von Torwart Sven Freitag dankend an und fiel. Den fälligen Elfmeter verwandelte Fricke (50.). Mehr aus seinem Platz hätte Marian Tüns machen können. Mit der Innenseite verfehlte er das leere Tor, aus dem Freitag etwas zu weit herausgelaufen war. „Mit dem 1:1 haben wir dann den Faden verloren, zu ungeduldig gespielt. Wir wollten nur nach vorne“, sagte Möllers, der das Unentschieden als verdient bezeichnete.

Wenig später dann aber doch die Nordkirchener Führung durch Krüger, der vor etwas mehr als einem Jahr noch das blaugelbe Trikot des SV Herbern trug. Über Robin Schwick und Dennis Närdemann, noch einen Ex-Herberner, bekam Krüger die Kugel, täuschte an und ließ Freitag keine Chance. Vor der Niederlage bewahrte schließlich Jan Hoenhoerst die Herberner fünf Minuten vor Schluss nach langem Ball von Julian Trapp.

Issam Jaber hätte gerne gewonnen

„Wir hätten es auch verdient gehabt, zu gewinnen. Wir hatten zwei dickere Chancen als Herbern. Wir hatten einen Plan im Mittelfeld. Hier wollte ich, dass wir pressen. Das hat super funktioniert. Die Aufgaben, die wir uns gestellt haben, haben wir gelöst. Deshalb bin ich zufrieden“, sagte Nordkirchens Trainer Issam Jaber.

Für die Gruppe bedeutet das: Der SV Herbern braucht einen Sieg am Freitag gegen Kinderhaus, um in das Finale zu kommen. Bei einer Drei-Tore-Niederlage hat sogar noch der FC Nordkirchen eine Chance auf das kleine Finale.

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