SC Capelle ist jetzt ein Titelkandidat - auch dank des Kunstrasens in Südkirchen

mlzHinrundencheck

Der SC Capelle hat sich in der Tabelle im Oktober und November gewaltig nach oben gearbeitet - mit kräftiger Mithilfe der Spitzenteams. Dem SCC ist sogar der ganz große Wurf zuzutrauen.

Capelle

, 26.11.2019, 22:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der SC Capelle ist so etwas wie die Mannschaft der Stunde. Nach einer Siegesserie hat der Klub Platz fünf in der Fußball-Kreisliga B3 Münster erobert. Der Rückstand zum Tabellenführer beträgt nur noch drei Punkte.

So lief die Hinrunde: Die Tendenz zeigt beim SC Capelle klar nach oben. Der erste Sieg gelang erst am vierten Spieltag, der zweite am siebten - gegen Kellerkinder. Aus den ersten acht Spielen gab es vier Pleiten. Dann die Wende: Die letzten sechs Spiele gewann der SC Capelle allesamt. „Es wäre der Hammer, wenn die Mannschaft oben mitspielen könnte“, sagte Trainer Reinhard Behlert über Tabellenplatz fünf. Sogar als Tabellenführer zu überwintern, ist nicht unrealistisch, weil selbst Tabellenführer Ottmarsbocholt schon sechs Spiele nicht gewonnen hat. Zwischen Range eins und Platz neun liegen gerade einmal fünf Zähler, weil die vermeintlichen Spitzenteams schwächeln.

Highlights: Als der SC Capelle den damaligen Spitzenreiter TuS Hiltrup II mit 3:0 aus dem Stadion schoss, bekam die Behlert-Elf richtig Aufwind. „Es hat ‚Klick‘ bei den Jungs gemacht“, so Behlert, „die haben den Schalter umgelegt, indem sie gesehen haben, was sie leisten können.“ Die Siegesserie ist sogar noch besser als im Frühjahr 2019, als Capelle einmal sechs Spiele hintereinander nicht verlor - allerdings waren darunter auch Unentschieden. Noch nicht geknackt sind die fünf Spiele in Serie ohne Gegentor aus der vergangenen Saison.

Rückschläge: An das 0:6 gegen den Werner SC II am sechsten Spieltag erinnert sich Reinhard Behlert dagegen eher ungern zurück. „Die Mannschaft hat gemerkt, dass es ungünstig ist, wenn man ein Spiel am Sonntag nicht in den Fokus rückt und sich gut vorbereitet“, so Behlert. An dem Wochenende begoss die Königsgarde Capelle 60. Bestehen mit einer Feier. Freundlich gesagt: Nicht alle SCC-Akteure waren Sonntag in Normalform. „Die Jungs haben verstanden: Es geht nur eins: entweder - oder!“ Schützenwesen oder Fußball. Beim nächsten Jubiläum wird die Mannschaft das Spiel wohl frühzeitig verlegen.

Gewinner: Stefan Möer ist zurück beim SC Capelle. Nach langer Verletzungspause - fast vier Jahre spielte der Offensivmann nach Kreuzbandverletzung kein Fußball mehr - belebt Möer wieder den Sturm des SC Capelle. Überhaupt profitierten vor allem die Angreifer von der neuen offensiven Spielweise beim SCC. „Wir sind offensiver ausgerichtet und versuchen, das Spiel zu bestimmen“, sagte Behlert. Sinan Kixmöller (7), Simon Walter (7) und Oliver Eckey (6) bilden ein Trio mit ausgeglichener Trefferquote. Und Torgefahr, die auf mehrere Beine verteilt ist, macht die Mannschaft schwerer zu verteidigen.

Verlierer: Mal wieder hat den SC Capelle das Verletzungspech ereilt. Fabrizio Pate: Muskelabriss im Oberschenkel. Max Cillien: Bänderriss im Sprunggelenk. Marcel Dülfer: Bandscheibenvorfall. Bei Felix Nölken kam das Hinrunden-Aus auch jäh. Und auch Alexander Küper, dem jedes Jahr das Verletzungspech treu bleibt, holte sich einen Faserriss ab.

Trainerstimme: „Dieses Kalenderjahr spielen wir recht konstant. Wir sind auf einem guten Niveau. Geholfen hat uns sicherlich auch, dass wir einmal pro Woche auf dem Kunstrasen in Südkirchen trainieren. Uns fehlte ohne das Training die Fähigkeit, mit anderen Teams mitzuhalten. Wenn wir auf den Aschenplatz gehen mussten, hatten wir Anpassungsprobleme. Einen Riesendank also nach Südkirchen! Das ist denen hoch anzurechnen“, sagte Reinhard Behlert.

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