SC Capelle vor dem Saisonstart - wie Reinhard Behlert Stabilität in den Verein brachte

mlzKreisliga B

In der vergangenen Saison drohte der SC Capelle abzusteigen. Damit will der Verein in dieser Saison nichts zu tun haben. Grund für den positiven Wandel ist auch Trainer Reinhard Behlert.

von Carl Brose

Capelle

, 23.08.2019, 10:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zum Ende der Hinrunde in der vergangenen Saison stand der SC Capelle vor seinem vorläufigen Tiefpunkt. Mit nur zehn Punkten standen die Capeller auf dem 15. Platz der Kreisliga B. Dazu stellten sie mit 50 Gegentreffern in nur 15 Spielen die Schießbude der Liga - es drohte der Abstieg in die Kreisliga C. Seitdem hat sich allerdings einiges verändert in Capelle, nach einer guten Vorbereitung geht die Mannschaft mit einer gewissen Euphorie in die kommende Saison, mit dem Abstieg will der SCC in diesem Jahr nichts zu tun haben.

Reinhard Behlert sorgte für Stabilität

Einen großen Anteil an der guten Stimmung im Verein hat der Trainer. Reinhard Behlert übernahm nach einem katastrophalen Saisonstart und dem Rücktritt vom vorherigen Trainerduo Daniel Knapp und Jörg Sudhaus das Traineramt im Oktober letzten Jahres in einer schwierigen Phase. „Für mich war damals schon klar, dass ich das dann nicht nur übergangsweise machen wollte. Capelle hat in der Vergangenheit extrem viel Fluktuation gehabt. Das war nicht gut für die Spieler. Ich wollte zusammen mit meinem Co-Trainer Benedikt Reckmann wieder Kontinuität reinbringen“, so Behlert über seine Rückkehr an den Capeller Sportplatz.

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Seitdem gelang es ihm, die Leistungen der Mannschaft zu stabilisieren und den Klassenerhalt am Ende souverän einzufahren. In der Rückrunde kassierte Capelle nur noch 15 Gegentore, die zweitbeste Verteidigung hinter dem späteren Meister SG Selm. Die Folge von der Umsetzung eines klaren Plans von Behlert: „Wir haben erstmal ganz klar den Fokus auf die Defensive gelegt und wollten uns so schrittweise stabilisieren. Danach haben wir erst an den anderen Mannschaftsteilen gearbeitet.“

SC Capelle ist zusammengerückt

Vor dem Saisonauftakt am Sonntag gegen den SC Gremmendorf (Anstoß 15 Uhr, Am Hohen Ufer, Gremmendorf) ist Behlerts Mannschaft jetzt in richtig guter Form. In der Vorbereitung schlug Capelle zweimal den A-Ligisten TuS Ascheberg und erzielte auch sonst gute Ergebnisse. „Wir sind hier alle eng zusammengerückt. Alle Jungs in der Mannschaft sind Capeller und bilden eine Einheit. Wir verfolgen aktuell die Philosophie, die Capelle schon immer besonders gemacht hat“, sagt Behlert. Dazu haben die Systemänderungen gut in der Mannschaft funktioniert: „Die Jungs haben das erfreut aufgenommen. Es ist immer schwer, jemandem etwas aufzudrücken. Wenn die Mannschaft Spaß am Training hat, nehmen die alles wie ein Schwamm auf und setzen es direkt um.“

Mehr als nur Verteidigen

In dieser Saison wollen die Capeller den nächsten Schritt machen. Nachdem in der vergangenen Saison die Abwehr stabilisiert wurde, will Behlert nun das Spiel nach vorne in den Fokus rücken. „Nur Verteidigen, Grätschen und Beißen ist nicht unser Anspruch, dafür haben wir zu gute Fußballer. Wir wollen Spiele dominieren und mit jedem einzelnen Gegner in der Liga mithalten. So werden wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben.“

Aber der Trainer warnt auch vor einem schwierigen Auftaktspiel. In den vergangenen Jahren spielte Gremmendorf immer wieder um den Aufstieg aus der Kreisliga B mit. „Das wird ein richtiger Gratmesser. Ich denke, dass Gremmendorf unbedingt aufsteigen will dieses Jahr“, so Behlert, „und nur weil die Stimmung in der Mannschaft gut ist, heißt das noch lange nicht, dass man auch das erste Spiel direkt gewinnt.“

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