Schwingen mit Ringen: Trainerin aus Capelle will Vibroswingsystem weiter bekannt machen

mlzFitness

Bei „Sport im Park“ in Nordkirchen und beim SC Capelle bietet Sabrina Muddemann bereits ihr Training mit Smovey-Ringen an. Sie will das Vibroswingsystem aus Österreich aber noch bekannter machen.

Capelle, Nordkirchen

, 10.07.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schwingen mit Ringen, so lassen sich die Übungen hinter dem offiziellen Namen „Smovey-Training“ wohl am besten beschreiben. Hierzulande ist das Vibroswingsystem aus Österreich noch nicht allzu bekannt, Sabrina Muddemann will aber an dieser Situation etwas ändern. Seit Ende Mai gibt sie bei „Sport im Park“ in Nordkirchen Kurse mit den Ringen und bietet zusätzlich mittwochs noch Stunden beim SC Capelle an. Sie selbst ist auf diese Form des Sporttreibens vor sieben Jahren über ihre in Bayern lebende Mutter gekommen. „Sie gibt Bewegungskurse und hat irgendwann die Smoveys mitgebracht.“

Seitdem trainiert Muddemann selbst mit den Ringen und hat immer wieder nach einem Trainer gesucht. Schlussendlich entschied sie sich im vergangenen Jahr dazu, sich selbst ausbilden zu lassen. Vorbereitet hat sich die 38-Jährige etwa ein halbes Jahr mit einer Ausbildung und fünf verschiedenen Weiterbildungen.

Vielfältiges Training möglich

Smovey, das steht übrigens für „smile, move and swing“, auf deutsch lachen, bewegen und schwingen. Bestehend aus einem Schlauch und vier Stahlkugeln, wird beim Vor- und Zurückschwingen der Ringe eine Frequenz erzeugt, die man als Vibration spürt. Hinzu kommt beim Training auch noch die Komponente Gewicht. Obwohl der Smovey nur 500 Gramm wiegt, kann der Ring beim Schwingen sich auf bis zu fünf Kilogramm Massenkraft steigern.

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Somit lässt sich ein vielfältiges Training gestalten. „Man kann unter anderem Kraft- und Ausdauertraining machen, Wassergymnastik sowie Übungen für die Tiefenmuskulatur“, erklärt Muddemann. Sie selbst geht mit ihren Kursteilnehmern walken und nimmt die Ringe dabei mit. Vor allem das gelenkschonende Training ist der 38-Jährigen besonders wichtig. „Es ist nicht so starr wie beispielsweise bei Hanteln. Hand- und Ellenbogengelenke sind nämlich nicht angewinkelt und der Schwung kommt aus der Schulter.“

Körperlich braucht es keine großen Voraussetzungen, um bei den Kursen von Muddemann mitzumachen. „Das können Kinder machen, aber auch Senioren. Das ist ein Training für alle Altersklassen.“ Für Menschen mit Handicap sei es ebenfalls kein Problem. Erfunden wurde das Vibroswingsystem von Johann Salzwimmer, der als Leistungssportler die Diagnose Parkinson erhielt und die präventive und rehabilitierende Wirkung der Smoveys entdeckte.

Kombination aus Laufen und Schwingen

Bei ihrem Workout, dass im Zuge von „Sport im Park“ angeboten wird, fängt Muddemann ganz klein an. „Wir beginnen dann mit Koordinations- und Gleichgewichtsübungen. Die Kombination von Laufen und Schwingen stellt einige zu Beginn vor Herausforderungen.“

Corona und die damit verbundenen Maßnahmen stellten die Trainerin nicht vor große Hindernisse. Denn im freien habe man automatisch Abstand, da die Teilnehmer für das Schwingen Platz brauchen. Die Ringe selbst desinfiziert sie vor und nach den Kursen immer. Diese müssen nämlich nicht selbst gekauft werden, Muddemann hat 20 eigene im Repertoire.

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Bisher kann sich die 38-Jährige über die Resonanz nicht beschweren. Bei ihren Mittwochskursen sind es 18 angemeldete Teilnehmer, bei „Sport im Park“ 12 Sportinteressierte. Mehr als 20 Leute pro Kurs wären ihr persönlich zu viel, da sie sonst nicht mehr auf jeden einzelnen eingehen und Korrekturen vornehmen könne. Vom Alter her seien die Gruppen sehr gemischt. „Von Mitte 20 bis ins Rentenalter ist da alles dabei. Und die Leute lassen sich wirklich auf das Unbekannte ein.“ Werbung für ihre Kurse hatte Muddemann in Nordkirchen und Capelle gemacht und ist anschließend noch mit dem SC Capelle in Verbindung getreten.

Nach den Ferien will sie auch noch dienstags ihre Stunden anbieten. Langfristig sei ebenfalls Wassertraining geplant. Maximal zwei weitere Stunden pro Woche zu den bestehenden Kursen könne sie noch leisten. „Ich habe aber noch einen Vollzeitjob und mache das nur nebenberuflich“, erklärt Muddemann.

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