SVS-Trainer mit Unverständnis über Spielabsage durch Coronavirus: „Das ist übertrieben!“

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Nun ist auch der SV Südkirchen indirekt vom Coronavirus betroffen. Die Volleyball-Damen trifft es besonders hart. Ihr Topspiel gegen Senden um den Aufstieg musste abgesagt werden.

von Hendrik Skirde

Nordkirchen

, 13.03.2020, 12:46 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Coronavirus hat nun auch den Lokalsport komplett im Griff. So ziemlich alle Sportveranstaltungen und mehrere Ligabetriebe wurden auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Auch die Volleyball-Damen des SV Südkirchen sind nun vom Coronavirus betroffen. Nachvollziehbar fand das aber nicht jeder.

„Das ist einfach übertrieben“, sagte der Trainer der Volleyball-Damen des SV Südkirchen Wolfgang Uhlenbrock über die Spielabsage aufgrund des Coronavirus.

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Südkirchen ist aktuell Tabellenerster, in absoluter Topform und hätte am Samstag mit einem Sieg gegen den Tabellenzweiten, den ASV Senden III, den Aufstieg besiegeln können. „Bei uns waren es nur noch zwei Spiele zu spielen, die hätten wir auch noch durchgezogen“, so der ernüchterte Trainer.

Enttäuscht war der Trainer auch über den Aufwand die große Sporthalle in Nordkirchen zu bekommen, um mehr Zuschauer zum Spiel gegen Senden lotsen zu können. Das sei nun alles für die Katz gewesen. „Auch die Mädels wollten unbedingt spielen, wir waren richtig euphorisch und echt gut drauf“, so der geknickte SVS-Übungsleiter.

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Südkirchen hätte nach dem Aufstieg in die Bezirksklasse vor zwei Jahren nun noch einen Schritt weitergehen und in die Landesliga aufsteigen können. Gerade die Absage des Topspiels sei nun ein harter Brocken. „Uns wurde ein Highlight genommen“, ärgerte sich der Trainer.

Uhlenbrock war nicht nur von der Entscheidung enttäuscht, sondern hätte sich auch eine bessere Kommunikation zwischen dem Verband und den einzelnen Mannschaften gewünscht. „Die Staffelleiter hätten bei ihren Vereinen eine kurze Umfrage machen können. Dann wären wir bestimmt zu dem Entschluss gekommen, die beiden Spieltage noch zu bestreiten. Niemand hat mit uns gesprochen“, gab sich der Trainer unverständnisvoll.

Südkirchens Volleyballerinnen werden den Trainingsbetrieb weiterhin bis Ostern aufrecht erhalten. „Wir wollen vorbereitet sein, wenn es wieder losgeht“, sagte Uhlenbrock.

Der Trainer sei gespannt wie es nun weitergeht und hofft, dass die letzten Spiele wenigstens noch zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden, auch wenn das dann trotzdem nicht das gleiche sein würde. „Wenn die Saison komplett abgesagt wird, steht es ja in den Sternen, wer aufsteigt und ob es überhaupt einen Aufsteiger gibt. Wenn es gar keinen Aufsteiger geben wird, würde unsere Leistung in der bisherigen Saison nicht vernünftig belohnt werden“, sagte der gefrustete Trainer.

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