Südkirchener Fußballer verletzt sich einen Tag nach seiner Hochzeit schwer

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Im schlimmsten Fall hätte es eine lange Pause werden können. Jetzt sieht es danach aus, als müsse Michael Luppus nicht so lange auf seinen Spieler verzichten. Der hätte gar nicht spielen sollen.

Südkirchen

, 15.09.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für den SV Südkirchen war es rundherum ein gebrauchter Tag in der Fußball-Kreisliga B. Das 2:6 gegen die DJK GW Amelsbüren brachte SVS-Trainer Michael Luppus gehörig auf die Palme - allen voran wegen der Schiedsrichterleistung. Und als sei das nicht genug gewesen für den Sonntagnachmittag, verlor Luppus auch noch einen seiner Spieler verletzungsbedingt.

Südkirchen Kapitän war rotwürdig gefoult worden - dennoch blieb der Pfiff des Schiedsrichters aus. Luppus hatte schon am Sonntagabend sein Unverständnis darüber geäußert, dass der Amelsbürener straffrei ausging.

Marvin Schulz ist nicht nachtragend

Auch Schulz bestätigte, dass aus seiner Sicht sein Gegenspieler des Feldes hätte verwiesen werden müssen. Nachtragen wollte Schulz das aber nicht: „Er geht unglücklich in den Zweikampf. Nach Regelauslegung ist das aber trotzdem eine Rote Karte, auch wenn er das nicht mit Absicht macht.“

Sauer auf den Gegner ist Schulz nicht. „Der Verein und der Spieler haben sich bei mir gemeldet und sich entschuldigt“, erzählt er. „Der Spieler hat mir außerdem schnelle Genesung gewünscht und er hofft, dass wir uns im Rückspiel wiedersehen.“

Der Südkirchen-Kapitän muss ins Krankenhaus

Die Folgen waren aber schwerwiegend. Schulz renkte sich bei dem Foul die Kniescheibe aus, die noch auf dem Feld wieder eingerenkt wurde. Trotzdem musste der SVS-Kapitän mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus, aus dem er aber noch vor Spielende entlassen wurde und zum Sportplatz zurückkehrte, um signalisieren, dass die Verletzung wohl nicht schwerwiegender ist.

Ob Schulz wirklich so glimpflich davon gekommen ist, müssen weitere Untersuchungen zeigen.

Aber warum kehrte Schulz zum Platz zurück? Schließlich hätte er seinen Gesundheitszustand auch anders übermitteln können. „Ich habe am Tag vor dem Spiel geheiratet“, berichtet Schulz, „da musste ich noch eine Kiste Bier für die Mannschaft geben“.

Mannschaft überredet Marvin Schulz

Wegen der Trauung hätte er überhaupt nicht spielen sollen. „Die Jungs waren aber alle auf der Hochzeit und haben mich überredet“, erzählt Schulz, „und sie haben meine Frau bequatscht. Da habe ich doch gespielt.“

Am Ende hatte Schulz dann aber nicht mal etwas von der Kiste Bier: „Das ging nicht“, berichtet der SVS-Kapitän, „ich hatte einiges an Schmerzmittel intus“.

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