Zwei Niederlagen, aber viel Show: SC Capelle hat noch viel Arbeit vor sich

Fußball: Testspiel

Der SC Capelle verliert an einem intensiven Wochenende in Münster und in Cappenberg. Schwächen offenbarte die Behlert-Elf vor allem noch defensiv.

Capelle

, 02.02.2020, 21:26 Uhr / Lesedauer: 2 min
Simon Walter (l.) und der SC Capelle verloren am Wochenende zweimal.

Simon Walter (l.) und der SC Capelle verloren am Wochenende zweimal. © Jura Weitzel (A)


Spät, erst seit gut einer Woche ist Fußball-B-Ligist SC Capelle wieder im Training. Der Überraschungs-Tabellenzweite der Münsteraner B-Liga kassierte am Wochenende zwei Niederlagen in ungewohnter Höhe. Eine Erkenntnis: Der SC Capelle hat noch nicht das Niveau der Hinrunde.

Testspiele
GS Cappenberg II - SC Capelle 6:5 (3:3)

Auf Cappenberg fielen am Sonntag elf Tore – für Zuschauer ein echtes Torspektakel in dem Testspiel. Dustin Logan fehlte, weil er sich am Vortag eine Blase gelaufen hatte. Dabei war aber Clemens Philippi, ein Winter-Neuzugang, der seit Kurzem in Rünthe wohnt und über Fabian Steinhoff und Co. den Weg nach Capelle gefunden hat. Der Mittelfeldspieler begann sogar.

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„Mich interessieren primär keine Ergebnisse. Natürlich will ich gewinnen, auch in Testspielen. Das gibt Selbstsicherheit“, sagte Capelles Trainer Reinhard Behlert. Doch nach vier Minuten stand es schon 2:0 für Cappenberg nach einem Doppelpack von Lars Bußkamp. „Das Aufbauspiel hat nicht funktioniert, wir haben ihm die Tore aufgelegt“, sagte Behlert.

Der SC Capelle kam jedoch immer wieder zurück. Stefan Möer (23.), der später mit dem 4:5 (60.) noch einen Doppelpack schnürte, sowie Sinan Kixmöller erzielten die Treffer zum 2:2 (30.). Marvin Möllers abermalige GSC-Führung (42.) egalisierte Max Cillien (44.).

Nach dem Seitenwechsel ging es wieder blitzschnell: Hendrik Teuber (46.) traf zum 4:3, wieder Bußkamp zehn Minuten später vom Punkt zum 5:3. Luca Macculi (75.) zum 6:4 und Lars Zimmermann zum Endstand (88.) sorgten für die weiteren Tore.

BW Aasee II - SC Capelle 4:1 (2:1)

Am Aasee in Münster stellte Reinhard Behlert am Samstag fest: „Die Mannschaften liegen vom Fitness-Niveau und auch vom Kopf her noch einiges auseinander.“ Der späte Trainingsstart des SCC macht sich da sicherlich bemerkbar. „Das erklärt das Ergebnis“, sagte Behlert, wobei das 1:4 sich schlimmer anhöre, als es gewesen sei.

In Münster half Altherrenkicker Julian Mertens aus sowie Christoph Berlemann aus der zweiten Mannschaft. Beide brauchte Behlert, weil die Personaldecke sehr dünn war. „Als ich das Wochenende geplant habe, habe ich noch auf 16 Mann gehofft. Manchmal geht der Plan nicht auf“, sagte Behlert, der nicht rumexperimentiert habe. Nur neun Spieler aus dem Kader der Ersten waren dabei. Mertens Führungstor (22.) hatte dann aber nicht lange Bestand.

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