Coronavirus bringt SuS Olfen doch noch in die Volleyball-Verbandsliga

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Der SuS Olfen spielt in der kommenden Saison wohl in der Volleyball-Verbandsliga. Der SuS hat ein Anrecht auf einen Startplatz, nachdem der Verband die Saison vorzeitig abgebrochen hat.

Olfen

, 03.04.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wochenlang lief es nicht rund bei Volleyball-Landesligist SuS Olfen. Der ehemalige Spitzenreiter purzelte nach Niederlagen vom Thron, verlor zwischenzeitlich sogar den Relegationsplatz zwei an den TV Jahn Dortmund, von dem die Olfenerinnen diesen sich aber wieder zurückeroberten. Doch die Meisterschaft galt in der Landesliga 6, in der der SuS aufschlägt, als verloren. Zu weit weg war der Lüner SV, den Olfen aus eigener Kraft wohl kaum noch hätte abfangen müssen. Dann kam die ungewollte Corona-Pause drei Spieltage vor dem Saisonende.

Nachdem der Verband die Volleyballsaison vom Status „unterbrochen“ in den Status „beendet“ gesetzt hat, sieht es doch noch nach einem Happy-End für den SuS Olfen aus. Als Tabellenzweiter, der noch theoretische Chancen hatte, darf der Verein in der nächsthöheren Verbandsliga ein Startrecht beantragen, das gewährt wird, sofern die Liga nicht überfüllt ist - danach sieht es ersten Erkenntnissen nach aber auch nicht aus. Auch der Verband führt den SuS Olfen als einer der Vereine mit Aufstiegsmöglichkeiten.

Verbandsliga 3 hat noch Platz für den SuS Olfen

Denn die Verbandsliga 3, in die Olfen bei einem Aufstieg voraussichtlich rutscht, dürfte bei allen Rechenspielchen die maximale Kapazität von 14 Mannschaften nicht überschreiten. EVC Massen und der ATV Haltern werden absteigen, Ligaprimus Gelsenkirchen rückt in die Oberliga auf, aus der Olfens Trainer Dietmar Köhler keine Absteiger erwartet.

Höntrup, VfL Telstar Bochum II, VV Schwerte II, RC Sorpesee II, die SG Vest, der TuS Bönen und der SSV Meschede bilden den Kern von sieben Mannschaften der Liga, zu der der Lüner SV, Olfen und der TV Jahn Dortmund als Dritter der Landesliga 6 sowie der VfL Bad Berleburg und der SC Hennen aus der Landesliga 5 stoßen.

Freude im Olfener Kader

„Die Mädels haben sich gefreut“, sagte Olfens Trainer Dietmar Köhler - und aus Lünen seien auch schon Glückwünsche beim SuS eingetroffen. Dabei habe man sich in Olfen bisher gar nicht mit der Möglichkeit eines Aufstiegs beschäftigt. „Darüber haben wir nie diskutiert, aber ein bisschen verdient haben wir es uns“, sagte Köhler, der nun die Mannschaften melden müssen.

Betroffen von den Regelungen ist auch noch ein weiteres Olfener Team. Die zweite Mannschaft kann in der Bezirksklasse nun den Klassenerhalt einfahren. „Wir werden das auch beantragen“, so Köhler. Die Reserve wäre damit in der Bezirksklasse gerettet.

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