Ein Tor, zwei Vorlagen - Vinnums Neuzugang Felix Gutzeit sieht trotzdem noch „Luft nach oben“

mlzKreisliga A

Beim Heimsieg gegen SW Röllinghausen war Felix Gutzeit der Matchwinner für Westfalia Vinnum. Der Neuzugang kam im Winter aus der Bezirksliga. Der Abstiegskampf ist für ihn aber nichts Neues.

von Carl Brose

Vinnum

, 09.03.2020, 18:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Erleichterung war allen Westfalia-Akteuren nach dem Spiel anzusehen. Mit dem 4:2-Heimerfolg über SW Röllinghausen sicherte sich die Mannschaft wichtige Punkte im Abstiegskampf der Kreisliga A. Ganz entscheidenden Anteil an dem Triumph hatte auch ein Neuzugang der Westfalia.

Ein Tor und zwei Vorlagen steuerte Felix Gutzeit am Sonntag bei, damit scheint er nun endgültig in Vinnum angekommen sein. Für große Entlastung sorgte er besonders mit seiner Vorarbeit zum 4:2 in der 85. Minute. Nach einem Steilpass von Yusuf Demir war Gutzeit auf der linken Seite auf und davon. Sein Pass in die Mitte landete dann mit etwas Glück vor den Füßen von Sebastian Kramzik, der zur Entscheidung einnetzte.

Zuvor war Röllinghausen drauf und dran, das Spiel nach einem 0:3-Rückstand noch zu drehen. Letztlich rettete Vinnum aber auch mit der Hilfe von Felix Gutzeit den Sieg über die Zeit. „Die Gegentreffer haben ein bisschen das Zittern zurückgebracht. Wenn man da unten in der Tabelle steht, kommt das natürlich schnell“, so der Linksaußen.

In der ersten Hälfte spielten die Vinnumer noch wie befreit auf. Zum 1:0 traf Gutzeit selber. Nach einer Hereingabe von Frederik Forsmann stand er am langen Pfosten goldrichtig und netzte ein. Das 2:0 legte er dann Yusuf Demir auf, nachdem er sich zuvor stark über die linke Seite durchgesetzt hatte. Trotz der drei Scorerpunkte blieb der Matchwinner aber selbstkritisch nach dem Spiel: „Das liest sich natürlich gut, aber da ist noch Luft nach oben. Es war erstmal einfach wichtig, dass wir diesen Sieg geholt haben. Die Tore und Vorlagen hätte auch jeder andere machen können.“

Abstiegskampf ist keine Umstellung

In der Winterpause wechselte Gutzeit von Teutonia Waltrop aus der Bezirksliga nach Vinnum. „Ich hatte in Waltrop ein paar Meinungsverschiedenheiten mit dem Trainer der ersten Mannschaft. Dann ist Vinnum im Winter auf mich zugekommen und ich dachte mir, das mache ich mal mit“, erklärt er den Wechsel. Der Abstiegskampf war für Gutzeit dabei keine große Umstellung: „In Waltrop ging es für uns auch um den Klassenerhalt. Von daher war ich nicht gerade erfolgsverwöhnt.“ In anderen Bereichen musste er sich hingegen noch umstellen. „Spielerisch ist es natürlich etwas anderes, aber ich denke das ist normal, wenn man eine Liga runtergeht“, so Gutzeit.

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Im Spiel gegen Röllinghausen zeigte er nun, wie wertvoll er für Vinnum noch sein kann. „Wir sind einfach richtig froh, dass wir ihn jetzt dabei haben. Er setzt offensiv die Akzente, die wir benötigen, gerade mit seinem Tempo und seiner Durchsetzungsfähigkeit“, sagt Westfalia-Trainer Michael Nachtigall über seinen Linksaußen.

Mit dem Sieg im Rücken kann Vinnum die kommenden Aufgaben nun etwas entspannter entgegenblicken. „Die Stimmung in der Mannschaft war schon zuvor überraschend gut. In der ersten Halbzeit haben wir jetzt gezeigt, was möglich ist, wenn wir in voller Besetzung ist. Wir haben die Tore gut herausgespielt. Wenn wir so weiter spielen, kommen wir auf jeden Fall da unten raus“, gibt Gutzeit die Marschrichtung für die restlichen Spiele vor.

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