Eva Bramsel möchte die Handballerinnen des SuS Olfen als neue Trainerin nach oben führen

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Nach einem Jahr Co-Trainer-Dasein neben Daniel Schnellhardt hat die 38-Jährige nun alle Zügel selbst in der Hand. Mittelfristig ist sogar der Aufstieg das Ziel.

von Nico Ebmeier

Olfen

, 20.02.2020, 13:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eva Bramsel heißt die neue starke Frau an der Seitenlinie der neuen Handballerinnen. Ganz neu ist sie allerdings nicht. Nach einem Jahr neben Daniel Schnellhardt an der Seitenlinie, versucht sie die Mannschaft nun ganz alleine anzuführen. Abteilungsleiter Michael Scholten ist beeindruckt.

„Ich wollte die Mädels auf keinen Fall alleine lassen“, wusste die 38-Jährige schon bevor klar war, dass es Daniel Schnellhardt - davor Trainer der Damen- und auch Herrenmannschaft - in die Oberliga nach Recklinghausen zieht.

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Ein Jahr lang hatte Bramsel neben Schnellhardt das praktischen Handwerk eines Handballtrainers gelernt, kurz zuvor hatte sie die Trainerlizenz erst erworben. „Sie kam nach der Lizenz auf uns zu und sagte, dass sie gerne Trainerin bei uns werden würde“, erinnert sich SuS-Abteilungsleiter Michael Scholten. „Deshalb haben wir sie erst neben Daniel Schnellhardt lernen lassen. Das war für sie, uns und Daniel absolut perfekt.“ Bramsel hatte - bedingt durch Schnellhardts Doppelfunktion - so sogar immer wieder Einblicke in das Training der Kreisligaherren bekommen.

Unter Daniel Schnellhardt gelernt

Während Eva Bramsel selbst Schwierigkeiten hat, sich wirklich einem Trainertypen zuzuordnen, beschreibt Scholten: „Sie ist sehr ruhig, bestimmt und freundlich. Sie weiß, was sie möchte, bleibt aber immer gelassen dabei.“

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Bramsel hatte als Jugend- und Seniorenspielerin beim VfL Brambauer gespielt und wurde dann von einem Kreuzbandriss gestoppt - nun versucht sie es also als Trainerin und hatte mit den Olfener Damen durchaus große Ziele. „Das obere Drittel sollte im nächsten Jahr schon angepeilt werden“, sagt sie kämpferisch.

Eva Bramsel hat hohe Ziele beim SuS Olfen

Das ist selbstbewusst, denn aktuell rangieren die Damen auf dem drittletzten Tabellenplatz in der Kreisklasse, sind aber von Platz vier nur drei Pünktchen entfernt. „Wir wollen und werden auf jeden Fall noch ein, zwei Spiele gewinnen. Man darf das aber alles nicht zu hoch hängen. Wir haben viele Studentinnen in der Mannschaft, die könnten alle noch Mamas werden und ausfallen“, sagt sie lachend.

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Und auch, wenn Eva Bramsel mit dem SuS noch gar nicht über eine eventuelle Zielsetzung für die nächsten Jahre geredet hat, ist Michael Scholten von dem Selbstbewusstsein der 38-Jährigen begeistert: „Die Damenmannschaft hat sich Jahr für Jahr, Woche für Woche verbessert und wenn Eva hoch hinaus will, dann sage ich: Auf geht´s!“

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