Flutlicht statt Tageslicht: Ungewöhnliche Bedingungen für Olfenerinnen bei erstem Saisonwettkampf

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Es ist der erste Wettkampf in dieser Saison für die Athleten des SuS Olfen und FC Nordkirchen. Damit gerechnet hatten sie nicht mehr. Doch nun bekommen sie beim Dortmunder #backontrack-Meeting die Chance zu starten.

Olfen, Nordkirchen

, 09.07.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Name verrät es schon, es geht wieder zurück auf die Bahn am kommenden Samstag während des #backontrack-Meetings im Stadion Rote Erde in Dortmund. Auch für drei Athletinnen des SuS Olfen ist es nach der langen Wettkampfpause endlich wieder soweit. Seit Februar standen Sarah Lübbert, Marie Gövert und Luca-Lynn Faßbender nicht mehr bei einem Sportevent auf der Bahn. Und hatten auch nicht mehr wirklich damit gerechnet, weiß Trainer Bernhard Bußmann. „Unsere Vorbereitung war nicht darauf ausgerichtet, aber als wir vor rund drei Wochen davon erfahren haben, mussten wir entsprechend umplanen.“ Er ist froh, dass seine Athletinnen nun die Chance haben aus dem Trainingsrythmus raus zu kommen, um zu schauen, welche Leistung sie abrufen können.

Flutlicht statt Tageslicht für Olferinnen

Die Bedingungen könnten für die Olfenerinnen jedoch etwas besser sein. Denn wenn sie an den Start gehen, ist ihr Tag normalerweise schon vorbei. Die 800 Meter von Lübbert sind nämlich um 21.45 Uhr angesetzt, Gövert und Faßbender laufen erst um 23 Uhr die 1500 Meter. Flutlicht statt Tageslicht ist also das Motto. Die späten Zeiten kommen zustande, da der Wettkampf in drei Blöcke eingeteilt ist, sodass sich nie zu viele Athleten, Zuschauer, Trainer und Helfer auf dem Platz befinde. „Das ist schon eine Belastung für die Mädchen, aber wir haben uns nicht speziell mit extrem spätem Training darauf vorbereitet“, erklärt Bußmann.

Neben diesen ungewöhnlichen Bedingungen kommt auch noch die Tatsache hinzu, dass die Olfenerinnen bisher immer nur zu zweit oder maximal zu dritt trainiert haben. Nun stehen an der Startlinien aber bis zu acht Läuferinnen. Daran müssten sie sich natürlich erst wieder gewöhnen, so ihr Trainer. Und auch an das hohe Tempo im Wettkampf. Im Grunde genommen gehe es Bußmann aber nicht um die ganz großen Leistungen, sondern eher darum, dass seine Athletinnen mal wieder einen Wettkampf zu haben.

Ganzer Tag auf dem Sportplatz

Neben den drei Olfenerinnen gehen noch drei Athleten des FC Nordkirchen beim #backontrack-Meeting an den Start. Die Startzeiten liegen für Mathis Schwake, Patrick Hüsken und Nora Hölscher aber deutlich günstiger. Die beiden Jungs (M11) beginnen bereits um 9 Uhr mit 50 Metern, der letzte Wettkampf steht für Hölscher (U18) mit den 400 Metern um 18.30 Uhr an. Für Trainer Franz-Josef Frie bedeutet das: ein ganzer Tag auf dem Sportplatz. Doch die Freude für seine Athleten überwiegt. „Man macht das ja gerne, vor allem weil es vielleicht das einzige Sportfest in dieser Saison ist.“

Schwake wird noch im Weitsprung antreten, Hüsken im Hochsprung und Ballwurf. Die Chancen der Jungs schätzt ihr Trainer gut ein. Bei Nora Hüsken, die vor ihrem 400 Meter Lauf, noch beim Hochsprung und dem Kugelstoßen an den Start geht, müsse man gucken, was für Möglichkeiten der Wettkampf mit sich bringt. „Das sind aber ihre Paradedisziplinen, da sie eine gute Mehrkämpferin ist“, erklärt Frie. Es sei aber auch ein guter Test für die Nordkirchenerin, da sie bei den noch nicht abgesagten Westfälischen Meisterschaften starten soll.

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