Für Westfalia Vinnum geht es um nichts anderes als den Klassenerhalt

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Für Westfalia Vinnum endet eine dramatische Hinrunde. Die Schlägerei nach dem Spiel gegen Herta Recklinghausen stellt alles in den Schatten. Sportlich geht es nur noch um den Klassenerhalt.

Vinnum

, 21.11.2019, 18:12 Uhr / Lesedauer: 2 min

Westfalia Vinnum stand in der Hinrunde deutlich häufiger in den Schlagzeilen als gewünscht. Die Massenschlägerei nach dem Spiel gegen Herta Recklinghausen bestimmt auch zwei Monate danach noch die Berichterstattung: Am 27. November findet nun die erste Verhandlung vor dem Sportgericht des Fußballkreises Recklinghausen statt. Und auch sportlich lief es für die Mannschaft von Trainer Michael Nachtigall in der ersten Hälfte der Kreisliga A2 alles andere als rund.

So lief die Hinrunde: Nach der fürchterlichen Massenschlägerei am sechsten Spieltag gegen Herta Recklinghausen rückte das Sportliche bei Westfalia Vinnum verständlicherweise in den Hintergrund. Bis dahin hatte der Kreisligist bei drei Niederlagen zumindest zwei Punkte geholt. Danach folgten in acht Begegnungen lediglich vier weitere Zähler. Nach 13 Spieltagen steht Vinnum auf Platz 13 und mitten im Abstiegskampf. Mit neun Punkten ist die Lücke zum Liga-Zwölften bereits eklatant groß.

Highlights: Das größte Ausrufezeichen setzte die Westfalia Anfang Oktober. Der damalige Gegner SuS Bertlich reiste als Tabellenzweiter an – und musste sich nach 90 Minuten mit 0:2 geschlagen geben. Für Trainer Michael Nachtigall war das aber nicht das Highlight der Hinrunde: „Für mich ist das ganz klar die Unterstützung der Zuschauer. Es ist nicht selbstverständlich, dass sie jede Woche dabei sind.“ Und auch der Austausch miteinander gefällt Nachtigall: „Trotz der Ergebnisse ist der Umgang sehr sachlich und wir diskutieren konstruktiv miteinander.“

Rückschläge: Die sportliche Talfahrt in der Kreisliga wird begleitet von großem Verletzungspech. Giuliano Buccini, Yusuf Demir, Michael Asemann – das sind nur einige Namen derer, die der Westfalia über mehrere Wochen fehlten.

Nach dem verhängnisvollen Spiel gegen Herta Recklinghausen, das auch Monate später noch für Schlagzeilen sorgt, ging es auch sportlich bergab: Die Mannschaft um Trainer Michael Nachtigall holte aus den folgenden sieben Begegnungen nur vier weitere Zähler.

Gewinner: Zu den Gewinnern der ersten Saisonhälfte zählt Nachtigall insbesondere Laurenz Ahmann und Frederik Forsmann. Letzterer wäre sogar noch für die A-Jugend spielberechtigt. „Die beiden zeigen wirklich eine sehr gute Entwicklung in dieser Spielzeit. Man sieht es zwar noch nicht an den Ergebnissen, aber wir sind sehr zufrieden mit unseren jüngeren Spielern“, freut sich Nachtigall.

Auch die Kooperation mit der zweiten Mannschaft hob der Trainer hervor: „Die Zusammenarbeit läuft bislang richtig gut.“

Trainerstimme: „Das Fazit für die Hinrunde fällt bei sechs Punkten natürlich nicht positiv aus. Wir müssen jetzt mit der Situation umgehen und die sieht so aus, dass wir mitten im Abstiegskampf stecken. Wahrscheinlich werden wir auch bis spät in die Saison noch um den Klassenerhalt kämpfen. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir den erreichen, wenn wir erstmal die ganzen ausgefallenen Spieler zurückhaben“, sagt Michael Nachtigall.

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