Jule Hake kommt die Verschiebung der Olympischen Spiele wegen des Cornavirus sehr entgegen

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Die Olfener Kanutin Jule Hake hatte zuletzt turbulente Wochen hinter sich. Ob sie zu den Olympischen Spielen fahren würde, war stets ungewiss. Nun hat sie allerdings Klarheit.

von Nico Ebmeier

Olfen

, 25.03.2020, 15:17 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als Thomas Bach, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, am Dienstag die Olympia-Absage aussprach, hingen bei vielen Sportlern die Köpfe unten. Die Mehrzahl aber verstanden die Entscheidung aufgrund der Corona-Pandemie. Auch Jule Hake vom KSC Lünen hörte schnell von der Absage und war erleichtert. Dies aber eher aus sportlicher Sicht.

„Ich habe es als Erstes auf Instagram gesehen. Auf der offiziellen Seite der Olympischen Spiele“, erzählt sie ihren Dienstagmittag nach. „Und dann habe ich gedacht: Das ist ja gar nicht so schlimm.“ Nicht nur, dass eine reguläre Austragung durch den Coronavirus von Tag zu Tag unwahrscheinlich wurde. Auch, weil überhaupt nicht feststand, wie sie sich für die Olympiade qualifizieren könnte.

Die nationalen Entscheidungsrennen wären im April in Duisburg gewesen, wurden aber längst abgesagt. Wann oder wie die Qualifikation nun stattgefunden hätte, wäre völlig unklar gewesen.

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Aber auch, ob Jule Hakes derzeitige Form überhaupt zu einem Olympia-Quali-Platz gereicht hätte, war fraglich. Ihr Trainingslager in Portugal wurde abgebrochen. Ihr Trainingsstützpunkt in Essen wurde geschlossen. „Ich hätte sicher eine Chance gehabt. Aber es wäre schwer für mich geworden“, sagt die 20-Jährige. „Meine Konkurrentinnen sind teilweise schon sieben Jahre länger im Geschäft. Noch haben sie einen kleinen Vorsprung auf mich.“

Einen Vorsprung, den sie nun bis zum nächsten Jahr, wann die Olympischen Spiele nun stattfinden sollen, wegarbeiten will. „Ich werde immer weiter und immer härter trainieren und bin mir sicher, 2021 ganz vorne mit dabei zu sein.“ Eigentlich hatte sie sich stets 2024 und die Olympiade in Paris als Ziel gesetzt, doch durch die Verschiebung werden nun alle Kräfte auf 2021 und Tokio gebündelt.

Während die Olfenerin die Olympia-Verlegung als die „auf jeden Fall richtige Entscheidung“ bewertet, waren ihre Sportler-Kollegen nicht ganz so fröhlich darüber.

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„Wir haben eine gemeinsame Gruppe und da waren schon ein paar Leute ziemlich angefressen.“ Aber das ist Jule Hake egal. Sie will nun „noch mehr trainieren“ und mit Vollgas die Olympischen Spiele im nächsten Jahr anpeilen.

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