Marie Gövert läuft Bestzeit in Melle und schlägt eine Deutsche Vizemeisterin

Leichtathletik

Die Olfener Läuferin Marie Gövert hat bei einem Läufermeeting in Niedersachsen ihre Position für einen Start bei der U18-DM verbessert. Ob sie zu den Deutschen Meisterschaften darf, bleibt weiterhin unklar - trotz Norm.

Olfen

24.07.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Marie Gövert, auf diesem Archivfoto im grünen Trikot auf der Innenbahn, lief in Melle eine neue persönliche Bestzeit

Marie Gövert, auf diesem Archivfoto im grünen Trikot auf der Innenbahn, lief in Melle eine neue persönliche Bestzeit © SuS Olfen

Die Fahrt ins niedersächsische Melle (bei Osnabrück) zu einem Läuferabend hat sich für die 16-jährige SuS-Mittelstrecklerin Marie Gövert am Mittwochabend gelohnt. Bei idealen äußeren Bedingungen hatte der örtliche Verein ein gutes Meeting organisiert, bei dem in den starken Teilnehmerfeldern zahlreiche gute Leistungen abgeliefert wurden.

Der Vorsatz von Marie Gövert, ihre Zeit aus Dortmund am 11. Juli beim mitternächtlichen Lauf unter Flutlicht über 1500 Meter zu verbessern, ging in Melle dann auch voll auf. In einem sehr ausgeglichenen Teilnehmerfeld nahm die SuS-Athletin das Tempo des Pacemakers gerne an und setzte sich lange direkt hinter den Führungsläufer, der die Aufgabe hatte, auf eine Zielzeit von 4:45 Minuten zu laufen.

Nach flotten 3:10 Minuten für die ersten 1000 Meter, so schnell wie nie zuvor, ging es dann 500 Meter vor dem Ziel richtig zur Sache. Marie Gövert ging das hohe Tempo zunächst weiter mit, verschaffte sich zusammen mit Malin Bruhns (LC Solbad Ravensberg) schnell einen Vorsprung vor den anderen acht Läuferinnen und musste erst auf den letzten 200 Metern für das hohe Tempo ein wenig Lehrgeld bezahlen.

Gövert kämpft sich als Zweite in Ziel

Doch mit unbändigem Ehrgeiz kämpfte sie sich dann als Zweite ins Ziel und freute sich über ihre neue absolute Bestzeit über 1500 Meter: 4:47,08 Minuten zeigten die Uhren am Ende, 2,5 Sekunden schneller als vor zwei Wochen in Dortmund und 7 Sekunden unter der Norm für die Deutschen Jugendmeisterschaften Mitte September, die nun in Heilbronn stattfinden sollen.

„Der Lauf war sehr hart, vor allen Dingen wurde ständig gedrängelt und geschubst, da musste ich aufpassen, nicht zu stürzen“, analysierte die junge SuSlerin hinterher. Ihre 4:47,08 Minuten bedeuten eine leichte Verbesserung in der Deutschen Bestenliste.

Trainer Bernhard Bußmann zufrieden

Ob die Zeit zur Zulassung für Heilbronn reicht, ist unklar. Da aufgrund des Coronaschutzkonzeptes nur 20 Athletinnen für die 1500 Meter zugelassen werden, bleibt abzuwarten, ob sie in Heilbronn dabei sein darf. „Wenn dem nicht so ist, ist das auch nicht schlimm. Marie hat gezeigt, dass sie gut durch die Corona-Zeit gekommen ist. In diesem Jahr gibt es eh keine fairen und gleichen Voraussetzungen für eine Jugend-DM, da ist es einfach nur wichtig, erst wieder in Wettkämpfe zu kommen. Ob das letztlich zur Teilnahme an der DM reicht, ist da nicht von so großer Bedeutung“, sagte ein zufriedener Bernhard Bußmann als Trainer am Abend in Melle.

Und weiter: „Wie stark Marie tatsächlich ist, zeigt auch, dass Marit Schute (LAV Meppen), in 2018 noch deutsche Vizemeisterin der W15 über 3000 Meter, jetzt zwei Plätze hinter der SuSlerin lag.“

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