Marie Gövert präsentiert sich trotz Corona-Auflagen hochkonzentriert

Leichtathletik

Marie Gövert überzeugt bei ihrem ersten Auftritt für ihren neuen Verein. Die Olfenerin verbessert ihre Bestzeit deutlich. Und ihr wird noch einiges mehr zugetraut.

Olfen

09.02.2021, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Marie Gövert (r.) überzeugte bei ihrem ersten Auftritt im LGO-Trikot, während Luca-Lynn Faßbender Pech hatte.

Marie Gövert (r.) überzeugte bei ihrem ersten Auftritt im LGO-Trikot, während Luca-Lynn Faßbender Pech hatte. © SuS Olfen

Die Vorfreude auf das internationale PSD-Bank-Indoor-Meeting in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle am Sonntag war riesig, war es doch eine der wenigen Leichtathletik-Veranstaltungen in Deutschland, die unter ganz engen Hygienevorschriften ausgetragen werden durften: Ohne Zuschauer, alle Teilnehmer und Offizielle mussten vorher einen Corona-Schnelltest absolvieren und die Teilnehmerzahl war nur auf Berufssportler und Kaderathleten begrenzt.

Marie Gövert, 17-jährige Olfener Mittelstrecklerin, die seit dem 1. Januar für die LG Olympia Dortmund startet, hatte einen der begehrten Startplätze im B-Lauf der Frauen über 1500 Meter in einem hochklassigen Teilnehmerfeld bekommen. Doch das Schneechaos hätte den Start fast unmöglich gemacht.

Sonntagvormittag war es wegen hoher Schneeverwehungen unmöglich, von zu Hause aus loszufahren. Also wurde über Bekannte ein Ersatzfahrzeug geordert, die Fahrt nach Dortmund dauerte bei dem Wetter länger als üblich, doch davon ließ sich die junge Läuferin nicht beeindrucken.

Marie Gövert startet erstmals im LGO-Trikot

Voll konzentriert präsentierte sie sich dann bei ihrem ersten offiziellen Start im roten Trikot der LGO. Von Beginn an ging die Olfenerin das hohe Tempo, welches von einer Pacemakerin angeschlagen wurde, im Feld mit. Die 1000-Meter-Marke passierte sie dann schon nach 3:04 Minuten und am Ende holte sie sich in 4:42,89 Minuten sogar Rang fünf, gleich neun Sekunden besser als ihre Hallenbestzeit aus 2020 und vier Sekunden schneller als bei den deutschen Jugendmeisterschaften im September in Heilbronn.

Bernhard Bußmann, der Marie Gövert weiterhin in Olfen beim Training unterstützt, hatte diese Zeit bereits geahnt. „Nach den vielen Trainingseinheiten der letzten Wochen und Monate, die Marie als Läuferin trotz Coronazeiten im Wald, auf dem Kanaldamm und in den Steverauen machen konnte, kam dieses hohe Niveau nicht überraschend.“

Ihr Trainer bei der LGO, Christof Neuhaus, glaubt auch, dass Marie schon im Sommer deutlich unter 4:40 Minuten kommen kann. „Wenn sie im Training auch schon mal über 800 Meter 2:14,2 Minuten braucht, zwei Sekunden unter ihrer Bestzeit, kommt auch bald unter 4:40 Minuten über 1500 Meter“, so Neuhaus.

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Immerhin befanden sich im geschlagenen Feld hinter Marie Gövert mit ihren neuen Vereinskameradinnen Louisa Hassel und Linn Kleine (beide LGO) und Lea Kruse (TV Wattenscheid) erfahrene Läuferinnen, die alle schon bei deutschen Meisterschaften mehrmals Titel oder zumindest Platz zwei geholt hatten und die von Gövert alle noch auf den letzten 200 Metern überholt werden konnten.

Luca-Lynn Faßbender hat Pech

Die zweite SuS-Athletin, die seit Januar für die LG Olympia Dortmund startet, die 16-jährige Luca-Lynn Faßbender, hatte Pech, dass sie beim Indoor-Meeting nicht antreten durfte. Über 800 Meter sollte sie im B-Finale laufen, doch wegen der Corona-Auflagen musste die jüngeren Jahrgänge wieder gestrichen werden.

Wegen der Corona-Pandemie sind Leichtathletik-Veranstaltungen derzeit die absolute Ausnahme, jetzt hoffen beide SuSlerinnen, dass sie dann ab Mai wieder ganz normal bei Sportfesten wieder an den Start gehen können.

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