Achtelik verärgert: Seine Disziplin fehlt bei den NRW-Hallenmeisterschaften

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Die NRW-Seniorenmeisterschaften in Düsseldorf stehen am Wochenende im Wettkampfplan. Der Olfener Athlet Rüdinger Lenz schätzt seine Chancen auf einen guten Platz jedoch eher schlecht ein.

Selm

, 08.01.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Den Namen des Nordkirchener Stabhochsprung-Weltmeisters Alfred Achtelik sucht man in der Startliste der NRW-Seniorenhallenmeisterschaften vergeblich. Noch vor rund zehn Monaten stand der 60-Jährige im polnischen Torun mit der Goldmedaille um den Hals auf dem Siegerpodest. Doch am kommenden Sonntag (12. Januar) muss das Publikum im Düsseldorfer Arena Sportpark auf Achtelik verzichten.

Stabhochsprung nicht auf der Disziplinen-Liste

Das liegt nicht etwa daran, dass er durch eine Verletzung ausfällt. Denn der Stabhochsprung stand noch nie auf der Disziplinen-Liste der NRW-Seniorenhallenmeisterschaften. „Das ist wirklich ein Manko, denn wir sind der stärkste Verband in Deutschland“, so Achtelik. Auch ein Brief, den die verärgerte Stabhochsprung-Gemeinde bereits abgeschickt hat, änderte noch nichts an der Situation. Für Achtelik ist es eine Chance weniger, einen Wettkampf in der Nähe seiner Heimatstadt Nordkirchen zu bestreiten.

Achtelik verärgert: Seine Disziplin fehlt bei den NRW-Hallenmeisterschaften

Für Alfred Achtelik gibt es bei den NRW-Seniorenhallenmeisterschaften keine Möglichkeit bei seiner Disziplin, dem Stabhochsprung, teilzunehmen. © Julia Schirazi

Rüdiger Lenz kann sich glücklich schätzen, denn seine Disziplinen stehen immer auf der Liste großer Leichtathletik-Wettkämpfe. Über die 60 Meter und im Weitsprung geht er an den Start. Doch große Chancen rechnet sich der Athlet des SuS Olfen nicht aus. „Ich habe sehr wenig trainiert, gerade einmal 10 Einheiten liegen hinter mir.“ Lenz ist nebenbei auch noch als Trainer tätig und hat für die kommende Saison die Prioritäten anders gesetzt.

Kaum Chancen auf Medaillen

In beiden Disziplinen liegt er im Mittelfeld, ist im Weitsprung mit 5,25m gemeldet, im Kurzsprint mit 8,06 Sekunden. Beides Werte, die im vergangenen Jahr bei der gleichen Meisterschaft auf seinen Urkunden standen. Dieses Jahr schätzt er seine Ergebnisse aber deutlich schlechter ein. „Die Medaillen sind außer Reichweite, das wäre schon ein Wunder“, sagt der 53-Jährige. Die Konkurrenz ist nicht sehr groß in Düsseldorf. Beim Weitsprung haben sich nur sieben Teilnehmer gemeldet, somit steht Lenz bereits im Endkampf. Im Sprint gibt es trotz 10 Athleten nur einen Zeitlauf.

„Es fällt immer schwerer, sich selbst zu motivieren“, gibt der Olfener zu. Am Ende zählt für ihn aber nicht unbedingt die Leistung, sondern der Spaß. Und die Wettkämpfe sind für Lenz auch eine schöne Möglichkeit, alte Konkurrenten wieder zu sehen.

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