Offensivspieler Lars Meier kämpft um Stammplatz - und könnte ihn in der Abwehr bekommen

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Eine neue Position für Lars Meier ist im Gespräch. Michael Krajczy testete den Offensivspieler zuletzt als Außenverteidiger. Hier überzeugte er - mit einer Ausnahme.

Olfen

, 23.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Über 20 Spieler hat Michael Krajczy, Trainer des Fußball-Bezirksligisten SuS Olfen, in der kommenden Saison im Kader. Spielen können immer nur 11. Es wird Spieltage geben, da ist die Bank beim Aufsteiger proppenvoll. Und auf dieser könnte an manchen Spieltagen auch Lars Meier Platz nehmen müssen. Dann, wenn der hochveranlagte offensive Mittelfeldspieler des SuS im Konkurrenzkampf um die Positionen den Kürzeren zieht.

Weil in Fabian Konietzni (kam von der SG Selm) und Robin Grund (vorher PSV Bork) zwei eher offensive Akteure zusätzlich nach Olfen gewechselt sind, ist der Druck im Kader nicht gerade kleiner geworden.

Wo ist Platz für Lars Meier?

Vor allem im Mittelfeld wird es eng. Hier konkurrieren neben Lars Meier, einem klassischen Zehner, der auch schon im Sturmzentrum gespielt hat, Julian Wilhelm, Mamadou Diallo, Robin Maikötter (eher auf dem Flügel) sowie eben Konietzni und Grund um wenige Stammplätze in Krajczys 4-4-2- oder 4-3-3-System. Und zuletzt hat auch Niklas Mählmann testweise als Spielmacher fungiert und überzeugt. Wo bleibt da Platz für Lars Meier?

Offensivspieler Lars Meier kämpft um Stammplatz - und könnte ihn in der Abwehr bekommen

Lars Meier übte über die linke Seite viel Druck aus. © Sebastian Reith

Die Antwort auf diese Frage könnte hinten links in der Viererkette ruhen, der Problemposition im Olfener Kader, seit Alexander Hellmich nicht mehr an Bord ist. Die besetzten in der Vergangenheit oft Jonas Frings oder Linksfuß Dustin Brüggemann. Erdbebensicher war die Seite aber nicht immer. Vor allem, wenn ein spielstarker Gegenspieler mit hohem Endtempo die Außenbahn hoch und runter lief, wurde es manchmal brenzlig in der Olfener Hintermannschaft.

Experiment Lars Meier funktioniert

Michael Krajczy wagte das Experiment mit Meier als Linksverteidiger nun schon zwei Mal in Vorbereitungsspielen. Gegen Herbern (2:4) spielte Lars Meier in Hälfte zwei auf der ungewohnten Position. Beim Finale des Stever-Lippe-Cups begann er hinten links.

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Ein Aussetzer führte aber auch zum 0:1. Das Spiel war erst ein paar Sekunden alt, als Meier beim Rückpass im Boden hängen blieb. Die Folge: das einzige Gegentor des Tages, das Meier auf seine Kappe nehmen musste. Doch ansonsten machte er seine Sache gut, schaltete sich auch dank seiner Offensivgene oft in die Angriffe ein und bügelte mit seinen Sprintqualitäten Stellungsfehler ruckzuck aus.

Das sagt Olfens Michael Krajczy

Trainer Michael Krajczy kann sich beides vorstellen, wie er Sonntag im Gespräch erklärte. „Lars Meier kann alles spielen. In der zweite Halbzeit hat er auch sehr stark auf der Zehn gespielt. Wir müssen aber gucken, dass wir auf der linken Außenverteidigerposition natürlich einen Backup haben. Er kann da spielen. Es wird darauf hinauslaufen, dass er beide Positionen mal spielen wird, wenn es drauf ankommt. Das ist auch gegnerabhängig.“ Meier selbst äußerte sich nicht.

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