Olfener liefern ab: Mittelstrecken-Läuferinnen des SuS laufen Bestzeiten unter Flutlicht

Leichtathletik

Das Dortmunder #backontrack-Meeting war aus Olfener Sicht ein voller Erfolg. Das Mittelstrecken-Team von Bernhard Bußmann präsentierte sich in guter Verfassung.

Olfen

12.07.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
„Für den späten und etwas überraschend gekommenen Saisoneinstieg haben alle drei Mädchen wirklich klasse Leistungen abgeliefert“, sagte Trainer Bernhard Bußmann über (v.l.) Marie Gövert, Sarah Lübbert und Luca-Lynn Faßbender.

„Für den späten und etwas überraschend gekommenen Saisoneinstieg haben alle drei Mädchen wirklich klasse Leistungen abgeliefert“, sagte Trainer Bernhard Bußmann über (v.l.) Marie Gövert, Sarah Lübbert und Luca-Lynn Faßbender. © SuS Olfen (A)

Die Leichtathleten des SuS Olfen sind in den Wettkampfbetrieb eingesteigen. Zumindest die drei Mittelstrecklerinnen aus der Gruppe von Trainer Bernhard Bußmann, die beim ersten genehmigten größeren Wettkampf der LG Olympia Dortmund im Stadion Rote Erde an den Start gingen. Unter scharfen Hygienebedingungen hatten sich über 800 Aktive angemeldet, die in drei großen Blöcken in einem 15-stündigen Ablauf durch ihre Disziplinen geleitet wurden. Dabei kamen die SuSlerinnen in den Genuss, zum ersten Male unter Flutlicht, lauter Musikuntermalung und kurz vor Mitternacht an den Start zu gehen.

Jetzt lesen

Anders als zuvor erwartet, fielen beim verspäteten Saisoneinstieg auch gleich Bestzeiten. Zunächst zeigte die noch der Altersklasse W15 angehörende Sarah Lübbert über 800 Meter in der U18, dass sie eine besonders starke Spurterin ist. Die Olfenerin ging das Rennen in 71 Sekunden für die ersten 400 Meter recht flott an, hielt sich ständig an Rang drei und gewann mit einem schnellen Spurt auf den letzten 200 Metern den Zeitlauf klar. Mit neuer persönlicher Bestzeit von 2:24,92 Minuten blieb Sarah Lübbert am Ende 2,5 Sekunden unter ihrer bisherigen Bestleistung.

Rennen startet kurz vor Mitternacht

Die Zeiger der Uhren gingen bereits auf Mitternacht zu, als Marie Gövert und Luca-Lynn Faßbender, beide U18, dann über 1500 Meter an der Startlinie standen. Dabei zeigten beide SuS-Athletinnen, dass sie trotz Corona auch in den letzten Wochen viel und fleißig trainiert hatten.

Marie Gövert hielt sich immer im Vorderfeld auf. Als es zur Sprintentscheidung zwischen vier Athletinnen auf den letzten 100 Metern kam, mischte sie munter mit und wurde Zweite in dem Zeitlauf in 4:49,68 Minuten. Damit verpasste sie ihre Bestzeit aus dem letzten Jahr um nur etwas mehr als eine Sekunde, unterbot aber die offizielle Norm für die Deutschen U18-Meisterschaften deutlich.

Jetzt lesen

In ihrem Sog lief ihre Trainingskameradin Luca-Lynn Faßbender ebenfalls ein sehr starkes Rennen und kämpfte sich im Spurt noch auf die erhoffte Zeit von unter 5 Minuten: 4:58,83 Minuten bedeuteten am Ende neue persönliche Bestleistung. Sie war erstmals unter der 5-Minute-Grenze gelaufen.

Nur wenige Wettkämpfe im Angebot

„Für den späten und etwas überraschend gekommenen Saisoneinstieg haben alle drei Mädchen wirklich klasse Leistungen abgeliefert. Darauf lässt sich aufbauen. Schade ist nur, dass derzeit wenig Wettkämpfe angeboten werden“, sagte SuS-Trainer Bußmann weit nach Mitternacht. „Wir hoffen aber, dass noch zwei, drei Wettkämpfe bis Ende September jetzt möglich sind, auch wenn nicht viele Veranstalter sich an Sportfeste unter Corona-Schutzbestimmungen herantrauen.“

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt

In einer wöchentlichen Kolumne schreibt Hammerwerfer Rik Amann (18) vom SuS Olfen, wie die Auswirkungen des Coronavirus sein Sportlerleben durcheinanderwirbeln. Von Rik Amann

Lesen Sie jetzt