Patrick Roser wird Sportlicher Leiter bei Westfalia Vinnum

mlzFußball-Kreisliga A

Torhüter und Sportlicher Leiter - Patrick Roser bekommt bei Westfalia Vinnum eine Doppelrolle. Er muss den Kader zusammenhalten, verjüngen und seinen eigenen Konkurrenten verpflichten.

Vinnum

, 08.04.2019, 12:06 Uhr / Lesedauer: 2 min

Er ist ein Neueinsteiger, der sich auf dem bisher unbekannten Terrain aber gut aufgehoben fühlt: Patrick Roser ist neuer Sportlicher Leiter des Fußball-Kreisligisten Westfalia Vinnum. Der 36-jährige Torhüter soll nicht nur den Kasten der Westfalia sauber halten, er ist damit auch für die Kaderplanung hauptverantwortlich.

Und die läuft bereits auf Hochtouren, wie Roser im Interview verriet: „Wir sind in der Endphase. Der Kader wird für die kommende Saison gut aufgestellt sein.“ Erwartet wird, dass Roser den Umbruch nach vier Jahren unter Trainer Frank Bidar einleitet. Nicht alle Spieler dürften bleiben. Der überalterte Kader braucht zudem eine Verjüngungskur.

Bisher war es Aufgabe des Vorstandes

Bislang hatten sich die Aufgaben des Sportlichen Leiters die einzelnen Vorstandsmitglieder um den langjährigen Vereinschef Kunibert Gerij und Geschäftsführer Michael Asemann geteilt. Auch Bidar sprach immer wieder ein Wörtchen mit, wenn es um Wunschspieler ging. Jetzt bündelt sich das Aufgabengebiet in Rosers neuer Jobbeschreibung.

Patrick Roser stand gegen Waltrop schon einmal an der Linie - vertretungsweise.

Patrick Roser stand gegen Waltrop schon einmal an der Linie - vertretungsweise. © Sebastian Reith

Dass ein noch aktiver Spieler zusätzlich Kaderplanung betreibt, ist ungewöhnlich. Denn Roser, der 2016 nach Vinnum gewechselt war, muss nun Spielergespräche führen, weiß, wer wie viel bekommt. Kurz: Auf Augenhöhe mit den Mitspielern ist er nicht mehr. „Ich sehe darin kein Konfliktpotenzial. Ich kann es differenzieren. Das sind zwei Paar Schuhe für mich“, sagte Roser, der schon seit Januar kommissarisch tätig ist - und muss wohl auch einen Torhüter verpflichten, wenn Keeper Lukas Witthoff wieder seine Schuhe an den Nagel hängt. „Natürlich muss ich einen holen. Man kann ja nicht mit so einem alten Sack in die Saison gehen“, scherzte Roser.

Nach 10 Jahren Vorstandsarbeit als Kassierer ist Andre Langer auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand ausgeschieden. Sein Amt übernimmt nun Stefan Olfens (3.v.r.), der vom Stellvertreter aufrückt. Alexander Höring wurde zum neuen stellvertretenden Kassierer gewählt. Da er am Freitag bereits in München verweilte, wurde er in Abwesenheit einstimmig gewählt. Patrick Roser (r.) wurde als Obmann des Seniorenabteilung bestätigt. Zum Vorstand gehören außerdem (v.l.): Susanne Doctor (Jugendobfrau), Matthias Gießler (stellvertretender Vorsitzender), Maike Nowak (Breitensportobfrau), Martin Kerschek (stellvertretender Jugendobmann), Vorstand Kunibert Gerij, Matthias Asemann (stellvertretender Geschäftsführer), Michael Asemann (Geschäftsführer) und Theo Pinnekämper (Obmann der Liegenschaften).

Nach 10 Jahren Vorstandsarbeit als Kassierer ist Andre Langer auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand ausgeschieden. Sein Amt übernimmt nun Stefan Olfens (3.v.r.), der vom Stellvertreter aufrückt. Alexander Höring wurde zum neuen stellvertretenden Kassierer gewählt. Da er am Freitag bereits in München verweilte, wurde er in Abwesenheit einstimmig gewählt. Patrick Roser (r.) wurde als Obmann des Seniorenabteilung bestätigt. Zum Vorstand gehören außerdem (v.l.): Susanne Doctor (Jugendobfrau), Matthias Gießler (stellvertretender Vorsitzender), Maike Nowak (Breitensportobfrau), Martin Kerschek (stellvertretender Jugendobmann), Vorstand Kunibert Gerij, Matthias Asemann (stellvertretender Geschäftsführer), Michael Asemann (Geschäftsführer) und Theo Pinnekämper (Obmann der Liegenschaften). © Westfalia Vinnum

Patrick Roser hütet auch das Tor des Vereins

Derzeit ist Roser verletzungsbedingt die Nummer eins der Westfalia. Und wird es wohl bis Saisonende auch bleiben. Witthoff hat sich die Nase gebrochen. Zuvor wurde rotiert im Vinnumer Tor. „Der Zweikampf war extrem gut und hat uns nach vorne gebracht“, sagt Roser.

Gebürtig kommt Roser aus Ostwestfalen, spielte höherklassig für den SC Herford, den SV Eger-Westerenger, die SpVg Steinhagen sowie den SC Borchen. Er ist Key-Account-Manager in der Catering-Firma seines Mitspielers Helmut Stolzenhoff, ist da für die Beziehung zu Partnerunternehmen und Großkunden zuständig.

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