Rik Amann holt die Quali für die Deutsche Meisterschaft - und wird wohl verzichten

Leichtathletik

Gleich beim ersten richtigen Härtetest warf Rik Amann (U20) den Hammer wieder über 50 Meter. Damit hat er die Qualifikationsweite für die DM erfüllt. Teilnehmen wird er jedoch nicht.

Olfen

26.07.2020, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Rik Amann überzeugte in Plettenberg mit dem Hammer.

Rik Amann überzeugte in Plettenberg mit dem Hammer. © SuS Olfen

Rik Amann nutzte am Sonntag eine kurzfristig angesetzte Rasenkraftsportveranstaltung in Plettenberg, um vor den westfälischen Hammerwurfmeisterschaften Anfang September in Olfen wenigstens einmal Wettkampfatmosphäre zu schnuppern.

Am frühen Morgen ging es auf den Weg ins Sauerland, wo in der offiziellen Saison nach dem Winter der erste ernsthafte Wettkampf während der Corona-Krise durchgeführt wurde. Ohne das wichtige Krafttraining, das seit Mitte März auf Eis liegt und ohne fehlende Technikwürfe in der wichtigen Vorbereitungszeit, die sich bei ihm auf mehrere Hundert summieren, waren sowohl Rik Amann, wie auch sein Heimtrainer Franz-Josef Sträter gespannt auf die Wettkampfleistungen.

Zum Auftakt des Dreikampfs der männlichen Jugend U20 stand das Hammerwerfen mit dem sechs Kilogramm schweren Wurfgerät auf dem Programm. Gleich hier brachte Rik Amann das Kunststück fertig, fast ein Jahr nach seinem letzten 50-Meter-Wurf, den Hammer auch in Plettenberg auf die neue Saisonbestmarke von 50,09 Meter zu befördern.

Rik Amann knackt die Qualiweite

Damit hatte der Olfener auch die geforderte Qualiweite des DLV für die Deutschen Jugendmeisterschaften übertroffen. Aber schon im Vorfeld hatten Rik Amann und Franz-Josef Sträter beschlossen, auf diese Jugend-DM zu verzichten, denn das ständige Hin und Her um Ausschreibung und Qualifikation hatte dazu geführt, dass die Olfener schon vor Wochen einen dicken Haken hinter diese Jugend-DM in Heilbronn gemacht hatten.

Weiter ging es mit dem Gewichtwerfen. Hier ist ein zehn Kilogramm schweres an einer Wurfkette befestigtes Rundgewicht, ähnlich dem Hammerwerfen, auf Weite zu bringen. In dieser Teildisziplin stellte Amann mit 20,33 Metern eine neue persönliche Bestmarke auf und war nun auf einem guten Weg, ein sehr gutes Dreikampfergebnis abzuliefern.

Erst Klausuren, dann Uni

Den Rasenkraftdreikampf beendete das Steinstoßen mit einem zehn Kilogramm schweren Eisenstein. Auch hier steigerte sich der SuSler auf die neue persönliche Bestweite von 8,92 Meter.

Mit der neuen Bestmarke im Dreikampf, die Rik Amann nunmehr auf 2338 Punkte schraubte, hat er sich eine gute Ausgangsposition im Hinblick auf die Deutschen Rasenkraftmeisterschaften im September in Erfurt geschaffen. Ob er diese Option wahrnimmt, hängt nun von den Ergebnissen Anfang September ab, denn jetzt stehen für Rik Amann erst einmal die Klausuren an der Uni an erster Stelle, ehe es in den wohlverdienten Urlaub geht.

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