SuS Olfen empfängt die Sportfreunde Merfeld von Manfred Wölpper

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Manfred Wölpper ist seit Anfang September Trainer bei den Merfeldern. Der erfahrene Trainer genießt in der Branche ein gewisses Standing. Sonntag gastiert Merfeld beim SuS Olfen.

Olfen

, 27.09.2019, 13:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn der SuS Olfen am Sonntag die Sportfreunde Merfeld um 15.30 Uhr empfängt, steht bei den Gästen ein Trainer mit einem riesigen Erfahrungsschatz an der Seitenlinie. Manfred Wölpper (61) hat nach dem vierten Spieltag in Merfeld übernommen, weil Ex-Coach Holger Flossbach (58) in die Scouting-Abteilung des FC Schalke 04 gewechselt ist. Nur wenige Tage nach dem überraschenden Sieg gegen Nordkirchen Anfang September wurde der Trainerwechsel in Merfeld bekannt.

Nun ist also Wölpper Trainer bei den Sportfreunden. Ein Trainer, der der mit Christian Streich, Mirko Slomka und Michael Frontzeck gemeinsam die Schulbank zum Fußballlehrer drückte, der zuletzt Oberligist SW Essen trainierte und davor in Lotte, Erkenschwick und Hüls Trainer war.

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Auch beim MSV Duisburg und dem VfL Bochum wirkte er in den zweiten Mannschaften. Bei der TSG Dülmen war der 61-Jährige aus Marl Anfang der 90er-Jahre Trainer der damaligen Oberliga-Truppe. „In der Bezirksliga war ich noch nie“, sagt Wölpper selbst.

Manfred Wölpper macht nicht nur Dienst nach Vorschrift

Eigentlich wollte er kürzertreten. „Ich habe Kraft getankt und dann festgestellt, dass mir der Fußball fehlt“, sagt er. Dann kam die Anfrage von Flossbach selbst, mit dem Wölpper gut befreundet ist. Gesagt, getan. Es gebe keine Laufzeit, nur einen Handschlag.

Wölpper will mit großer Lockerheit an die Aufgabe herangehen, was nicht heißt, dass er jetzt „Dienst nach Vorschrift“ mache. Das scheint zu funktionieren: Seit drei Spielen sitzt nun also Wölpper auf der Merfeld-Bank. Die Mannschaft hat mit ihm alles gewonnen.

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Die Serie des Überraschungs-Tabellenvierten währt nun schon vier Spiele. Für Olfens Trainer Michael Krajczy ist Merfeld daher die Mannschaft der Stunde. Wölpper entgegnet: „Wir haben alle Spiele analysiert. Wir sind uns einig, dass alle Spiele auch anders hätten ausgehen können. Der Faktor Glück ist ausgereizt. Aber die Mannschaft hat Mentalität.“ Schließlich kassierte Merfeld vorige Woche gegen Hoxfeld in der 85. Minute das 2:2, legte aber noch mit einem Doppelpack nach und gewann das Spiel.

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Spieler fehlte beim Training, weil er auf der Jagd war

Auf die nicht mehr ganz so professionellen Bedingungen bei einem Bezirksligisten habe er sich eingestellt. „Der Kapitän hat sich erstmal drei Wochen in den Urlaub verabschiedet, als ich kam. Und ein anderer Spieler ist Jäger und konnte wegen einer Jagd nicht zum Training kommen. Aber ich muss mich anpassen. Die Jungs müssen es aber auch“, sagt Wölpper.

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