SuS Olfen geht als Außenseiter in die Jugend-Hallenmeisterschaften

Leichtathletik

Mit Rik Amann und Sherin Köller treten am Wochenende zwei Leichtathleten des SuS Olfen beim Hallensaison-Höhepunkt an. Ihre Trainer schätzen die Chancen aber als eher gering ein.

Olfen

20.02.2019, 12:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
SuS Olfen geht als Außenseiter in die Jugend-Hallenmeisterschaften

Mittendrin im Konzert der Großen: Sherin Köller. © Wolfgang Birkenstock

Für die besten deutschen Jugendlichen in der Leichtathletik findet am Wochenende in Sindelfingen mit den deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften und den deutschen Jugend-Winterwurfmeisterschaften der diesjährige Höhepunkt der Hallensaison statt. Mittendrin sind dabei wieder einmal zwei Vertreter des SuS Olfen im Hammerwerfen. Sowohl Rik Amann als auch Sherin Köller dürften sich dabei aber keine großen Chancen ausrechnen, das Finale zu erreichen.

Rik Amann, der gerade erst in die U20 aufgerückt ist und im letzten Jahr den sechsten Platz der deutschen U18-Meisterschaften erreichte, wird mit seinen 50,12 Metern auf Rang 14 des mit 15 Teilnehmern recht starken Feldes aufgelistet. Sein Trainer Franz-Josef Sträter macht sich auch keine großen Hoffnungen, dass sein Schützling nach drei Versuchen im Vorkampf noch weitermachen darf: „Rik ist einer von nur vier Jungen des Jahrgangs 2001, was beweist, wie schwer es ist, im ersten U20-Jahr den Übergang vom Fünf-Kilogramm-Hammer der U18 auf den Sechs-Kilogramm-Hammer bei der U20 zu schaffen. Für ihn geht es in erster Linie darum, in Sindelfingen zu lernen und Selbstbewusstsein für die Freiluftsaison zu bekommen.“ Im Training hat Amann in Olfen aber bereits mehrfach den Hammer in den Bereich seiner Bestleistung von 50 Metern geworfen, sodass es das Ziel ist, mit einer Weite an die 50 Meter nach Hause zu fahren.

Auch Sherin Köller wird es schwer haben

Ähnlich schwer hat es Sherin Köller bei der weiblichen U20-Meisterschaft, wo sich ein großes Feld von 20 Hammerwerferinnen für diese Deutschen Meisterschaften qualifizieren konnte. Mit ihren 45,53 Metern, die sie im Oktober beim NRW-Hammerwurf-Cup-Finale erzielte, wird die SuSlerin aber auch nur auf Rang 16 der Meldeliste geführt. Bei den NRW-Winterwurfmeisterschaften zeigte die 18-jährige Olfenerin mit über 42 Metern aber bereits, dass sie bei günstigen Bedingungen wieder in diesen Bereich werfen kann.

Für das Finale müsste sie aber schon über 50 Meter werfen und das wäre auch nach Ansicht von Franz-Josef Sträter utopisch. „Eine ansprechende Leistung zum Winterhöhepunkt wäre schon zufriedenstellend“, äußerte sich der Wurftrainer, der auch NRW-Landestrainer im Hammerwerfen ist, vor der langen Fahrt nach Sindelfingen.

Für Marie Gövert kommt der Schritt etwas zu früh

Als weitere SuS-Athletin hatte die erst 15-jährige Marie Gövert die Norm über die 1500 Meter der U20 erreicht. Ihr Trainer Bernhard Bußmann wollte seine junge Athletin aber noch nicht überfordern und hat sie erst gar nicht gemeldet, zumal sie vergangene Woche krankheitsbedingt auch nicht trainieren konnte. In dem 39 Teilnehmerinnen großen Feld der 1500-Meter-Läuferinnen sind sowieso nur drei weitere Athletinnen des Jahrgangs 2003 gemeldet, sodass die Entscheidung wohlüberlegt und richtig gewesen sein dürfte.

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