SuS Olfen unterliegt glatt mit 0:3

Volleybal

Trotz einer starken Maria Lütkenhaus über die Mitte haben Olfens Landesliga-Volleyballerinnen glatt mit 0:3 (14:25, 24:26, 16:25) gegen den TC Gelsenkirchen II verloren. Der Qualitätsunterschied war deutlich erkennbar.

Olfen

, 10.12.2017, 20:27 Uhr / Lesedauer: 2 min
Punkt für den Gegner: Während sich Lisa Czempik (hinten) noch aufrichtet, gehen Maria Lütkenhaus (v.l.), Linda Schöler und Lisa Smolka schon wieder ihre Positionen. Gegen Gelsenkirchen hatte Olfen nicht viel zu bestellen.

Punkt für den Gegner: Während sich Lisa Czempik (hinten) noch aufrichtet, gehen Maria Lütkenhaus (v.l.), Linda Schöler und Lisa Smolka schon wieder ihre Positionen. Gegen Gelsenkirchen hatte Olfen nicht viel zu bestellen. © Sebastian Reith

Frauen-Volleyball, Landesliga
TC Gelsenkirchen II - SuS Olfen 0:3 (14:25, 24:26, 16:25)

Das erste Heimspiel der Saison am Sonntag war richtungsweisend: Gelsenkirchen ist vorerst aus dem Gröbsten raus, Olfen steckt auf dem Relegationsrang dafür wieder mittendrin im Abstiegskampf.

Wer weiß, was passiert wäre, wenn der SuS Olfen den zweiten Satz nach Führung nicht noch hergegeben hätte. 23:21 stand es zwischenzeitlich für Olfen. Immer wieder hatte der SuS Maria Lütkenhaus gesucht. In der Mitte blockte sie, was zu blocken war, im Angriff lief fast alles über sie. Lütkenhaus war es auch, die den ersten Satzball für Gelsenkirchen im zweiten Durchgang abwehrte und den Ball ins gegnerische Feld schmetterte. „Sie hat überragend gespielt, so gut wie lange nicht mehr“, sagte Olfens Trainer Dietmar Köhler. Nach dem 25:24 für die Gäste saß dann aber Satzball Nummer zwei. Nach 54 Minuten hatte Olfen den ersten Punkt verloren.

Köhler flüchtete sich nicht in den Konjunktiv, was gewesen wäre, wenn Olfen nach Sätzen ausgeglichen hätte: „Natürlich, es ist wie beim Fußball. Wenn du triffst, bist du auch euphorischer. Dann klappt alles besser. Aber da kann man nur spekulieren. Es ist egal. Wir haben das Ding verloren.“

Als Olfen im ersten Satz nach einem langen Ballwechsel mit zehn Netzüberquerungen endlich den ersten Punkt zum 1:5 im ersten Satz errungen hatten, war schon abzusehen, wie schwer es gegen Gelsenkirchen wird. Die Gäste, die mit einem bärenstarken Block Olfen in der Anfangsphase verzweifeln ließen, ließen aber plötzlich nach. Olfen hatte die anfängliche Nervosität abgelegt und war mittendrin im Spiel. Plötzlich der Ausgleich: 7:7. Doch dann brach der SuS wieder ein. „Wir haben Phasen, in denen wir kaum eine Aufgabe rüber bekamen. Gelsenkirchen war aggressiver und hat auch verdient gewonnen. Im Aufschlagsspiel waren sie variabler“, sagte Köhler.

Aber nicht nur hier. Auch war Olfen zu berechenbar. Gelsenkirchen stellte sich im dritten Satz auf Lütkenhaus ein, versuchte, die Mitte mit einem doppelten Block dicht zu bekommen. Olfen fiel dagegen zu wenig ein. Köhler: „Entweder leicht drüber legen oder an der Seite vorbei, aber wir haben immer noch rechts vorbei geschlagen – und Gelsenkirchen hat die Bälle alle gekriegt.“

Die Außenangreiferinnen blieben ebenfalls glücklos. Und so zog der Tabellenvierte, der eine Nummer zu groß war für Olfen, davon. Da konnte Michael Scholten, Handballtrainer und Vater von Olfens Volleyballerin Carolin Scholten, die große Trommel der Handballabteilung zur Stimmungsmache bearbeiten, wie er wollte. Auch die sonst so starke Linda Schöler war ungewohnt fehleranfällig. „Sonst ist sie eine Bank“, sagte Köhler. Doch an ihr alleine lag es nicht. „Wir spielen die Bälle zu weit weg vom Netz und auch nicht schnell genug“, analysierte Köhler. Spielerin Daniela Timmerhinrich stimmte zu: „Es lag auch an der Annahme. Wir haben die Bälle nicht vorne ans Netz gebracht. Wir haben gesehen: Wenn wir starke Angriffe gespielt haben, haben wir die Punkte gemacht. Der Gegner hat variabel gespielt.“

Team
SuS:
Scholten, Czempik, Schöler, Jäger, J. Köhler, M. Köhler, Lobeck, Timmerhinrich, Lütkenhaus, Maikötter, Smolka.

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