SuS Olfen war „noch schlechter als der BVB beim 0:5 bei den Bayern“

Handball: Kreisliga Industrie

Ob irgendetwas positiv war, wollten wir zum Abschluss von Randolf Mertmann wissen, nachdem der Trainer des SuS Olfen zuvor erklärt hatte, was alles schiefgelaufen war bei der 19:31-Pleite.

Olfen

, 07.04.2019, 20:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
Timo Lemberg warf zehn Toregegen die SG Linden-Dahlhausen.

Timo Lemberg warf zehn Toregegen die SG Linden-Dahlhausen. © Jürgen Weitzel (A)


SG Linden-Dahlhausen – SuS Olfen 31:19 (17:9)

Sekundenlang war es daraufhin still am Telefon. Mertmann dachte und dachte und dachte, fand aber offenbar nichts und brachte dann ein langgezogenes „Nöööö“ über den Hörer, „eigentlich nicht.“ Er hätte ja Timo Lemberg nennen können, der mit zehn Toren über die Hälfte aller Olfener Tore geworfen hatte. Aber Mertmann war danach offenbar auch am Tag nach der Niederlage nicht zumute.

Beim Tabellenführer aus dem Bochumer Süden fehlten Mertmann alle Tugenden, die Olfen zuletzt wieder stark gemacht hatten: Einstellung, Kampf, Wille. „Ich stimme mich mit Daniel Schnellhardt schon ab und wir haben beide gesehen, als sich die Mannschaft warmgemacht hat, dass das ein Desaster gibt“, sagte Mertmann. Der verletzte Spieler Daniel Schnellhardt wird kommende Saison die Mannschaft für Mertmann betreuen, der Olfen verlässt.

Das Spiel am Samstagabend hatte nicht nur zeitliche Parallelen zum Topspiel der Fußball-Bundesliga zwischen Bayern München und Borussia Dortmund. Mertmann ließ sich zu einem vergleich hinreißen: „Wir waren noch schlechter als der BVB beim 0:5 bei den Bayern. Zu keinem Zeitpunkt die Einstellung zum Spiel gefunden!“, sagte Mertmann und kritisierte alle Mannschaftsteile vom Tor bis zur Offensive. „Das war nicht vergleichbar zu letzter Woche“, teilte er mit, „wir waren mit dem Ergebnis noch gut bedient.“

Erstmals fünf Tore abgesetzt hatte sich Linden nach 15 Minuten (8:3). Nach Benedikt Hönings Tor zum 7:12 warf Olfen bis zur Pause nur noch zwei Tore. Und die Gastgeber zogen meilenweit davon. Es war wieder so ein Spiel, das nach der ersten Halbzeit fast schon entschieden war. Fünf Minuten nach der Pause (21:10) waren die Hausherren dann schon elf Tore weggezogen. Mertmann: „Kein Aufbäumen, nichts!“ Näher als auf zehn Tore kam Olfen zu keinem Zeitpunkt mehr.

SuS Olfen: Bölken, Billermann - Knebel (1), M. Scholten, L. Scholten (3), Ott, Cremer, Kaschinski (1), Elsner (1), Lemberg (10/2), Maur. Oberhag, Wenner, Höning (3)

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt