SuS Olfens Benedikt Höning ist der Prototyp eines Mannschaftssportlers, wie er im Buche stünde

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Benedikt Höning führt die Handballer des SuS Olfen als Kapitän auf das Spielfeld. Doch nicht nur seine spielerische Stärke macht den 30-Jährigen zu einem außergewöhnlichen Spieler.

Olfen

, 06.02.2020, 18:38 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit zehn Treffern war Benedikt Höning im letzten Spiel seines SuS Olfen gegen den HSC Haltern-Sythen III nicht zu halten und ging als bester Werfer seiner Mannschaft voran. Doch der Kapitän des Tabellenführers der 1. Kreisklasse ist nicht nur spielerisch außergewöhnlich stark - der 30-Jährige ist der Prototyp eines Mannschaftssportlers, wie er im Buche stünde.

„Ben stellt die Mannschaft vor sich. Obwohl er beruflich sehr eingespannt ist und oft 14, 15 Stunden am Tag arbeitet, schiebt er trotzdem das Training dazwischen“, berichtet SuS-Trainer Daniel Schnellhardt. „Er ist sehr mannschaftsdienlich. Man kann ihn nachts um drei anrufen, er ist immer für das Team da. Solche Spieler wünscht man sich mehr im Kader, für einen Trainer ist er der ideale Spieler. Er ist ein sehr hilfsbereiter Mensch und ein super Typ, das kann man nicht anders sagen.“

Bindeglied zwischen Team und Trainerstab

Zudem fungiert Höning als Bindeglied zwischen Team und Trainerstab, kommuniziert und vermittelt bei Fragen und Ungereimtheiten. Auch abseits des Feldes ist der 30-Jährige ein absoluter Eckpfeiler beim SuS. „Ben ist ja schonmal eine Erscheinung auf dem Spielfeld. Allein aufgrund seiner körperlichen Voraussetzungen hat er in der Liga Vorteile“, sagt Schnellhardt über den zwei Meter großen Rückraumakteur. „Er ist nicht der handballintelligenteste Spieler, aber das macht er durch seinen Einsatz wieder wett.“

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Seine physischen Vorteile nutzt Höning in Angriff und Verteidigung. „Eigentlich versuche ich, in der Abwehr präsenter zu sein, weil ich dort auch meine körperlichen Gegebenheiten gut ausspielen kann, aber je nach Schiedsrichtergespann, wie viel Härte die zulassen, müssen wir die Spielweise auch schonmal anpassen, dann mache ich auch mehr vorne“, berichtet der SuS-Kapitän.

So auch im letzten Spiel gegen den HSC. Die Sythener, aktuell Tabellenvorletzter der 1. Kreisklasse, hatten ihr Team mit mehreren Spielern aus der ersten Mannschaft verstärkt, die aktuell die Bezirksliga Ruhrgebiet anführt - und stellten den SuS vor Probleme.

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Auch, weil sie unerlaubterweise Hartz benutzten, aber: „Das Schöne am Handball ist, dass es ein absoluter Teamsport ist. Es nutzt nichts, wenn man ein, zwei Super-Leute dabei hat, das hat man letztes Spiel gesehen. Alleine kann keiner ein Handballspiel gewinnen“, erklärt Höning.

In dieser Partie bekam der Zwei-Meter-Mann, der seit 16 Jahren Handball spielt, früh zwei Zwei-Minuten-Strafen und richtete seinen Fokus in der Folge mehr auf den Angriff - mit Erfolg. 33:27 setzten sich die Olfener am Ende gegen das verstärkte Team durch, Höning war mit zehn Toren bester SuS-Werfer.

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Als Saisonziel sieht der 30-Jährige übrigens nicht „nur“ den Wiederaufstieg in die Kreisliga. „Wir wollen die beste Abwehr und den besten Angriff der Liga stellen und damit ein Statement setzen“, erklärt Höning selbstbewusst. „Wir haben gesehen, dass wir Qualitäten haben und nicht in diese Liga gehören. Aber wie bei der Niederlage (31:32 im Hinspiel gegen Bochum, d. Red.) kann das durchaus schiefgehen. Wie der Trainer sagt, das kann auch gegen andere Mannschaften nach einem schlechten Start ganz böse enden.“

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Dass es dazu gar nicht erst kommt, daran arbeiten das Trainerteam, die Mannschaft und Kapitän Höning Hand in Hand. Wichtig war dem 30-Jährigen, zu sagen: „Im letzten Spiel kamen einige Leute nicht zum Einsatz, und auch gerade da macht es so eine Mannschaft aus, dass da keiner böse wird“, erklärt Höning. „Viele Spieler, die mal nicht spielen, verlieren schnell die Motivation. Da gilt natürlich ein herzlicher Dank auch von mir an alle, die nicht zum Einsatz gekommen sind.“ Der Prototyp eines Mannschaftssportlers, wie er im Buche stünde.

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