Trainer Jupp Ovelhey startet seine Mission beim SuS Olfen

mlzFußball

Der neue Trainer startet in Olfen am Donnerstag und spricht zum ersten Mal zur Mannschaft. Jupp Ovelhey, der vom SV Hochlar, zum SuS Olfen kommt, erklärt, wie die Vorbereitung aussieht.

Olfen

, 09.07.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Donnerstag beginnt beim SuS Olfen die Amtszeit von Jupp Ovelhey. Der 62-Jährige hat wie seine Vorgänger in Bezirksliga-Saisons beim SuS Olfen die Mission Klassenerhalt. Die erste Einheit wird ein lockerer Einstieg. Intensiver wird die Vorbereitung dann in zwei Wochen.

Einen Schlüssel hatte Josef Ovelhey am Mittwochnachmittag noch nicht für den Steversportpark und das Trainingsequipment. Auch eine Ausstattung in Grün und Weiß besaß der neue Trainer zu diesem Zeitpunkt noch nicht. „Aber nach meiner Größe haben die schon gefragt. Was ich dann bekomme, weiß ich noch nicht“, scherzte Ovelhey vor seiner ersten Einheit.

Jetzt lesen

Ein richtiger Trainingsstart wird das am Donnerstag im Steversportpark noch nicht. Ovelhey wird aber zum ersten Mal eine Ansprache an seine neue Mannschaft richten. „Nur Quatschen geht aber auch nicht“, stellt Ovelhey klar. Die Spieler müssen also auch Fußballschuhe mitbringen und aufgrund des Hygienekonzeptes sowieso umgezogen am Platz erscheinen. „Wir werden gucken, dass wir mit Fußball mal wieder in Kontakt kommen“, sagte Ovelhey.

Der Fußball, ein alter Freund

Die Vorbereitung auf den Saisonstart, der wie der Verband am Mittwoch mitteilte, für die erste September-Hälfte angedacht ist, soll in Olfen dann fünf intensive Wochen dauern - mit zwei Wochen Vorlauf, der für die SuS-Kicker wie ein Warm-up wirken dürfte. Reinkommen. Sich aneinander gewöhnen. Sich bewegen. Und eventuell abhanden gekommenes Ballgefühl zurückgewinnen. Oder wie es Ovelhey sagte: „Wir wollen den Fußball als Freund erkennen.“

Jetzt lesen

Auch Ausdauer und der Grundlagenbereich seien für Ovelhey ein Thema. Über den Zustand seiner Mannschaft muss er sich in den ersten Einheiten einen Überblick verschaffen. „Wir wollen nicht unter Null anfangen“, sagte er. Allerdings halte er auch nichts von einem zu frühen Überbietungswettlauf, welcher Verein schon wieder zweimal trainiert. Verstärkt trainieren wird der SuS Olfen erst ab Ende des Monats Juli - dann aber auch bis zu drei Mal pro Woche.

SuS Olfen: Kaderveränderungen und einige neue Gesichter

Der Olfener Kader hat in der Sommerpause sein Gesicht doch etwas verändert. „Acht kommen dazu“, rechnet Ovelhey vor, „das ist ein Drittel der Mannschaft.“ Neben den externen Neuzugängen Leon Westrup (Union Lüdinghausen), Daniel Berger (FC Nordkirchen), Louis Reitemeier (VfB Waltrop) und Thomas Nickel (DJK SF Datteln) sind auch weiterhin vier U19-Spieler im Blickfeld des SuS. Ursprünglich waren es einmal sechs - zwei haben sich bereits anderen Vereinen angeschlossen.

Dafür hat Ovelhey aber Ex-Kapitän Marvin Böttcher an Bord. Der Stürmer, der drittältester Spieler in der ersten Mannschaft ist, erklärte den Rücktritt vom Rücktritt, gibt aber die Binde ab. Mit Böttcher hatte Ovelhey vor der Corona-Krise auch bereits Kontakt. Ansonsten habe er hauptsächlich mit seinem neuen Co-Trainer Matthias Potthoff kommuniziert.

Jetzt lesen

Dass Ovelhey bei einer Kanutour in Mecklenburg-Vorpommern in der vergangenen Woche das Smartphone über Bord gegangen ist und einen Wasserschaden erlitten hat, war nicht der Grund, warum Ovelhey es vermied, in den letzten Wochen intensiven Kontakt zur Mannschaft zu suchen. „Dann fragt der eine Spieler, warum der Trainer sich bei einem Mitspieler meldet, bei einem selbst aber nicht“, antwortet Ovelhey.

Die neuen Akteure, die er zum Klassenerhalt coachen soll, wird er auch ohne Handy in den nächsten Wochen kennenlernen. Solange nur das Handy baden geht - und nicht der SuS am Saisonende - ist ja alles gut im Steversportpark.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt