Union-Co Benedikt Vester lobt den SuS Olfen: „Olfener Spieler spricht man nicht an“

Fußball

Einen Spieler aus Olfen anzusprechen und zum Wechsel nach Lüdinghausen zu bewegen, da hätte Benedikt Vester (28) so seine Hemmungen. Den SuS bezeichnet Unions Co-Trainer als eingeschworen.

Olfen

, 28.08.2019, 15:37 Uhr / Lesedauer: 2 min
Union-Co Benedikt Vester lobt den SuS Olfen: „Olfener Spieler spricht man nicht an“

Benedikt Vester hofft darauf, dass Union nicht noch ein Jahr im Abstiegskampf spielen muss: „Wir wissen, wo wir herkommen, und sollten Demut zeigen.“ © Sebastian Reith

Benedikt Vester (28), Co-Trainer von Union Lüdinghausen, hat vor dem Derby am Sonntag (15.30 Uhr, Steversportpark, Hoddenstraße, Olfen) den Gegner SuS Olfen in höchsten Tönen gelobt und freundschaftliche Töne angeschlagen. „Olfen ist eine eingeschworene Gemeinschaft“, sagte Vester bereits vergangene Woche im Gespräch.

Dass es zwischen den beiden Nachbarklubs Lüdinghausen und Olfen eher selten Spielerbewegungen gibt, macht Vester unter anderem auch am Vereinsklima beim SuS mit guter eigener Jugendarbeit fest - eine ungewohnte Aussage eines Verantwortlichen, der doch eigentlich beim nächsten Olfener Gegner angestellt ist. Trotzdem hätte Benedikt Vester Hemmungen, in Olfen personelle Verstärkungen zu suchen. „Olfener Spieler spricht man nicht an“, sagte Vester, „warum sollten sich Olfener Spieler etwas anders suchen?“

Benedikt Vester erwartet geschlossenes Auftreten im Derby

Vester kennt das Gefühl noch aus Ascheberg. Der 28-Jährige spielte jahrelang beim einstigen Bezirksligisten. „Einen Wechsel hatte ich nie in Erwägung gezogen“, so Vester. Für den Lüdinghauser Co-Trainer gilt daher: „In so einem Derby werden die Olfener umso geschlossener auftreten.“

Union Lüdinghausen ist gut aus den Startlöchern gekommen. Fünf Punkte, keine Niederlage nach drei Spielen - der Wechsel in die Bezirksliga 11 ist „Eisern Union“ offenbar leichter gefallen, als viele gedacht hatten. Der befürchtete Abstiegskandidat ist Lüdinghausen noch nicht, was nach drei Spieltagen aber auch noch nicht viel heißt. Aber nicht viele hatten Lüdinghausen einen Start ohne Niederlage zugetraut.

Union Lüdinghausen zeigt viel Demut nach Zitterjahren

„Wir wissen, wo wir herkommen, und sollten Demut zeigen“, sagte Vester. Wer zwei Jahre in Folge im Abstiegskampf steckt, sich einmal mit zwei Punkten, das andere Mal mit nur einem Punkt Vorsprung auf die Abstiegsplätze rettet, der mutiert nicht automatisch zu einem Team, das im gesicherten Mittelfeld erwartet wird.

Doch einiges spricht dafür, dass Union hier am Saisonende tatsächlich landen könnte. Die Neuverpflichtungen waren vielversprechend. Und für Trainer Tobias Tumbrink kommt der Saisonstart ohne Niederlage aufgrund der Entwicklung der Mannschaft gar nicht so plötzlich.

„Wir haben in den letzten elf Meisterschaftsspielen zwei verloren - und darunter war das Spiel gegen Bövinghausen. Da hat sich eine sehr positive Tendenz abgezeichnet“, sagte Tumbrink und blickt sogar inklusive Testspiele auf nur vier Niederlagen in den letzten 18 Partien zurück. „Deswegen konnten wir von einem guten Start ausgehen“, sagte Tumbrink.

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