Vom Glitzersticker bis zum Fehldruck - das sind die besonderen Sticker im Sammelalbum

mlzSuS Olfen

Nicht alle Bilder im Olfener Stickerheft zum Sammeln zeigen die Gesichter von Trainern und Spielern. Es gibt sogar eine Schwarz-Weiß-Aufnahme. Der Grund ist ein trauriger.

Olfen

, 20.11.2019, 18:32 Uhr / Lesedauer: 3 min

Die meisten der rund 505 Bilder im Sticker-Sammelalbum des SuS Olfen zeigen gewöhnliche Spieler aus den Senioren- oder Nachwuchsteams des Vereins. Doch der SuS hat auch besondere Bilder erstellen lassen. Hier erfahren Sie, welche das sind.



#3 Wappen des SuS Olfen

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Der Sticker mit dem Wappen gehört zu den ganz beliebten Motiven, denn er ist der einzige Glitzersticker. © Sebastian Reith

Das grün-weiße Logo des SuS Olfen ist ein besonderer Sticker. Es ist nämlich das einzige Bild mit Glitzereffekt. Hält man den Sticker in einem bestimmten Winkel gegen das Licht, reflektiert der Hintergrund silbern zurück.

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Im Vordergrund prangt das stolze Vereinswappen. Werner Sander, Vorstandsmitglied der Olfener Fußballer, sagte: „Der Sticker ist besonders beliebt.“



#176 Til Uhlenbrock

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Dieser junge Nachwuchskicker ist nicht Til Uhlenbrock © Sebastian Reith

Bei Münzen sind Fehlprägungen besonders viel wert unter Sammlern – gleiches könnte für die Bildnummer 176 gelten, bei dem sich ein kurioser Fehler in das Heft eingeschlichen hat. Der Aufkleber enthält zwar den Namen von Til Uhlenbrock, zeigt aber nicht das Gesicht des Olfener Nachwuchskickers. „Es war ein Übertragungsfehler“, erklärt Werner Sander. Hunderte Bilder seien im Zuge der Fotosessions entstanden. Statt des korrekten Dateinamens mit der Bildnummer 3499 schickten die Olfener die 3490 – die Null liegt auf der Tastatur direkt neben der Neun – an den Hersteller.

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Der sortierte daraufhin Til Uhlenbrock nicht das richtige Gesicht zu, wofür sich der SuS entschuldigt: „Der Junge hat sicher ein paar Tränen gelassen.“ Und bei der Firma, die die Sticker druckt, seien 500 richtige „Til Uhlenbrocks“ nachbestellt worden, die der Verein nun an alle Sammler ausgeben will. Auch der Sticker von Vereinschef Bernhard Bußmann ist neu aufgelegt worden. Sein Nachname war mit einem Doppel-S geschrieben worden.



#427 Wilhelm Schlüter

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Wilhelm Schlüter verstarb im Sommer - trotzdem ist er Teil des Sammelheftes. © Sebastian Reith

Es ist der einzige Schwarz-Weiß-Sticker des Sammelalbums, der bekanntlich für einen traurigen Anlass steht. Wilhelm Schlüter starb im Juni überraschend im Alter von 71 Jahren. Trotzdem hat der Verein seine Ikone posthum mit in das Album aufgenommen, um ihn zu ehren. Dafür hat sich der SuS auch das Einverständnis der Familie geholt. Einen Toten in ein Sammelalbum aufzunehmen, blieb im Verein nicht ohne Diskussionen.

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Schließlich gebe es auch andere verdiente, aber bereits verstorbene Vereinsmitglieder, erklärte Sander. Trotzdem entschieden die Verantwortlichen in Schlüters Fall anders. Denn der einstige Altherren-Obmann war in die Planung des Heftes involviert. „Er war von Anfang an unser Ansprechpartner bei den alten Herren“, so Sander.



#297 Karsten Quante

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Karsten Quante ist nur noch Ex-A-Jugendtrainer. © Brüggenthies

Manchmal sorgen Abmeldungen und Trainerwechsel dafür, dass das Album schnell wieder überholt ist. Das war auch schon bei Union Lüdinghausen so, wo Kinder den Ex-Coach des Bezirksligisten sammelten, und ist beim SuS Olfen nicht anders: Beispielsweise ist A-Jugend-Trainer Karsten Quante mittlerweile nicht mehr in seiner Funktion. Verein und Übungsleiter trennten sich, als das Heft schon in der Produktion war.



#349-353 Fanclubs

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Fünf Fanclubs gibt es in Olfen. Auch sie sind in dem Heft verewigt. © Sebastian Reith

Olfen ist eine Stadt mit gleich fünf Fanclubs von deutschen Profivereinen. Und anders als in anderen Städten vertragen sich die Fanclubs friedlich trotz sportlicher Rivalität. Jährlich gibt es ein gemeinsames Fanclub-Fest und dazu eint die Klubs natürlich ihre Unterstützung zum SuS Olfen. Am Sportplatz hängt eine gemeinsame Bande der Fanclubs. Und auch ins Heft haben es Borussia Dortmund, Schalke 04, Bayern München, Borussia Mönchengladbach und der 1. FC Köln auf diese Weise geschafft. Sander: „Nur weil jemand Borusse ist, ist er kein schlechter Mensch.“



#439 Andreas Hülk

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Andreas Hülk gibt´s gleich drei Mal zum Sammeln. © Brüggenthies

„Hey, den hab ich doch schon mal auf einer anderen Seite gesehen“ – so dürfte es einigen Olfenern gegangen sein, als sie durch das Heft geblättert haben. Andreas Hülk taucht sogar drei Mal auf: als Spieler der Altherren (#439), als Vorstandsmitglied (#494) und als Coach der F-Junioren (#64). „Es gibt etliche doppelt“, erklärt Werner Sander – gerade zwischen Trainern und Altherren sei die Schnittmenge besonders groß, was die Wichtigkeit der Altherrenabteilung zeigt. Weitere Beispiele sind Mario Rast oder Ingo Weber.



#473-491 Die Ehrenamtlichen

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Regelmäßig für den SuS im Einsatz sind die ehrenamtlichen Helfer. © Sebastian Reith

Früh war es ein Wunsch des SuS Olfen, die ehrenamtlichen Helfer mit im Sammelheft zu verewigen. Deshalb sind etwa Platzkassierer Mario Pes, aber auch die Verkäuferinnen im Stadionkiosk wie Corinna Watermeier, Katja van Lent oder Edeltraud Trogemann im Heft zu finden. „Sie alle haben keine beste Funktion, aber sind immer dabei, wenn man bei Aktionen Hilfe braucht“, so Sander.



#389-391 Schiedsrichter

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Die Schiedsrichter haben einen besonderen Platz im Heft erhalten. © Brüggenthies

Viele Schiedsrichter hat der SuS Olfen nicht. Deshalb hat der Verein auch den Schiedsrichtern eine eigene Seite gewidmet. „Es tut mir sehr leid, dass wir nicht mehr haben“, sagt Werner Sander. So sind Dennis Nocke, Julian Fitze und Robin Nocke alleine auf der Seite vertreten – und es gibt extra noch einen leeren Rahmen für ein bislang nicht erstelltes Bild mit dem Inhalt: „Hier könnte dein Bild stehen!“

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