So haben die heimischen Kreisliga-Fußballer am Sonntag gespielt

Fußball-Kreisliga

Nach einer herben Niederlage ist die gute Defensivarbeit für Vinnum diesmal der Schlüssel zum Erfolg.

von Carl Brose, Nina Bargel, Tim Hübbertz

24.02.2019, 22:12 Uhr / Lesedauer: 6 min
So haben die heimischen Kreisliga-Fußballer am Sonntag gespielt

Yusuf Demir traf aus 16 Metern zum 3:1. © Weitzel

Fußball-A-Ligist Westfalia Vinnum ist am Sonntag gegen den FC Leusberg eine Reaktion auf die herbe Niederlage von vergangener Woche gelungen. Vor heimischem Publikum zeigten die Vinnumer eine konzentrierte Vorstellung und ließen die Gäste beim 3:1-Sieg über die gesamten 90 Minuten nicht ins Spiel kommen.

Kreisliga A2 Recklinghausen

Westfalia Vinnum - Leusberg

3:1 (1:0)

Besonders in der Abwehr zeigten sich die Vinnumer stark verbessert. „Wir haben heute wirklich als Mannschaft in der Defensive richtig gut zusammengearbeitet. Das fing schon bei unseren Stürmern vorne an, die haben den Gegner gut angelaufen“, so der Vinnumer Abwehrchef Stefan Olfens.

Tatsächlich gelang es Leusberg im Prinzip nie, die gut stehende Westfalia zu überspielen. Auf der anderen Seite zeigte sich Vinnum im Angriff äußerst variantenreich. So spielten sie dann auch den 1:0-Führungstreffer hervorragend heraus (27.). Stefan Olfens setzte zunächst mit einem Pass aus der Innenverteidigung Christian Voßschmidt auf Rechtsaußen in Szene. Dabei überspielte Olfens gleich mal die gesamte Leusberger Hintermannschaft. Voßschmidt legte dann quer auf Fatih Cengiz, der sicher versenkte.

Spiel schien nach 2:0 schon entschieden

Auch nach der Pause kombinierte Vinnum munter weiter. Nach einem ruhig vorgetragenen Angriff, wurde erneut Voßschmidt auf der rechten Seite freigespielt und dieser schlenzte den Ball zum 2:0 ins lange Eck (53.). Das Spiel schien damit schon fast entschieden, zu harmlos waren die Angriffe der Gäste. Doch fast im Gegenzug fand Leusberg durch einen Foulelfmeter zurück in das Spiel (55.). Letztlich ließen sich die Vinnumer nicht aus der Ruhe bringen und Yusuf Demir entschied das Spiel mit seinem Schuss aus 16 Metern.

Westfalia Vinnum: Brickmann - Rosengart, Olfens, Rosowski, Forsmann, Lebsack, Wessels (65. M. Demir), Voßschmidt (69. Stolzenhoff), Y. Demir, Yavuz, Cengiz (89. Diekmann)

Tore: 1:0 Cengiz (27.), 2:0 Voßschmidt (53.), 2:1 Aktas (55./ Foulelfmeter), 3:1 Demir (88.)

Die SG Selm hat am Sonntag in der Fußball-Kreisliga das Derby zu Hause gegen den SV Südkirchen mit 3:0 für sich entschieden.

Kreisliga B3 Münster

SG Selm – SV Südkirchen

3:0 (1:0)

Es waren perfekte Bedingungen für die SG Selm am Sonntag. Derby, herrliches Wetter und endlich das erste Heimspiel vor dem neuen Vereinsheim. Und am Ende spielte auch das Ergebnis mit, denn bereits nach zehn Minuten traf Marcel Dresken zum 1:0 für die Hausherren. Trainer Deniz Sahin sah trotzdem ein „großes Manko“, bei seinem Team. „Wir haben in der ersten Halbzeit viele Chancen liegen gelassen. In der zweiten Halbzeit genauso“, sagte Sahin.

Zwar kam der SV Südkirchen mutig zurück aus der Kabine und kam auch kurz nach Wiederanpfiff zu einer guten Gelegenheit – aber ein Treffer wollte nicht gelingen. „Wir haben heute insgesamt zu ängstlich gespielt. Das, was wir uns vorher vorgenommen hatten, nämlich gut in die Zweikämpfe zu kommen und Selm wenig Räume zu bieten, haben wir nicht so gut hinbekommen“, sagte Spielertrainer Jens Kalender.

„Haben gemerkt, dass Selm zurecht da oben steht“

Doch es kam noch dicker für die Gäste, die erst noch Glück hatten, dass es in der 51. Minute keinen Elfmeter für Selm gab. Nach einem klaren Foul im Strafraum blieb die Pfeife von Schiedsrichter Horst Hagemannn jedoch stumm, sehr zum Unmut der Selmer Fans. Doch nur vier Minuten später durften die Zuschauer doch noch jubeln, denn Dimitri Rutkovski traf aus 16 Metern unhaltbar für SVS-Keeper Christopher Mayr flach ins linke Eck (55.). Wenig später erhöhte dann noch Fabian Konietzni für die Gastgeber auf 3:0 und das Spiel war entschieden. Zusätzlich schwächten die Gäste sich auch noch selbst, als kurz vor Schluss Robin Löchter nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz musste (87.).

„Wir haben heute gemerkt, dass Selm zurecht da oben steht. Sie haben eine sehr gute Mannschaft, die defensiv top steht, vorne immer gefährlich ist. Da haben wir Selm heute einfach zu viele Räume gelassen“, so Kalender.

Trotz der vielen verpassten Chancen war Deniz Sahin am Ende trotzdem mit seiner Mannschaft zufrieden. „Wir waren die spielbestimmende Mannschaft, das bessere Team auf dem Platz“, so Sahin. Gleichzeitig gab es auch noch ein Lob für die Abwehr. „Für uns ist wichtig, dass wir hinten souverän gestanden haben und das Spiel gut aufgebaut haben“, so der Selmer Trainer.

Es spielten für die SG Selm: Böckenbrink - Ulrich, May, Tarhan, Kämper, Dresken, Zolda, Schwegler, Konietzni, Rutkovski, Dias, Glaß, B. Lämmel, Suer

Es spielten für den SV Südkirchen: Mayr - Lammers, N. Dornhege, Bauhaus, M. Dornhege, Löchter, Appel, Lohmann, Holtrup, Schlering, R. Dornhege, Kallwey, Verworn

Tore: 1:0 Dresken (10.), 2:0 Rutkovski (55.), 3:0 Konietzmi (63.)

Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rot Löchter (87.) wiederholtes Foulspiel

Der SC Capelle hat sich – wieder mal – nicht für eine gute Leistung in der Fußball-Kreisliga B belohnt. „Ich bin schon genervt, dass ich immer wieder das gleiche erzählen muss“, sagte SCC-Trainer Reinhard Behlert nach der 1:2-Heimniederlage gegen den Tabellendritten Saxonia Münster.

Kreisliga B3

SC Capelle – Saxonia Münster

1:2 (0:0)

Mit einer personell sehr geschwächten Mannschaft schafften es die Capeller, in der ersten Halbzeit hinten die Null zu halten. „Münster hatte nicht eine Chance in der ersten Hälfte. Wir allerdings auch nicht“, so Behlert.

Nach einer Nullnummer in der ersten Hälfte habe seine Mannschaft nach der Pause ein starkes Spiel gezeigt. Trotzdem fiel in der 71. Minute das 1:0 für die Gäste nach einem Freistoß. Die Hausherren konnten durch Fabian Steinhoff nach einer Ecke wieder ausgleichen (84.). Nach einem langen Ball verschätzten sich die Capeller dann und unterliefen ihn. „Auf Asche sind die Bälle schwer einzuschätzen“, erklärte Behlert den Fehler, der dann zum 1:2-Endstand führte. „Das späte Gegentor war natürlich ärgerlich – und unnötig“, sagte Behlert nach dem Spiel.

SC Capelle: Reckmann – Hüser, Gumprich, Schütte, Lachmann, Streppel, Zimmermann, Kaiser (53. Kixmöller), Walter, Steinhoff, Peters (53. Küper, 84. Hische)

Tore: 0:1Berzins (71.), 1:1 Steinhoff (84.), 1:2 Nikolaus (89.)

„Auswärts einen Punkt in Mühlhausen zu holen, ist nicht schlecht“, fasste Cappenbergs Trainer Pascal Harder das 2:2-Unentschieden bei Mühlhausen II zusammen. Und das, obwohl die Cappenberger Fußballer zwischenzeitlich zwei Mal in Führung lagen.

Kreisliga A2 Unna-Hamm

Mühlhausen II – Cappenberg

2:2 (1:1)

Zunächst gingen die Grün-Weißen in der 12. Minute durch Tim Jesella in Führung. Nachdem Niklas Lohölter im Sechzehner von den Beinen geholt wurde, verwandelte GSC-Stürmer Tim Jesella den Elfmeter sicher – 1:0 für die Harder-Elf. Doch nur zwei Minuten später der Ausgleich durch Mühlhausens Senad Berisa. „Das ist eine Spezialität von uns, nach geschossenen Toren hinten dann zu schlafen“, erklärte Harder. Mit dem 1:1-Unentschieden ging es dann auch in die Pause, obwohl die Cappenberger noch ein, zwei gute Chancen gehabt hätten, so Harder.

Nach dem Seitenwechsel durfte Tim Jesella wieder zum Strafstoß antreten: Der eingewechselte Maximilian Stasch wurde nach einem schönen Alleingang kurz vor dem gegnerischen Tor gefoult, der Unparteiische zeigte folgerichtig auf den Punkt. Wieder verwandelte Jesella sicher und brachte die Cappenberger zum zweiten Mal an diesem Sonntagnachmittag in Führung. Aber auch dieses Mal verschliefen die Grün-Weißen die Phase direkt nach dem Tor. Die erste Aktion der Mühlhausener – ein Freistoß – ging direkt ins Tor von Philipp Grenigloh (62.).

Cappenberg klettert auf Platz fünf

Bis zum Abpfiff schafften es die Cappenberger nicht mehr, erneut in Führung zu gehen, es blieb beim 2:2, mit dem Pascal Harder aber zufrieden war. Durch den gewonnenen Punkt klettert GSC – jetzt mit 30 Punkten – auf den fünften Tabellenplatz der Kreisliga A2 Unna-Hamm. Die kommende spielfreie Woche (Karneval) passt den Cappenbergern sehr gut: „Wir haben immer noch sieben, acht wichtige Spieler, die verletzt sind“, erklärt Pascal Harder. Weiter geht es für sein Team am 10. März gegen den Tabellendritten SG Massen. niba

GS Cappenberg: Grenigloh – A. Lohölter, N. Lohölter (57. Stasch), Jesella, Selbstaedt (78. Holze), Wißmann, Habibivand (62. Hane), Felsberg, Klink, Markowski, Stiens

Tore: 0:1 Jesella (12./FE), 1:1 Berisa (14.), 1:2 Jesella (60./FE), 2:2 Böhne (62.)

Der PSV Bork hat am Sonntag sein Auswärtsspiel in der Fußball-Kreisliga beim SV Schwarz-Weiß Frömern mit 2:1 verloren. PSV-Trainer Markus Kuhn sprach von einem „knappen Spiel.“

Kreisliga A2 Unna-Hamm

SV SW Frömern - PSV Bork

2:1 (1:0)

Eine Woche nach der desaströsen 1:10-Lehrstunde gegen die SG Massen gab es am Wochenende die nächste Niederlage für den PSV Bork. Das 1:2 gegen Frömern war womöglich noch ärgerlicher als die Packung am vergangenen Wochenende. Kuhn wollte trotzdem nicht zu hart ins Gericht gehen. „Die Mannschaft hat auf jeden Fall eine Reaktion gezeigt“, so der Borker Trainer. Denn es wäre deutlich mehr für den PSV drin gewesen: „Das Ergebnis ist umso ärgerlicher, wenn man bedenkt, wie viele Chancen wir vergeben haben“, sagte Markus Kuhn nach der Partie.

Christoph Wickfeld war es in der 35. Minute, der die Gastgeber in Führung brachte. Diese hielt auch noch bis zur Halbzeit, aber kurz nach Wiederanpfiff war es dann Marian Kuhn, der für den PSV zum Ausgleich traf . Doch der PSV Bork verpasste es im Anschluss, das Spiel zu drehen und so kam es, wie es kommen musste.

„Vorne vielleicht auch eine Frage der Qualität“

In der 67. Spielminute machte der erst kurz zuvor eingewechselte Matthias Duda das umjubelte 2:1 für die Hausherren. Der PSV schaffte es in der restlichen Spielzeit nicht mehr, eine erneute Antwort zu finden. „Es ist dann vorne vielleicht auch eine Frage der Qualität“, kommentierte Kuhn das ungenutzte Chancenplus der Borker.

In der nächsten Woche trifft der PSV daheim auf den Tabellenelften TuS Hemmerde. Die beiden Teams trennen mittlerweile bereits zehn Punkte, also ist der PSV schon fast zum Siegen verdammt, wenn man den Anschluss nicht komplett verlieren will.

PSV Bork: Stember, Böcker, Unterste Wilm, Kuhn, Ojo, Schickentanz, Brüggemann, Osmani (46. Grund), David (73. Bettermann), Durczak (52. Fischmann), Zander

Tore: 1:0 Wickfeld (35.), 1:1 Kuhn (49.), 2:1 Duda ‚(67.)

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