25:28 – HVE Villigst-Ergste verliert das Gipfeltreffen in Schwelm

Handball-Landesliga

Es hat nicht ganz gereicht. Aus dem Gipfeltreffen des Tabellenführers gegen seinen ärgsten Verfolger ging die HVE Villigst-Ergste am Sonntagabend in Schwelm als knapper Verlierer hervor.

Schwerte

, 13.01.2019, 22:47 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nach Feiern stand ihnen nach dem knapp verlorenen Spitzenspiel in Schwelm nicht der Sinn: Die Spieler der HVE Villigst-Ergste bedankten sich nach dem 25:28 bei den mitgereisten Anhängern für die Unterstützung von den Rängen.

Nach Feiern stand ihnen nach dem knapp verlorenen Spitzenspiel in Schwelm nicht der Sinn: Die Spieler der HVE Villigst-Ergste bedankten sich nach dem 25:28 bei den mitgereisten Anhängern für die Unterstützung von den Rängen. © Michael Dötsch

Nach großem Kampf musste sich die HVE Villigst-Ergste im Landesliga-Spitzenspiel vor rund 500 Zuschauern beim verlustpunktfreien Tabellenführer mit 25:28 geschlagen geben. Damit liegen die Villigst-Ergster nach dem Abschluss der Hinrunde nun sechs Punkte hinter dem Ligaprimus zurück.

Mit ein bisschen mehr Glück und vielleicht auch einen Schuss mehr Abgezocktheit wäre die Niederlage zu vermeiden gewesen, denn unverwundbar war Schwelm am Sonntagabend ganz sicher nicht.

Zunächst überraschte HVE-Trainer Thorsten Stange mit seiner Anfangsformation, denn Spielmacher Philipp Koch sowie beiden etatmäßigen Flügelspieler Johannes Stolina und Nils Stange saßen zunächst auf der Bank. Für Letztgenannten begann Kapitän Hendrik Hollatz und steuerte in einer ausgeglichenen Anfangsphase einen schönen Dreher zum 4:4-Ausgleich bei.

Bittere Koch-Verletzung

Ein paar Minuten später sorgte der starke Jonas Mag mit einem Kraftakt zum 8:7 für die erste Gästeführung (17.). Dann wurde es bitter: Philipp Koch, gerade eingewechselt, traf zum 9:8, knickte bei dieser Wurfaktion aber um und konnte nicht mehr weiterspielen – das sah nicht gut aus.

Kochs Knöchelverletzung zeigte Wirkung beim Stange-Team, das mit 12:15 ins Hintertreffen geriet. Mit diesem Spielstand schien es auch in die Kabinen zu gehen, wenn da nicht der direkte Freiwurf gewesen wäre, den Jannis Mimberg über die schlecht postierte Schwelmer Abwehrmauer mit der letzten Aktion der ersten Halbzeit ins Netz beförderte – ein kurioses Tor, das eigentlich Rückenwind für den zweiten Spielabschnitt hätte geben müssen.

Der Spitzenreiter wackelte

Doch das war nicht der Fall, denn Schwelm hatte den besseren Start in die zweite Hälfte und ging mit 20:15 in Front (39.). Doch die HVE knickte nicht ein und fand, unterstützt von ihren rund 200 Anhängern, zurück ins Spiel. Stolina per Siebenmeter, Mag mit Brachialgewalt und nochmal Stolina mit einem Tempogegenstoß verkürzten auf 18:20 (42.) – die HVE war wieder da. Louis Marquis brachte seine Farben sogar auf einen Treffer heran, als er vom Kreis zum 22:23 traf (49.) – der Spitzenreiter wackelte in dieser Phase.

Doch die Partie kippte nicht. Die beiden Schwelmer Haupttorschützen Kliche (6) und Bezirgiannis (5) erhöhten auf 25:22. Aber noch war Villigst-Ergste immer nicht geschlagen, denn Jan Speckmann traf zum 24:26 und holte zudem eine Zeitstrafe heraus. Doch Schwelm ließ sich nicht mehr von der Siegerstraße abbringen und machte mit dem Tor zum 28:24 90 Sekunden vor Schluss den Deckel drauf – aus der schöne Traum der HVE Villigst-Ergste, die weiße Weste des Gegners zu beflecken.


Rote Erde Schwelm - HVE Villigst-Ergste 28:25 (15:13)

Villigst-Ergste: Maurice Rolfsmeyer, Lukas Daszkiewicz - Jonas Mag (9), Nils Stange (1), Fabian Bleigel, Philipp Koch (1), Marc Licha, Louis Marquis (1), Hendrik Hollatz (1), Johannes Stolina (6/3), Jannis Mimberg (3), Felix Ständker, Robert Stelzer, Jan Speckmann (3).

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