28:33 - aber richtig ärgern konnte sich der Trainer der HSG Schwerte/Westhofen nicht

Handball-Landesliga

Das verlorene Verfolgerduell gegen Hohenlimburg war für die HSG Schwerte/Westhofen die dritte Niederlage hintereinander. Damit fällt die HSG auf Platz sechs der Landesliga-Tabelle zurück.

Schwerte

, 12.01.2020, 14:01 Uhr / Lesedauer: 2 min
28:33 - aber richtig ärgern konnte sich der Trainer der HSG Schwerte/Westhofen nicht

Lennart Schwies machte vor allem in der ersten Halbzeit ein richtig starkes Spiel für die HSG Schwerte/Westhofen und war mit neun Toren der beste Werfer. Kurios dabei: Alle neun Tore erzielte der Linksaußen im Verlaufe der ersten Spielhälfte. © Bernd Paulitschke

HSG Schwerte/Westhofen - HSG Hohenlimburg 28:33 (15:16)

Am Einsatzwillen gab es nichts zu mäkeln. Aber letztlich reichte das Potenzial der HSG Schwerte/Westhofen nicht, um aus dem Verfolger- und Nachbarschaftsduell gegen die HSG Hohenlimburg etwas Zählbares mitzunehmen. Die Gäste traten zwar nicht so überzeugend auf wie bei ihrem Sieg gegen Villigst-Ergste vor Jahresfrist, entführten aber mit dem 33:28-Erfolg beide Punkte aus der FBG-Halle.

Damit bleibt Hohenlimburg der hartnäckigste Verfolger des Tabellenführers HVE Villigst-Ergste, während die Schützlinge von Trainer Mischa Quass auf den fünften Rang zurückfallen.

Neun Tore von Lennart Schwies - alle in der ersten Halbzeit

Wer vor dem Spiel in der FBG-Halle am Samstagabend die Pleite der deutschen Nationalmannschaft gegen Spanien verfolgt hatte, erlebte ein Déjà-vu. Reihenweise blieben beste Wurfchancen zunächst ungenutzt. So dauerte es mehr als fünf Minuten, bis Lennart Schwies das erste Schwerter Tor des Abends gelang. Acht weitere Treffer ließ der Denissov-Stellvertreter auf Linksaußen noch bis zum Seitenwechsel folgen und war damit neben Keeper Mike Krüner der Garant dafür, dass die Partie zur Pause beim Stand von 15:16 längst noch nicht entschieden war.

Allerdings gelang es den Schwertern im Verlaufe der zweiten Hälfte nicht mehr, die Führung zu übernehmen. Absetzen konnte sich Hohenlimburg zunächst aber auch noch nicht.

Gelbe Karte und drei schnelle Gegentore

Gut acht Minuten vor Schluss dann ein Knackpunkt der Partie: Toni Mrcela traf ins Tor, wurde aber wegen Schrittfehlers zurückgepfiffen – mit dieser Entscheidung lagen die Unparteiischen falsch. Es wäre der Treffer zum 25:27 gewesen, stattdessen gab es aber die Gelbe Karte wegen Reklamierens für Trainer Quass und drei Gegentore kurz hintereinander zum 24:30 – die Entscheidung zu Ungunsten der HSG Schwerte/Westhofen, die am Ende auch dem hohen Kräfteveschleiß und den fehlenden Alternativen im Rückraum Tribut zollen musste.

„Man ist als Trainer nie begeistert, wenn man ein Spiel verloren hat. Aber dies ist eine Niederlage, mit der ich aufgrund dieser Konstellation gut leben kann. Die Mannschaft hat alles versucht, aber am Ende fehlten die Optionen“, meinte Trainer Quass.

Schwerte/Westhofen: Mike Krüner, Daniel Evangelou -Dominik Yaltzis (2), Tim Gurol (5/3), Nico Paukstadt (2/1), Toni Mrcela (2), Lennart Schwies (9), Alexander Nickolay (1), Dominik Schreeck, Tim Schlütz (1), Christoph Kämper (6), Peter Hengstenberg.

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