Abbruch der Saison ist wahrscheinlich, Annullierung scheint vom Tisch

Handball

Eine endgültige Entscheidung haben die Verantwortlichen des Handballverbandes Westfalen (HVW) noch nicht getroffen. Aber es gibt erste Fakten, was den Umgang mit der Saison 2019/20 angeht,

Schwerte

, 06.04.2020, 15:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die HVE Villigst-Ergste steht zurzeit in der Landesliga an erster Stelle und macht sich berechtigte Aufstiegshoffnungen.

Die HVE Villigst-Ergste steht zurzeit in der Landesliga an erster Stelle und macht sich berechtigte Aufstiegshoffnungen. © Bernd Paulitschke

Nach aktuellem Stand der Dinge ist die laufende Spielzeit bis zum 19. April ausgesetzt. Der entsprechende Beschluss vom 12. März habe nach wie vor Bestand, wie der HVW in einer Pressemitteilung vom 5. April bekannt gibt.

DHB empfiehlt den Abbruch der Saison

Inzwischen gibt es aber eine Empfehlung des Deutschen Handballbundes (DHB) an alle Landesverbände, den Spielbetrieb der Saison 2019/20 zu beenden.

Eine endgültige Entscheidung über die Fortführung oder den Abbruch der Saison werde der westfälische Verband aber „frühestens in der Woche nach Ostern“ treffen.

Warten auf die Regierungserklärung am 15. April

HVW-Präsident Wilhelm Barnhusen erklärt, warum das so ist: „Das Problem ist, dass wir ohne Entscheidungen des Bundes, der Länder, Kreise und Kommunen keine Rechtssicherheit haben.“

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Der HVW müsse deshalb warten, ob die bislang geltenden Einschränkungen für das gesellschaftliche Leben über den 19. April hinaus gelten. „Am 15. April soll es dazu ja eine Regierungserklärung geben“, sagt Barnhusen. „Wenn dann gesagt wird, ab Mai seien die Hallen wieder auf und wir könnten spielen, dann wäre es theoretisch möglich, die Saison zu Ende zu spielen. Aber wenn die Hallen bis zum 30. Mai geschlossen blieben, wäre die Saison gelaufen.“

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Zum Szenario eines Saisonabbruchs heißt es in der HVW-Pressemitteilung: „Für den Spielbetrieb des Handballverbandes Westfalen wurde beschlossen, dass es auch bei Saisonabbrüchen keine Absteiger (mit der Ausnahme von bereits zurückgezogenen Mannschaften oder freiwilligen Absteigern), sondern lediglich Aufsteiger in die Saison 2020/21 geben soll.“

Annullierung der Saison scheint vom Tisch

Es soll also Aufsteiger geben. Die Alternative, die laufende Saison zu annullieren und zur Spielzeit 2020/21 in der identischen Ligenbesetzung neu zu starten, scheint damit vom Tisch – auch wenn es in dem DHB-Schreiben ein paar Zeilen später heißt: „Bezüglich der Wertung der Saison 2019/20 ist noch keine Entscheidung getroffen. Beim DHB wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die sich mit den Auswirkungen befasst.“

Ein paar Tage Geduld ist noch gefragt

Bis zu einer endgültigen Entscheidung der Verbandsfunktionäre müssen sich die westfälischen Handballer also wohl noch ein paar Tage gedulden.

Im Falle eines vorzeitigen Saisonabbruchs ist die Aufstiegsregelung aus heimischer Sicht vor allem für die HVE Villigst-Ergste von großer Bedeutung. Die Villigst-Ergster stehen in der aktuellen Tabelle der Landesliga 4 an erster Stelle.

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