Bennet Buchmüller und sein Wunsch nach einer erneuten WM-Medaille

mlzJunioren-Weltmeisterschaft im Zweier- und Viererbob

Fast auf den Tag genau ein Jahr liegt der größte Erfolg in der Bob-Karriere des Bennet Buchmüller zurück. Nun will der 26-Jährige bei der Junioren-Weltmeisterschaft erneut aufs Treppchen.

Schwerte

, 01.02.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Drehen wir die Uhr zwölf Monate zurück: „Bob-Hochburg Schwerte“ titelten wir damals nach der Junioren-WM in St. Moritz, wo mit Pablo Nolte und Bennet Buchmüller gleich zwei Schwerter Piloten im Viererbob aufs Treppchen fuhren - Gold für Nolte, Bronze für Buchmüller.

Genauso wie Bennet Buchmüller ist auch dessen Kumpel Nolte im Jahr 1992 geboren, allerdings schon im April und damit vor dem Stichtag - mit der Folge, dass Nolte in dieser Saison nicht mehr bei den Junioren starten darf. Der im Dezember geborene Bennet Buchmüller dagegen schon. Für ihn steht am Samstag und Sonntag am Königssee der Saisonhöhepunkt auf dem Programm.

Die Voraussetzungen sind allerdings mit der Situation vor einem Jahr nicht zu vergleichen. Denn die Saison stand für Buchmüller bisher unter keinem guten Stern. Nach einer Leisten-OP im Oktober dauerte die Reha-Zeit länger als er das ursprünglich gedacht hatte. Bis auf ein Europacup-Rennen in Innsbruck vor drei Wochen hat Buchmüller keinen Wettkampf bestritten.

Ehrgeizige Ziele

Ehrgeizige Ziele für die Titelkämpfe am Wochenende hat er trotzdem: „Ich werde versuchen, das Beste aus der Situation zu machen und will wieder aufs Treppchen fahren. Aber ich mache mir keinen Druck“, sagt der 26-Jährige.

Andererseits weiß der Schwerter aber auch, „dass ich liefern muss.“ Denn neben den Titelehren geht es am Königssee für ihn auch darum, sich ins Notizbuch der Nationaltrainer zu fahren und die Möglichkeit zu bekommen, sich in der nächsten Saison - dann nicht mehr als Juniorenfahrer - für die Weltcups zu qualifizieren.

Dazu muss in der Eisarena am Königssee ein Top-Ergebnis her - auf der Strecke, die für Buchmüller seit vergangenem Jahr die Heimbahn ist. Denn Buchmüller fährt mittlerweile nicht mehr für den BSC Winterberg, bei dem er mit dem Bobsport begonnen hat, sondern hat sich dem WSV Königssee angeschlossen.

„Zusammengewürfelte Truppe“

Ein gewisser Heimvorteil könnte also für ein gutes Abschneiden sprechen. Nicht so gut ist dagegen, dass in dem Bob des Schwerter Piloten mit Erec Bruckert, Nils Dabrunst und Bastian Heber drei Teamgefährten sitzen werden, mit denen Buchmüller noch nicht allzu oft zusammengefahren ist. „Weil ich solange verletzt war, hatte ich in dieser Saison kein festes Team. Die drei anderen Jungs sind Ersatzmänner von anderen Schlitten, die freigestellt worden sind, damit sie Einsätze bekommen. Wir sind eine zusammengewürfelte Truppe, aber wir haben uns schnell als Team gefunden. Die Chemie stimmt, bei aller Ungewissheit habe ich ein gutes Gefühl“, sagt der Schwerter Pilot.

Jede Trainingsfahrt hilft weiter

Dazu tragen auch die Trainingseinheiten bei, die Buchmüller, der seit Montag vor Ort ist, mit seinem Team in dieser Woche vor Ort absolvieren konnte. „Jede Trainingsfahrt hilft uns weiter“, sagt Buchmüller.

Ob es dann zu Buchmüllers zweiter Junioren-WM-Medaille im Viererbob reichen wird, entscheidet sich am Sonntag ab 13.30 Uhr. Tags zuvor beginnt zur selben Zeit die Zweierbob-Konkurrenz, bei der der Schwerter mit dem Berliner Anschieber Henrik Bosse am Start ist, die für Bennet Buchmüller allerdings im Vergleich zum Vierer den deutlichen geringeren Stellenwert hat. Weitaus wichtiger ist dann der Wettkampf am Sonntag, an dessen Ende nach Bennet Buchmüllers Wunsch eine Medaille um seinen Hals baumeln soll. So wie vor einem Jahr.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt