BVB gegen Tottenham: Ein achtjähriger Schwerter war als erster am Ball

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Der achtjährige Schwerter Jonathan Rother durfte beim Spiel der UEFA Champions League des BVB gegen Tottenham Hotspur als „Santander Referee Escort Kid“ einlaufen.

Schwerte

, 06.03.2019, 18:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auch wenn der BVB am Dienstagabend das Rückspiel im Achtelfinale der UEFA Champions League gegen Tottenham Hotspur mit 0:1 verlor und damit aus dem Wettbewerb ausgeschieden ist, für einen jungen Schwerter war es dennoch ein großer Abend. Der achtjährige Jonathan Rother durfte mit den beiden Teams und den Schiedsrichtern einlaufen – ein Riesenerlebnis.

Wie war es dazu gekommen? „Es hat in der Zeitung gestanden. Und wir haben uns dann beworben“, berichtet Mutter Birgit. Eine Woche vor dem Spiel kam die freudige Nachricht: Jonathan wurde als eines der „Santander Referee Escort Kids“ ausgewählt. „Wenn du die Hausaufgaben fertig hast, haben wir eine Überraschung für dich“, weihten die Eltern den Filius ein. Die Vorfreude war groß.

Vor dem Spiel lief dann alles generalstabsmäßig ab. „Wir haben uns vor dem Borrusseum mit dem Mann von der UEFA Champions League getroffen, haben Fotos gemacht und uns umgezogen. Im Stadion Rote Erde haben wir dann ein bisschen geübt“, erzählt Jonathan. Im Spielertunnel haben die Jungs dann gewartet. Die Ersatzspieler sind durchgelaufen und haben abgeklatscht. Jonathan Rother durfte mit Schiedsrichter Danny Makkelie (Niederlande) einlaufen und den Spielball aufs Feld tragen.

„Dabei ist noch etwas dramatisches passiert“, berichtet er. Nach der Begrüßung mit den Fans liefen die anderen Kinder wieder zurück. Nur der Schiedsrichter nahm ihm den Ball nicht ab. Er stand noch als einziges Kind da, legte den Ball aber dann ab. „Und dann bin ich so schnell ich konnte zu den Anderen gelaufen.“ Anschließend ging es mit den Eltern auf die Tribüne. „So nah waren wir noch nie am Spielfeld“, meint Mutter Birgit. „Es hat sich fast so angefühlt, als könnte man nach den Spielern greifen“, ergänzt Jonathan. Ein paar Mal war er schon beim BVB im Signal Iduna Park. Das erste Mal war 2016 – ebenfalls gegen Tottenham.

Geschenke gab es auch für die Kinder vom Sponsor Santander. „Fußballschuhe, einen Pullover, eine Hose und ein Trikot“, zählt Jonathan auf.

Das Spiel lief aus Dortmunder Sicht nicht so toll, obwohl sie Chancen genug hatten. Getroffen hat aber nur Tottenham. „In der 49. Minute hat Harry Kane das Tor geschossen“, weiß Jonathan noch ganz genau. Aber es war für ihn dennoch ein toller Abend – und ein sehr langer. „Um 0.36 Uhr war ich im Bett“, berichtet er.

Selber spielt er nicht im Verein, nur auf dem Schulhof. In seiner Schule, der Heideschule, hatte er dann auch eine Menge zu erzählen.

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