Christoph Pajdzik soll beim VfB Westhofen mehr sein als Lothar Hubers Hütchenaufsteller

mlzFußball-Kreisliga A

Mit dem Ex-BVB-Profi Lothar Huber hat der VfB Westhofen für die nächste Saison einen renommierten Trainer verpflichtet. Und der aktuelle Coach? Fühlt sich keineswegs degradiert.

Westhofen

, 23.02.2020, 18:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Beim VfB Westhofen machen sie keinen Hehl aus ihren sportlichen Ambitionen für die nächste Saison – das eher triste Dasein in der Fußball-Kreisliga A soll möglichst bald ein Ende haben.

Untermauert haben die Westhofener Verantwortlichen ihre ehrgeizigen Pläne mit der Verpflichtung des Ex-BVB-Profis Lothar Huber als Trainer.

Gemeinsam mit Lothar Huber als Trainergespann

Was bei der Euphorie um die Verpflichtung des namhaften Trainers aber fast ein bisschen untergeht: Es gibt da auch noch Christoph Pajdzik. Der aktuelle Coach wird auch weiterhin der Trainerjob beim VfB ausüben. Gemeinsam mit Huber im Gespann – so ist es geplant.

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Als Degradierung empfindet Pajdzik die neue Konstellation keineswegs. Auch Neidgefühle kommen bei ihm nicht auf, sagt er.

„Freue mich total auf die Zusammenarbeit“

„Im Gegenteil. Ich freue mich total auf die Zusammenarbeit mit Lothar Huber. Die Chemie zwischen und stimmt, das hat sich schnell herausgestellt. Ich sehe das Ganze für mich als Chance, von ihm zu lernen und jede Menge Sachen mitzunehmen“, sagt der 34-Jährige.

Vor ziemlich genau einem Monat wurde Lothar Huber (Mitte) beim VfB Westhofen offiziell als Trainer für die nächste Saison vorgestellt. Marcus Wiesehöfer, Leonard Gashi (v.li.), Jürgen Rump und Christoph Pajdzik (v.re.) freuen sich auf die Zusammenarbeit.

Vor ziemlich genau einem Monat wurde Lothar Huber (Mitte) beim VfB Westhofen offiziell als Trainer für die nächste Saison vorgestellt. Marcus Wiesehöfer, Leonard Gashi (v.li.), Jürgen Rump und Christoph Pajdzik (v.re.) freuen sich auf die Zusammenarbeit. © Bernd Paulitschke

Dass Huber, in den 1970er- und 80er-Jahren beim BVB als Profi am Ball und danach über viele Jahre als Trainer in höherklassigen Amateurligen unterwegs, deutlich mehr Erfahrung vorzuweisen hat, versteht sich fast von selbst – mit 68 Jahren ist der Ex-Profi doppelt so alt wie Pajdzik, für den das aktuelle Engagement beim VfB Westhofen erst die zweite Trainerstation ist.

Pajdzik will auch seine eigenen Ideen einbringen

Doch niemand glaube, Pajdzik werde unter Huber nur als Hütchenaufsteller im Training fungieren. „Ich werde sicher auch meine eigenen Ideen einbringen“, sagt der 34-Jährige, „wie die Aufgabenteilung dann genau aussieht, wird man sehen.“

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Klar sei, so Pajdzik, dass es einen regen Austausch zwischen ihm und Huber geben wird – ein Austausch, der auch jetzt schon stattfindet. Denn auch wenn Lothar Huber offiziell erst zur neuen Saison beim VfB einsteigt, ist er schon jetzt in Westhofen präsent und hat die meisten Testspiele in der Winterpause als interessierter Beobachter verfolgt.

Restsaison als Werbung in eigener Sache

„Die Kaderplanung für nächste Saison läuft schon“, verrät Pajdzik. Und natürlich sei Lothar Huber da auch schon mit eingebunden. So können die Spieler des aktuellen Kaders die restlichen Spiele der A-Liga-Saison zur Werbung in eigener Sache nutzen.

Tabellarischen Druck haben sie dabei nicht, denn wenn kein mittelschweres Fußballwunder geschieht, wird der VfB Westhofen in der laufenden Saison mit Auf- und Abstieg nichts mehr zu tun bekommen.

In der Spielzeit 2020/21 soll es dann aber steil aufwärts gehen beim VfB – mit Lothar Huber an der Seitenlinie. Und nicht zu vergessen, auch mit Christoph Pajdzik.

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