Crosslauf der SG Eintracht Ergste: Hinter der Zukunft steht ein Fragezeichen

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Der Aufwand für die Leichtathleten der SG Eintracht Ergste ist groß, um den jährlichen Crosslauf auf die Beine zustellen. Nun fragen sich die Ergster, ob sich dieser Aufwand noch lohnt.

von Bettina Koster

Ergste

, 10.03.2020, 16:53 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach dem Crosslauf ist vor dem Crosslauf? Das Fragezeichen ist angebracht, denn die Verantwortlichen der Leichtathletikabteilung der SG Eintracht Ergste sind sich noch nicht sicher, ob es im nächsten Jahr die 27. Auflage der Traditionsveranstaltung im Bürenbrucher Wald geben wird.

Regenfälle und Angst vor dem Coronavirus

Mit knapp 150 Startern blieb die Teilnehmerzahl am vergangenen Samstag hinter den Erwartungen des Ausrichtervereins zurück. Die Regenfälle der vorangegangenen Tage sowie diverse Infekte, aber auch die Angst vor dem Coronavirus haben die Ergster als Hauptursachen dafür ausgemacht, dass sich nicht so viele Aktive auf die matschige Runde im Bürenbrucher Wald begeben haben.

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Mehr als die Hälfte der gestarteten Athleten trug das Trikot der SG Eintracht Ergste. Von den Leichtathletikvereinen des Kreises Iserlohn waren lediglich die TG Westhofen sowie die LG Menden und der Marathon Club Menden vor Ort.

„Das ist schon enttäuschend“, sagt Claudia Schwietale, Vorsitzende der Leichtathletikabteilung der SG Eintracht.

Intensive Vorbereitungen über mehrere Wochen

Die Vorbereitungen für den Crosslauf hatten schon mehrere Wochen vor dem Veranstaltungstag begonnen und wurden immer intensiver, je näher der vergangene Samstag rückte.

Jens Wöllecke, zweiter Sportwart der SGE, war dann auch mit den Helfern, die vor Ort waren, sehr zufrieden und lobte insbesondere die Athleten der U16-Trainingsgruppe, „die zahlreich erschienen und sehr flexibel einzusetzen waren.“

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Allerdings hätte er sich ein wenig mehr Helfer gewünscht. Dennoch lief bei der Organisation alles glatt – bis auf eine zehnminütige Zeitverschiebung nach dem Hauptlauf, da die Laufzeit länger dauerte als ursprünglich eingeplant.

Rückläufige Starterfelder auch anderswo

Nun stellen sich die Ergster aber die Frage, ob sich der große Aufwand noch lohnt – wobei nicht nur die Eintracht mit rückläufigen Starterfeldern bei Leichtathletikwettkämpfen zu kämpfen hat. Dies gilt auch für andere Wettkämpfe auf Kreisebene und darüber hinaus.

Was die Zukunft Crosslaufes durch den Bürenbrucher Wald angeht, scheint derzeit alles offen. „Wir werden uns zusammensetzen und die Zukunft des Laufes überdenken“, sagt Claudia Schwietale.

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