Das war der 19. Spieltag: Ein einseitiges Derby, ein Pflichtsieg und zwei Niederlagen

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Geisecker SV gegen ETuS/DJK Schwerte 5:0 - wer hätte das gedacht? Der SC Berchum/Garenfeld behauptet Platz zwei, während der VfL Schwerte und der SC Hennen leer ausgehen.

Schwerte

, 01.03.2020, 20:41 Uhr / Lesedauer: 5 min

Geisecker SV - ETuS/DJK Schwerte 5:0 (2:0)

Nach dem 3:0-Hinspielsieg in Schwerte-Ost setzte der Geisecker SV nun noch einen rauf: Mit 5:0 deklassierten die „Kleeblätter“ am Sonntag vor rund 150 Zuschauern den indisponierten ETuS/DJK Schwerte.

Geiseckes Trainer Thomas Wotzlawski, der krankheitsbedingt nicht dabei war, wird die WhatsApp-Nachrichten, die ihn in regelmäßigen Abständen erreicht haben, nur allzu gerne vernommen haben. Denn aus Geisecker Sicht gab es viel Positives zu berichten.

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Das fing schon nach zehn Minuten an: Jannis Kassel köpfte aus kurzer Distanz aufs Tor, Nouri Bahs Hand war dazwischen – Elfmeter. Mit Julian Hüser verwandelte einer auffälligsten Spieler des Ost-Derbys mit einem satten Schuss in die Mitte des Tores. Und keine halbe Stunde war gespielt, als Florian Kliegel nachlegte: Eine maßgerechte Flanke von Linus Scheen köpfte der Stürmer wuchtig und unhaltbar zum 2:0 in die Maschen – warum er so freistehend zum Kopfball kommen durfte, bleibt ein Geheimnis der ETuS/DJK-Abwehr.

Aber auch offensiv hatten die Gäste herzlich wenig zu bieten. Geisecke war wesentlich präsenter und effektiver und ging mit besagter 2:0-Führung in die Pause.

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In der zweiten Hälfte dauerte es nur ein paar Minuten, bis der ETuS/DJK endgültig auf der Verliererstraße war. Zunächst spritzte Luis Pothmann in eine Hüser-Direktabnahme nach einer zu kurz abgewehrten Ecke (49.), dann vollstreckte Kliegel locker zum 4:0. Vorausgegangen war ein simpler Freistoß aus dem Halbfeld, den Kapitän Filla per Kopf verlängerte – in der Abwehr der „Östlichen“ fehlte nicht nur in dieser Szene jegliche Zuordnung.

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Bis zur 80. Minute dauerte es, ehe die Gäste ihre erste und auch einzige echte Torchance der Partie hatten. Geiseckes Keeper Tim Helmdach parierte den Drehschuss von „Fluppe“ Frohn aber glänzend.

Im Gegenzug drang Florian Ruß dann in den Strafraum ein und sorgte mit einem trockenen Linksschuss gegen seinen Ex-Verein für das 5:0 – der Endstand eines Lokalduells zwischen einer gut aufgelegten Geisecker Mannschaft und einem ETuS/DJK-Team, das zu keinem Zeitpunkt erkennen ließ, das Derby unbedingt gewinnen zu wollen.

Geisecke: Tim Helmdach, Florian Ruß, Patrick Filla, Julian Hüser, Linus Scheen, Luis Pothmann, Dustin Schütte, Lars Veith (69. Mert Yildirim), Jannis Kassel, Marc Schipper, Florian Kliegel (60. Jonas Hudek).

Schwerte: Lukas Hedtheyer, Yannik Körner, Jasmin Smajlovic, Nouridine Bah (55. Marcel Neumann), Kevin Loke, Ismail Ayar, Harun Sentürk (46. Serkan Arslan), Kevin Kinach, Dennis Frohn, Dennis Cela, Filipe Barreto Ferreira.

Tore: 1:0 Hüser (11., Handelfmeter), 2:0 Kliegel (28.), 3:0 Pothmann, 4:0 Kliegel (51.), 5:0 Ruß (82.).

VfL Schwerte - TSK Hohenlimburg 0:1 (0:0)

Es war ein Spiel, welches der VfL Schwerte nicht verlieren durfte. Doch am Ende stand er mit leeren Händen da und verlor gegen TSK Hohenlimburg mit 0:1.

Die erste Hälfte war von viel Leerlauf geprägt. Nils Berg hatte zwar nach einer Ecke in der achten Minute die erste Möglichkeit, doch aus zehn Metern verfehlte er das Tor. Danach dauerte es 20 Minuten, bis wieder etwas vor dem Tor passierte. Erneut eine Ecke sorgte für Gefahr, Luca Vöckel köpfte aus fünf Metern am Tor vorbei.

120 Sekunden später lief Yannis Schwarze alleine aufs Tor zu und wurde von Hohenlimburgs Keeper von den Beinen geholt. Den Elfmeter setzte Sebastian Kozlowski aber neben das Tor. Zu allem Überfluss musste Schwarze verletzt ausscheiden. Hohenlimburg kam dagegen nur einmal gefährlich vors Schwerter Tor, doch David Graudejus hielt stark.

Gianluca Zocco (am Ball) kassierte mit dem VfL Schwerte eine unglückliche 0:1-Heimniederlage gegen TSK Hohenlimburg.

Gianluca Zocco (am Ball) kassierte mit dem VfL Schwerte eine unglückliche 0:1-Heimniederlage gegen TSK Hohenlimburg. © Bernd Paulitschke

Die zweite Hälfte wurde zu einem Privatduell zwischen dem eingewechselten Till Nicolaßen und Hohenlimburg. In der 55. Minute wurde der Stürmer freigespielt, sein Schuss aus sechs Metern ging aber übers Tor.

Sechs Minuten später traf Nicolaßen nach einem schönen Konter nur den Pfosten. Und in der 66. Minute die größte Möglichkeit: Tim Birnkraut lief mit Nicolaßen alleine aufs Gästetor zu. Birnkraut legte etwas ungenau quer, doch Nicolaßen konnte vor dem leeren Tor den Ball nicht unter Kontrolle bringen. So verpuffte auch diese Möglichkeit.

Danach passierte zunächst nicht mehr viel vor den Toren. Bis zur 83. Minute, als der TSK über die rechte Seite konterte. Graudejus konnte den Ball aus spitzen Winkel noch abwehren, beim Nachschuss war er allerdings machtlos – 0:1.

In den verbleibenden Minuten versuchten es die Schwerter immer wieder mit hohen Bällen. Doch diese waren sichere Beute für TSK-Keeper Alexander Dill. Gianluca Zocco sah nach einer Rangelei noch Gelb-Rot (87.) und die Niederlage war besiegelt.

Schwerte: David Graudejus, Luca Vöckel, Yannis Schwarze (40. Till Nicolaßen), Janis Dworak (59. Andre Meyer), Tim Birnkraut, Sebastian Kozlowski, Nicolas Ortiz (59. Amir Khan), Ayoub Belabbes (81. Lukas Beßlich), Sofoklis Ioannidis, Nils Berg, Gianluca Zocco.

Tor: 0:1 (83.)

Gelb-Rot: Zocco (87., Foul).

SC Hennen - SSV Kalthof 0:2 (0:0)

Nach dem wichtigen 2:0-Erfolg beim Abstiegskandidaten ASSV Letmathe vor zwei Wochen musste der SC Hennen nun nach dem Karnevalswochenende eine bittere 0:2-Heimniederlage im Derby gegen den SSV Kalthof hinnehmen. Da Letmathe aber ebenfalls verlor, bleibt der Vorsprung der „Zebras“ auf die Abstiegszone bei neun Punkten.

Auch Hassan Boulakhrif wollte gegen den SSV Kalthof kein Tor gelingen. Der SC Hennen unterlag mit 0:2.

Auch Hassan Boulakhrif wollte gegen den SSV Kalthof kein Tor gelingen. Der SC Hennen unterlag mit 0:2. © Bernd Paulitschke

Ein Leckerbissen für die Zuschauer war das Lokalderby nicht. Denn das Geschehen spielte sich überwiegend zwischen den Strafräumen ab. Hennen hatte zwar schon früh getroffen, aber Nick Weinrich stand dabei klar im Abseits. Beide Teams bissen sich in die Partie, die erwartungsgemäß intensiv geführt wurde. Nils Cala versuchte es mit einem Fernschuss, der aber knapp über den Kasten ging (13.).

Ging es einmal in den Strafraum, fehlte es meistens an der Genauigkeit. Die entscheidenden Pässe landeten doch beim Gegner. Nach einem leichtfertigen Rückpass von Elezovic musste Torwart Jonas Krause zweimal retten (27.). Dieser war auch gegen Mabrouk aus spitzem Winkel zur Stelle (41.). Hennen verpasste nach einem Freistoß per Kopf die Halbzeit-Führung (43.).

Nach der Pause war Kalthof besser im Spiel. Jan Rudi wurde auf halbrechts freigespielt und traf zur Führung. Hennen bemühte sich unaufhörlich, ließ aber die nötige Durchschlagskraft vermissen.

In der Vorsaison hatte Claudio Ferreira noch in der Nachspielzeit per Freistoß den 1:0-Siegtreffer erzielt. Diesmal blieb ein Hennener Erfolgserlebnis aus. Einzig Jan Loos traf noch die Latte, aber erst in der 90. Minute. Vier Minuten zuvor hatte Sebastian Hegemann aber bereits das 2:0 für die Kalthofer erzielt. Der SSV trug den Derbysieg davon – mit demselben Ergebnis wie im Hinspiel.

Hennen: Jonas Krause, Haris Elezovic, Kevin Danila (83. Marcel Kordt), Claudio Ferreira (73. Ersin Üstün), Nils Cala (52. Joshua Quardt), Hauke Reimann, Vincent Kemper, Hassan Boulakhrif, Jan Loos, Nick Weinrich, Marcel Rudzinski (61. Mohamed Ahraou).

Tore: 0:1 (56.), 0:2 (86.).

SC Berchum/Garenfeld - SSV Hagen 3:1 (0:0)

Die Pflicht erfüllt: Gegen das Schlusslicht SSV Hagen kam der haushohe Favorit SC Berchum/Garenfeld zu einem ungefährdeten 3:1-Sieg. Damit hat die Kampmann-Elf den zweiten Tabellenplatz gegenüber dem Geisecker SV verteidigt.

Je länger das Spiel dauerte, desto schwerer wurden die Beine der Hagener. Man merkte schon, dass der eine oder andere Gästespieler mit leichten Konditionsproblemen zu kämpfen hatte. Nach torloser erster Halbzeit machten Rafael Agacinski, Christian Deuerling und Tobias Neynaber binnen 23 Minuten den Sack zum 3:0 zu. Der Hagener Ehrentreffer fiel nicht mehr ins Gewicht.

Nicolas Külpmann hält sich das Schienbein. Der Torjäger ging beim 3:1 leer aus und vergab kurz vor der Pause zudem einen Foulelfmeter.

Nicolas Külpmann hält sich das Schienbein. Der Torjäger ging beim 3:1 leer aus und vergab kurz vor der Pause zudem einen Foulelfmeter. © Bernd Paulitschke

Das Team von Dieter Iske hätte allerdings in Führung gehen können, wenn nicht SC-Keeper Dominik Hollmann bei einem schnellen Konter der Hagener auf der Hut gewesen wäre (12.). Die Gastgeber waren zwar feldüberlegen und hatten viel mehr Ballbesitz – die erste große Chance gab es aber erst nach 30 Minuten durch Neynaber, der den starken Timo Reinhard aber nicht überwinden konnte. Reinhard behielt auch gegen Nicolas Külpmann im Elfmeterduell die Oberhand (41.). Zuvor war Luca Becker im Strafraum zu Fall gebracht worden.

Vor allem das 2:0 durch Schlitzohr Deuerling wird in Erinnerung bleiben. Torwart Reinhard wollte sich den Ball im Strafraum aus der Hand selbst vorlegen. Dumm nur aus seiner Sicht: Er hatte „Deuer“ in seinem Rücken aus dem Augen verloren. Den Ball ins leere Tor einzuschieben, war dann nur noch Formsache.

Nach Neynabers sehenswerten Heber zum 3:0 verpassten es die Berchum/Garenfelder, noch weitere Tore nachzulegen.

Berchum/Garenfeld: Dominik Hollmann, Vladimir Kunz, Justin Amstutz, Daniel Wanderer, Kevin Noschka (46. Thomas Koblitz), Luca Becker, Daniel Huber, Christian Deuerling, Rafael Agacinski (60. Imad Ljaljic), Tobias Neynaber (74. Dennis Zuhmann), Nicolas Külpmann (64. Jerome Nickel).

Tore: 1:0 Agacinski (47.), 2:0 Deuerling (54.), 3:0 Neynaber (68.), 3:1 (83.).

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