Patrick Fabian gegen Lasse Sobiech – zum Saisonstart kommt es zum Duell der beiden Zweitliga-Profis, die ihre Wurzeln in Schwerte haben. Wir haben die beiden mit je zehn Thesen konfrontiert.

Schwerte

, 03.08.2018, 19:12 Uhr / Lesedauer: 3 min


10 Thesen für Patrick Fabian (VfL Bochum):

Wer die Sommerpause in Nepal und Rumänien verbringt, ist kein „normaler“ Fußballprofi.

Wer oder was definiert „normal“? Nepal war eine herausragende Erfahrung mit einzigartiger Natur, Kultur und Mentalität. In Rumänien war ich für meinen Tierschutzverein PAU unterwegs – das ist für mich „normal“, das erweitert den Horizont. Ich muss keine Selfies auf Jachten machen, um ein Klischee zu bedienen.

Robin Dutt schafft es, den VfL durch eine ruhige und erfolgreiche Saison zu navigieren.

Davon bin ich überzeugt. Es wird sicherlich bessere und schlechtere Phasen geben. Die Kunst ist es, letztere möglichst ruhig zu überstehen.

Der Stammplatz in der Innenverteidigung ist nach starker Vorbereitung gesichert.

Das weiß ich nicht. Ich werde da sein, wenn ich gebraucht werde, wie es bisher immer der Fall gewesen ist.

In der nunmehr 19. Saison für den VfL kennt Patrick Fabian jeden Fan in der Ostkurve.

Nur in der Ostkurve? Nord und Süd auch! Nur in der West, da wird’s manchmal schwer. Aber da befinden sich auch die Gäste (lacht).

Der VfL Bochum war, ist und bleibt der große Traumverein.

Ich habe fast zwei Drittel meines Lebens das VfL-Wappen auf der Brust getragen und trage es immer noch. Natürlich ist der Club etwas ganz Besonderes für mich. Und wird es auch mein Leben lang bleiben.

Kein Karriereende ohne noch ein weiteres Erstliga-Spiel.

Ich blicke stets auf die Gegenwart. Und das ist 2. Liga, die ich gesund und mit Spaß angehe.

An seine vier Kreuzbandrisse wird Patrick Fabian nur noch durch sein Tattoo am Unterarm erinnert.

Und noch die zig Narben an den Knien. Narben erzählen Geschichten – das ist meine Geschichte.

Der neue Schnurrbart ist ein subtiler Hinweis auf eine angepeilte Trainerkarriere beim VfL mit Vorbild Peter Neururer.

Vielleicht auch auf Horst Lichter als Koch?!

Mit 30 Jahren sind die Pläne für die Zeit nach der Karriere längst geschmiedet.

Es gibt Ideen. Und lange gestellte Weichen. Alles andere wäre fahrlässig. Das wird ein neuer Lebensabschnitt, der sicher sehr spannend wird. Aber noch ist es nicht so weit.

Am Samstag gewinnt der VfL vor auserkaufter Heimkulisse – durch ein 1:0 von Patrick Fabian nach gewonnenem Kopfballduell gegen Lasse Sobiech.

Wir wollen gewinnen. Wer am Ende das Tor oder die Tore macht, ist nicht ganz so wichtig.



10 Thesen für Lasse Sobiech (1. FC Köln):

Nach seinem Wechsel aus Hamburg hat Lasse Sobiech sich in Köln schon gut eingelebt.

Das ist auf jeden Fall richtig. Ich habe zwar noch nicht viel von der Stadt gesehen, weil wir viel trainiert haben. Aber das, was ich bisher mitbekommen habe, ist absolut positiv.

Mit dem neuen Trainer Markus Anfang geht es für den 1. FC Köln auf direktem Weg zurück in die 1. Liga.

Das ist das große Ziel von uns allen. Ich denke, dass wir eine gute Mannschaft haben, mit der es möglich sein muss, dieses Ziel zu erreichen.

Lasse Sobiechs Stammplatz in der Innenverteidigung ist gesichert.

In Stein gemeißelt ist das mit Sicherheit nicht. Es ist sicher keine einfache Entscheidung für den Trainer – die hundertprozentige Sicherheit zu spielen, hat keiner von uns.

Die Nähe zu seiner Heimatstadt Schwerte war einer der Gründe, warum Lasse Sobiech von Hamburg nach Köln gewechselt ist.

Nee – da muss man ehrlich sein. Für den Wechsel waren sportliche Dinge ausschlaggebend. Dass ich jetzt wieder näher an Schwerte wohne, ist ein angenehmer Nebeneffekt.

Trotzdem wird künftig wieder mehr Zeit sein, den Kontakt zu den alten Kumpels wieder aufleben lassen.

Ich habe tatsächlich nach wie vor noch einen engen Freundeskreis in Schwerte. Ich hoffe, dass man sich jetzt wieder öfter sieht.

St. Pauli war klasse, auch Köln ist eine Top-Adresse. Aber der große Traumverein ist und bleibt der BVB.

Ja, das kann man schon so sagen – der BVB ist meine alte Liebe. Ich war schon als Kind ein BVB-Fan und habe den Jungs auf der Südtribüne zugejubelt.

Kein Karriereende ohne noch weitere Erstligaspiele.

Das ist genau der Grund, warum ich nach Köln gewechselt bin: Mein Konto an Erstligaspielen möchte ich weiter füllen.

Weil er mit 27 Jahren im besten Fußball-Alter ist, sehen wir in der kommenden Saison den besten Lasse Sobiech, den es je gab.

Das kann schon sein. Ich fühle mich jedenfalls sehr gut und sehe viele Dinge mittlerweile etwas entspannter.

Mit 27 macht sich Lasse Sobiech langsam schon Gedanken, wie es nach der Karriere weitergeht.

Sowieso – solche Gedanken sollte man sich immer machen. Aber es gibt noch nicht den einen Plan, von dem ich jetzt schon weiß: Das ist es, was ich mal machen werde.

Am Samstag gewinnt der FC vor ausverkaufter Kulisse - durch ein 1:0 von Lasse Sobiech nach gewonnenem Kopfballduell gegen Patrick Fabian.

Das würde ich mir wünschen – wobei ich das Kopfballduell lieber gegen einen anderen Spieler gewinnen würde als Patrick.

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