Der SC Hennen nach seinem 2:0-Überraschungscoup - mit einem Neuzugang, der Gold wert ist

mlzFußball-Bezirksliga

Der Sieg des SC Hennen gegen den SC Berchum/Garenfeld war ein echter Paukenschlag. Maßgeblich daran beteiligt war ein Spieler, der ein gelungenes Debüt im „Zebra“-Dress feierte.

Hennen

, 09.12.2019, 18:02 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dass der SC Hennen am zweiten Rückrundenspieltag der Bezirksliga-Saison nach der 1:15-Hinspielpleite den SC Berchum/Garenfeld mit 2:0 in die Knie zwingen würde, das hatte wohl kaum jemand auf dem Zettel.

Entsprechend euphorisiert waren die „Zebras“ auch noch am Tag danach. „Das war das Beste, was ich seit langer Zeit in Hennen gesehen habe“, lobte Hennens Fußball-Vorstand Marco Vorländer die Mannschaft über den grünen Klee.

Ein gelungener Überraschungseffekt

Zudem durfte sich Vorländer selbst für den Coup auf die Schulter klopfen, einen neuen Spieler aus dem Hut gezaubert zu haben. Nils Cala (33) feierte seinen Einstand für den SC Hennen und tat sich prompt als Torschütze zum 2:0-Endstand hervor. Die Bekanntgabe, dass es da einen neuen Spieler gibt, habe er in den Tagen vor dem Spiel bewusst zurückgehalten, so Vorländer. „Einen gewissen Überraschungseffekt“ habe er damit erreichen wollen – das ist ihm wohl gelungen.

Mit Cala haben die Hennener einen Spieler für sich gewinnen können, der auch schon in höheren Spielklassen unterwegs war – und das nicht zu knapp. Drei Spielzeiten war Cala für den FC Iserlohn in der Westfalenliga am Ball, davor spielte er für den ASC 09 Dortmund (Westfalenliga und Oberliga), den FSV Werdohl (Westfalenliga) und Westfalia Rhynern (NRW-Liga).

Neuzugang Nils Cala wohnt in Hennen

„Wir sind schon seit drei, vier Wechselperioden an ihm dran gewesen, weil Nils in Hennen wohnt“, erklärt Marco Vorländer. Im vergangenen Sommer hat Cala beim FC Iserlohn aufgehört und ließ sich nun offenbar davon überzeugen, bei den „Zebras“ seine aktive Karriere ausklingen zu lassen.

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„Mit seiner Erfahrung ist Nils Cala für uns Gold wert“, meint Vorländer. Er erhofft sich von dem Neuzugang, der am Sonntag bei seinem Debüt im Mittelfeld zum Einsatz kam, aber auch Innenverteidiger spielen kann, dass er eine Führungsrolle übernimmt und dass sich die jungen Spieler an seiner Seite weiterentwickeln können.

Lob für die taktische Marschroute des Trainers

So wünscht es sich auch Trainer Holger Stemmann. Auch dem Coach gebühre dank seiner taktischen Marschroute, die er seinen Schützlingen gegen die scheinbar übermächtigen Berchum/Garenfelder mit auf den Weg gegeben hatte, ein gehöriger Anteil an dem Überraschungserfolg, meint Marco Vorländer.

Aber nicht nur wegen des Erfolges am Sonntag ist Vorländer mit der Arbeit des Trainers, der seit Saisonbeginn im Naturstadion an der Seitenlinie steht, sehr zufrieden. So scheint einer Zusammenarbeit mit Stemmann und seinem Trainerteam über die Saison hinaus nichts entgegenzustehen, auch wenn es in dieser Hinsicht laut Vorländer noch nichts Offizielles zu verkünden gebe. Aber das kann sich ja bald ändern.

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